Aktuelles

15. Dezember 2011
Neue Studie zur Rüstungskontrolle in Europa
Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat eine von fünf IFSH-Mitarbeitern verfasste Studie über "Chancen zur Rüstungskontrolle in Europa" veröffentlicht. Die Arbeit beschreibt die komplexer gewordenen Zusammenhänge zwischen konventioneller und nuklearer Abrüstung sowie Pläne zu Raketenabwehr. Michael Brzoska, Anne Finger, Oliver Meier, Götz Neuneck und Wolfgang Zellner beschreiben, wie die unterschiedlichen Interessenlagen von NATO und Russland eine gegenseitige Annäherung blockieren. Die Autoren skizzieren vier Handlungsansätze zur Belebung der Rüstungskontrolle in Europa, welche die Verbindungen zwischen konventioneller und nuklearer Abrüstung konstruktiv nutzen. Dies reicht von Ansätzen zur Vertrauensbildung und Transparenz, Zusammenarbeit und Selbstbeschränkung bis zur Abschaffung überflüssiger Waffensysteme.
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23. November 2011
Seminar zu Möglichkeiten der Vertrauensbildung bei den taktischen Atomwaffen
Am 16. und 17. November veranstaltete das IFSH in Kooperation mit der Arms Control Association und dem British American Security Information Council eine internationale Fachtagung unter dem Titel "Improving transparency on tactical nuclear weapons: Building blocks for a NATO-Russia dialogue". Rund 30 Experten und Entscheidungsträger aus neun Ländern diskutierten in Berlin, ob und wie vertrauensbildende Maßnahmen den Weg für eine Reduzierung taktischer Atomwaffen in Europa ebnen können. Das Auswärtige Amt unterstützte die Veranstaltung, die im Rahmen eines von der William and Flora Hewlett Foundation unterstützten Projekts zur Reduzierung der Rolle von taktischen Atomwaffen in der europäischen Sicherheit stattfand.

21. Oktober 2011
Workshops und Briefings zur NATO-Nuklearpolitik und CyberSecurity in New York
Auf Einladung des Dickinson College hat Götz Neuneck vom 17.-19. Oktober 2011 an dem Workshop "Tactical Nuclear Weapons and NATO" in Carlisle, Pennsylvania teilgenommen. Das dortige Universitäts-College hat den dreitägigen, hochrangig besetzten Workshop in Zusammenarbeit mit dem US Navy War College ausgerichtet. Keynote Speaker waren William F. Burns, Generalmajor a.D. und vormals Direktor der Arms Control and Disarmamaent Agency im State Department, und Guy Roberts, ehemals Deputy Assistant NATO Secretary General for WMD Policy. Am Donnerstag, den 20. Oktober 2011 fand im UN-Gebäude in Zusammenarbeit mit dem Projektpartner UNIDIR ein Briefing der UN-Delegationen zum Thema "International Law and War in Cyberspace" statt. Am Freitag besuchte Götz Neuneck die CISAC- Gruppe in der National Academy of Science in Washington D.C., um über eine Zusammenarbeit mit der Hamburger Akademie der Wissenschaften zu diskutieren.

05. Oktober 2011
Teilnahme an der Schulung "Public Policy and Nuclear Threats"
Katarzyna Kubiak nahm an dem Workshop “Public Policy and Nuclear Threats” teil und stellte auf einem Panel zu CTBT ihr Referat “CTBT Entry into Force Taken Hostage by Regional Conflicts” vor. Die dreiwoechige Schulung, die vom 31. Juli bis 19. August stattfand, wurde vom Institute on Global Conflict and Cooperation der UC San Diego organisiert. Das Programm für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler behandelt wichtige Themen der amerikanischen Nuklearstrategie und -politik.

26. September 2011
Vortrag über Perspektiven nuklearer Rüstungskontrolle
Am 21. September hielt Oliver Meier
einen Vortrag über "Perspektiven nuklearer Rüstungskontrolle
nach dem New START-Vertrag" auf dem 5. Symposium "Nukleare
und radiologische Waffen" am Frauhofer Institut für
Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen in Euskirchen.
Das alle zwei Jahre stattfindende Symposium bringt deutsche
Entscheidungsträger und Experten zusammen, die sich mit
Themen der nuklearer Sicherheit beschäftigen.

22. September 2011
Götz Neuneck im Unterausschuss Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung
Am Mittwoch, den 21.September 2011
traf sich der Unterausschuss Abrüstung, Rüstungskontrolle
und Nichtverbreitung des Auswärtigen Ausschusses des
Deutschen Bundestages unter Vorsitz von Uta Zapf (MdB), um
über "Rüstungskontrolle im Weltraum" zu
beraten. Gast war Götz Neuneck, der eine umfassende Darstellung
künftiger Weltraumgefährdungen und möglicher
Rüstungskontrolloptionen abgab. Anschließend wurden
Transparenz- und Vertrauensbildende Maßnahmen diskutiert.
 19. September 2011
Vortrag zu dem Atomteststoppvertrag
Am 16. September hielt Katarzyna Kubiak eine Presentation über "die Regionale Dimension des Inkrafttretens des Atomteststoppvertrages" auf der "IGCC Politischen Serie zu Nuklearen Politik” an der Universität Kalifornien in Washington. Das Treffen findet vier mal pro Jahr statt mit dem Ziel Forschung zu nuklearer Sicherheit näher an die Politik zu bringen. Diesmal mit dem Fokus auf den Atomteststoppvertrag.
 15. September 2011
Humanitäres Völkerrecht und Neue Waffentechnologien
Vom 8.-10. September fand in San
Remo der 34. Roundtable zu aktuellen Fragen des internationalen
Völkerrechts statt, der vom International Institute of
Humantarian Law und dem International Committee of the Red
Cross organisiert wurde und sich den Konseuqenzen neuer Waffentechnologien
für das humanitäre Völkerrecht widmete. Auf
der Agenda standen u.a. Fragen zu Cyber Defense, Weltraumrecht
und unbemannten Flugkörpern. An dem Treffen nahmen ca.
150 Rechtsberater von Regierungen, Völkerrechtler und
Experten aus verschiedensten Regionen teil. Götz Neuneck
hielt am ersten Tag einen Vortrag zum Thema „Ethische
und politische Perspektiven neuer Militärtechnologien“.

25. Juli 2011
Projekt zur Reduzierung taktischer Atomwaffen verlängert
Die William and Flora Hewlett Stiftung
unterstützt für ein weiteres Jahr das gemeinsam
vom IFSH, der Arms Control Association und dem British American
Security Information Council durchgeführte Projekt zur
Verringerung der Rolle taktischer Atomwaffen in der europäischen
Sicherheit. Im Rahmen des Vorhabens werden die Projektpartner
Seminare in verschiedenen europäischen Staaten zu Fragen
der nuklearen Rüstungskontrolle und der Zukunft der Abschreckung
veranstalten sowie Publikationen zum Thema veröffentlichen.
Ziele des Projekts sind es, innerhalb der NATO die Diskussion
um eine Rückführung der Rolle von Atomwaffen zu
befördern und Möglichkeiten zur Einbeziehung von
taktischen Atomwaffen in die Rüstungskontrolle zu analysieren.
Weitere Informationen zum Projekt sind zu finden unter http://tacticalnuclearweapons.ifsh.de.
 20. Juli 2011
59. Pugwash Conferences on Science and World Affairs
Vom 1. bis 4. Juli 2011 fand in
Berlin die „59. Pugwash Conference on Science and World
Affairs – European Contributions to Nuclear Disarmament
and Conflict Resolution” in Berlin statt. Im Konferenzbereich
des Auswärtigen Amtes trafen sich ca. 350 ehemalige Entscheidungsträger,
Experten und Wissenschaftler aus 43 Ländern, um Wege
zur Reduktion nuklearer Gefahren und Konfliktlösungen
für Regionen zu diskutieren, in denen Nuklearwaffen eine
wichtige Rolle spielen. Außenminister Westerwelle hielt
die Auftaktrede. Sprecher am ersten Tag waren u.a. Egon Bahr,
der ehem. Britische Verteidigungsminister Des Browne sowie
der stellvertretende russische Außenminister Sergei
Ryabkov und Under Secretary of State Ellen Tauscher (USA).
In den folgenden Tagen gab es Panels zu Afghanistan, Palästina,
zum „arabischen Frühling“, Indien und Pakistan
sowie eine Rede des stellvertretenden Vorsitzenden der Japanischen
Atomenergiebehörde zum Stand der Folgen der Nuklearkatastrophe
von Fukushima. Weitere Sprecher waren u.a. W. Ischinger, M.
Steiner, R. Gottemoeller, A.S. Zaeef, S. Rehman.
Die Tagung wurde in Zusammenarbeit mit der VDW und dem Auswärtigen
Amt sowie Oxfam und der Simons Foundation ermöglicht.
Götz Neuneck war als Mitglied des Pugwash Councils für
die Tagung verantwortlich, an der aus dem IFSH auch Michael
Brzoska, Wolfgang Zellner, Oliver Meier, Christian Alwardt,
Anne Finger und Katarzyna Kubiak teilnahmen. Ulrich Kühn
(IFSH) war vom AA für die Konferenzvorbereitungen eingestellt
worden.
Fotos
Rede Außenminister Westerwelle
 20. Juli 2011
7th International Student/Young Pugwash (ISYP) Conference
Am 24. Juni veranstaltete der Forschungsverbund Naturwissenschaft, Abrüstung und Internationale Sicherheit (FONAS) gemeinsam mit dem IFSH einen Workshop zum Thema „Wettrüsten im Cyberspace?“, in dem ca. 40 Teilnehmer aus Wissenschaft, Ministerien und der Praxis u.a. der Frage nachgingen, was unter Cyberwar zu verstehen ist und welche Begrenzungsmaßnahmen möglich sind. Die Experten analysierten dabei die aktuelle Situation bezüglich der möglichen Bedrohungen und der verschiedenen Reaktionsmöglichkeiten aus deutscher Sicht. Fünf Referenten, darunter auch aus dem Auswärtigen Amt und dem Verteidigungsministerium, hielten Vorträge. Die Veranstaltung war Teil des IFSH-Forschungsprojekts „Perspectives on Cyber War“, in dessen Rahmen Ende des Jahres auch ein internationaler Workshop in Kooperation mit UNIDIR geplant ist, der sich mit Vertrauensbildenden Maßnahmen befassen wird.

15. Juli 2011
Pugwash-Workshop „European Security and Co-operative Approaches to Arms Control“
Der Fortbestand der europäischen
Rüstungskontrollarchitektur ist in Gefahr. Um Lösungen
für die Blockade der Weiterentwicklung von Rüstungskontrollverträgen
insbesondere in Europa zu finden, trafen sich vom 6.-9. Juni
2008 in Potsdam zwanzig Experten und hochrangige Diplomaten
aus Deutschland, Italien, Griechenland, Großbritannien,
Polen, der Tschechischen Republik, der Türkei, den USA
und Russland. Schwerpunkte der Diskussion waren neben dem
suspendierten Vertrag über Konventionelle Streitkräfte
in Europa (KSE), der INF-Vertrag, die Raketenabwehr und die
Zukunft der von keinerlei Rüstungskontrollabkommen erfassten
sogenannten taktischen Nuklearwaffen. Mit Unterstützung
des IFSH und des Auswärtige Amts haben Götz Neuneck
und Wolfgang Zellner die Veranstaltung organisiert und geleitet.
 20. Juni 2011
Seminar zur Dual-use Technologiekontrolle
Am 16. und 17. Juni veranstaltete
das IFSH an der Landesvertretung Hamburg in Berlin ein Seminar
unter dem Titel „Zwischen Kontrolle und Kooperation:
Dual-Use, Technologietransfers und die Nichtverbreitung von
Massenvernichtungswaffen.“ Auf dem internationalen Workshop
diskutierten 30 Experten aus Wissenschaft und Politik wie
internationale Technologietransfers so gestaltet werden können,
dass die Gefahr der Verbreitung von nuklearen, biologischen
und chemischen Waffen begrenzt und zugleich der friedliche
Nutzen dieser Technologien gefördert werden kann. Die
auch von der Wirtschaftsabteilung des Auswärtigen Amts
unterstützte Veranstaltung war Teil eines von der Deutschen
Stiftung Friedensforschung geförderten Forschungsvorhabens
zur Technologiekontrolle.
 09. Juni 2011
Workshop zum Thema „Wettrüsten im Cyberspace?“
Am 24. Juni veranstaltete der Forschungsverbund Naturwissenschaft, Abrüstung und Internationale Sicherheit (FONAS) gemeinsam mit dem IFSH einen Workshop zum Thema „Wettrüsten im Cyberspace?“, in dem ca. 40 Teilnehmer aus Wissenschaft, Ministerien und der Praxis u.a. der Frage nachgingen, was unter Cyberwar zu verstehen ist und welche Begrenzungsmaßnahmen möglich sind. Die Experten analysierten dabei die aktuelle Situation bezüglich der möglichen Bedrohungen und der verschiedenen Reaktionsmöglichkeiten aus deutscher Sicht. Fünf Referenten, darunter auch aus dem Auswärtigen Amt und dem Verteidigungsministerium, hielten Vorträge. Die Veranstaltung war Teil des IFSH-Forschungsprojekts „Perspectives on Cyber War“, in dessen Rahmen Ende des Jahres auch ein internationaler Workshop in Kooperation mit UNIDIR geplant ist, der sich mit Vertrauensbildenden Maßnahmen befassen wird.
 09. Juni 2011
IFAR Workingpaper 16 und 17 veröffentlicht
Katarzyna Kubiak, CTBT HOLD-OUT STATES - Why did „the longest sought, hardest fought prize in arms control history” still not enter into force?, WP 16.
PDF-Datei
| 0,5 MB
Christian Alwardt, Wasser als globale Herausforderung. Die Ressource Wasser , WP 17.
PDF-Datei
| 0,9 MB

06. April 2011
Round Table: NATO-Russia Cooperation on BMD
Das EastWest-Institute in Brüssel veranstaltete am 30. März 2011 in
seiner Brüsseler Dependance einen Runden Tisch zum Thema "NATO-Russia
Cooperation on BMD: Political and Operational Considerations". Der
russische Botschafter Dimitry Rogozin, der zugleich Gesandter des
russischen Präsidenten für die Zusammenarbeit mit der NATO zur
Raketenabwehr ist, Robert G. Bell, Berater des US-NATO-Botschafters Ivo Daader und Roberto Zadra, stellv. Direktor des WMD-Zentrums der NATO, sowie Götz Neuneck gaben Statements zu den Kooperations-möglichkeiten von Russland und NATO ab. Aus Moskow war eine russische Expertengruppe angereist, an der auch die Designer des ABM-Abwehrsystems zum Schutz von Moskau Boris Vinogradov, Vladimir Morozow und Sergey Kurushkin teilnahmen. Die Runde war sich einig, dass bei genügendem politischen Willen eine Kooperation begonnen werden kann. Die Verhandlungen zwischen den USA und Russland dazu sind im Gange. Das Interesse des Publikums und das Medienecho waren sehr groß.
Ein Bericht zu der Veranstaltung findet sich hier.

21. März 2011
IFAR Workingpaper 15 veröffentlicht
Franziska Baumann, Die NVV-Überprüfungskonferenz 2010 - Ein erfolgreicher Schritt auf dem Weg zu Global Zero?
PDF-Datei
| 0,8 MB

11. März 2011
Vorträge in Frankfurt am Main und an der TU Dresden
Auf dem Jahrestreffen der Deutschen Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, hielt Götz Neuneck am 11. März 2011 in Frankfurt a.M. einen Vortrag über „Barack Obamas Vision einer atomwaffenfreien Welt und die Wirklichkeit atomarer Weiterrüstung.“ Zuvor hatte Sozialphilosoph und IPPNW-Vorstandsmitglied Horst-Eberhard Richter die Veranstaltung mit dem Festvortrag eröffnet. Vom 14.-18. März fand an der TU Dresden die Jahresveranstaltung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) mit über 7.000 Physikerinnen und Physikern statt. Götz Neuneck, leitete den Arbeitskreis Physik und Abrüstung, dessen wiedergewählter Sprecher er ist, und hielt einem Vortrag im Rahmen der Tagung „Physik im Kalten Krieg“ des Fachverbandes „Geschichte der Physik“, darüber hinaus nahm er an der dreitägigen Sitzung des Arbeitskreises Physik und Abrüstung teil. Der Max-von-Laue-Vortrag wurde vom Ombudsmann der DFG Prof. Siegfried Hunklinger (Universität Heidelberg) gemeinsam mit Jürgen Altmann (TU Dortmund) organisiert. Thema war „Redlichkeit in der Wissenschaft“.

08. März 2011
Götz Neuneck erhält 1. Preis des Fachbereichs Physik für die Spezialvorlesung „Naturwissenschaftliche Beiträge zur Friedensforschung“
Prof. Dr. Götz Neuneck, der seit 2002 im Wintersemester die Vorlesung „Naturwissenschaftliche Beiträge zur Friedensforschung“ konzipiert und gehalten hat, hat im Rahmen der Evaluierung des Fachbereichs Physik in der Kategorie „Spezialvorlesung“ für das Wintersemester 2010/2011 den ersten Preis erhalten. Diese Auszeichnung ist mit einem Forschungszuschuss von ca. 1000,- Euro verbunden. An der Vorlesung sind auch Prof. Martin Kalinowski, sowie Prof. Jürgen Scheffran, Dr. Irene Schwier und Dr. Iris Hunger beteiligt.

07. März 2011
Oliver Meier nimmt als Experte an der EASI teil
Oliver Meier nahm am 3. März als Experte an der Arbeitsgruppe über nicht-strategische Waffen der Euro-Atlantic Security Initiative (EASI) in Washington teil. Die EASI ist eine hochrangige Initiative, die unter dem Vorsitz von Wolfgang Ischinger, Igor Ivanov und Sam Nunn versucht, die Diskussionen über ein einheitliches euro-atlantisches Sicherheitssystem zu befördern. Die Arbeitsgruppe über nicht-strategische Atomwaffen wird auf einem zweiten Treffen im April in Brüssel Optionen für Fortschritte bei der Kontrolle dieser Atomwaffen kurzer Reichweite entwickeln.

22. Februar 2011
Andrei Zagorski stellt neue IFSH-Studie vor
Am 21. Februar stellte Andrei Zagorski seine neue Studie "Russia’s Tactical Nuclear Weapons: Posture, Politics and Arms Control" in der Landesvertretung Berlin vor. Auf der Veranstaltung brachte auch Götz Neuneck die Ergebnisse der IFAR-Studie zur Raketenabwehr in Europa dem Berliner Publikum nahe. Mehr als 30 Teilnehmer und Experten aus Regierung und Bundestag sowie von Botschaften, Forschungsinstituten und Medien diskutierten mit den beiden Autoren über Möglichkeiten, die Rüstungskontrolle in Europa voranzubringen. Einen Tag später, am 22. Februar 2011, wurden die Ergebnisse der IFSH-Studien zu den taktischen Nuklearwaffen und zur Raketenabwehr in Europa gemeinsam mit dem United Nations Institute for Disarmament Research (UNIDIR) im Palais des Nations, am Sitz der Vereinten Nationen in Genf vorgestellt. Kerstin Vignard, UNIDIR Project and Publication Chief, führte in die Thematik ein und stellte das Panel vor. Andrei Zagorski und Götz Neuneck trugen die Ergebnisse der Studien vor und Dr. Pál Dunay, Director of the International Training Course in Security Policy vom Genfer Centre for Security Policy (GCSP), kommentierte die Ergebnisse der Zagorski-Studie. Im Anschluss diskutierten etwa 50 Diplomaten und Experten mit dem Panel Möglichkeiten, bei der nuklearen Abrüstung weiter voranzukommen.
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Deutsche Zusammenfassung

20. Februar 2011
Möglichkeiten der deutsch-japanischen Kooperation in der Abrüstung
Oliver Meier diskutierte am 17. Februar mit Botschafter a. D. Nobuyasu Abe, Direktor des Center for the Promotion of Disarmament and Non-Proliferation am Japan Institute of International Affairs über Möglichkeiten die japanisch-deutsche Zusammenarbeit bei der nuklearen Nichtverbreitung und Abrüstung voranzubringen. Die Veranstaltung fand an der Botschaft Japans in Berlin statt und wurde von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik mit organisiert.

02. Dezember 2010
Präsentation der IFSH-Studie "Raketenabwehr in Europa?" der Hamburger Akademie der Wissenschaften
Am 23. November 2010 wurde im Rahmen einer Abendveranstaltung der Hamburger Akademie der Wissenschaften die 150-seitige Studie der Fachöffentlichkeit vorgestellt. Nach einer Einführung durch den Vizepräsidenten der Hamburger Akademie Prof. Cord Jakobeit, trug Prof. Götz Neuneck, Projektleiter der IFAR-Forschungsgruppe, die wesentlichen Ergebnisse vor. Nach dem NATO-Gipfel in Lissabon gilt Raketenabwehr als neues Kernelement des neuen Strategischen Konzeptes der NATO. Götz Neuneck und Roberto Zadra, Deputy Direktor des WMD Centers der NATO aus Brüssel, diskutierten die Ergebnisse. Dabei wurde deutlich, dass viele entscheidende Fragen einer Raketenabwehr für Europa noch offen sind, so die Architektur, die Funktionsfähigkeit und die Kosten. Die Veranstaltung war mit ca. 100 Teilnehmern sehr gut besucht.

29. November 2010
18. Amaldi-Konferenz der Akademien der Wissenschaften in Rom
Nach der 17. Amaldi-Konferenz 2008 am DESY in Hamburg, bei der IFSH und ZNF Mitveranstalter waren, fand die 18. Edoardo Amaldi-Konferenz von 4. bis 6. November 2010 in Rom im Stammsitz der Accademia Nationale dei Lincei statt. Über dreißig Teilnehmer aus den USA; Russland, China, Frankreich, Großbritannien, Brasilien und Italien behandelten wissenschaftliche Fragen in Bezug auf eine Welt ohne Atomwaffen. Götz Neuneck, der als Beauftragter der Union der Akademien der Wissenschaften auch an der Programmgestaltung beteiligt war, hielt einen Vortrag über die Aussichten von Global Zero und Raketenabwehr. Die Panofsky-Vorlesung hielt John Holdren, Direktor des Office of Science and Technology Policy des Weißen Hauses. Am Ende der Tagung gab der Staatspräsident der italienischen Republik einen Empfang für die Teilnehmer.

01. November 2010
Pugwash-Treffen in London
Am 23. und 24. Oktober 2010 fand in Farnham Castle bei London ein Pugwash-Treffen zum Thema "Nuclear Weapons, Weapons of Mass Destruction in the Middle East and Regional Security - the Task Ahead" statt, an dem auch Götz Neuneck teilnahm. Hochrangige Vetreter aus den USA, Großbritannien, Ägypten, Israel, Palästina, und der EU nahmen an dem zweitägigen Workshop teil, zur Vorbereitung der Konferenz im Jahre 2012, die helfen soll einen von Massenvernichtswaffen freien Mittleren Osten zu schaffen. Am 25. Oktober fand an der School of Oriental and African Studies" der University ol London ein eintägiger, öffentlicher Workshop zum gleichen Thema statt.

01. November 2010
Vortrag an der Universität Bremen
Auf Einladung des Akademischen Senats der Universität Bremen hielt Götz Neuneck am 27. Oktober 2010 einen Vortrag zum Thema: "Rüstungsforschung und Raumfahrt: wie dünn ist die Unterscheidung zwischen ziviler und militärischer Nutzung?". Im Anschluss wurden Fragen diskutiert, inwieweit die Universität Bremen nach erfolgreichen Jahren im Bereich Friedens- und Konversionsforschung, diese Tätigkeit in Zukunft fortsetzen kann. Der Rektor der Universität betonte, dass eine verstärkte Zusammenarbeit der Universität Bremen und der Universität Hamburg sehr wünschenswert ist. Der Dialog insbesondere auch in Bezug auf Weltraumtechnik soll fortgesetzt werden.

01. November 2010
Wohin mit der NATO?
Am 22. Oktober war Oliver Meier Panelist auf der Konferenz "Wohin mit
der NATO? Relikt des Kalten Krieges oder Instrument für den Frieden",
die von der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen im Reichstag
veranstaltet wurde. Er diskutierte mit dem ehemaligen NATO-Befehlshaber
General Egon Ramms sowie dem MdB Frithjof Schmidt auf einem Panel zur
Frage "Die zukünftige Rolle der NATO - kollektive Sicherheit und
Abrüstung". Auf der mit 400 Teilnehmern gut besuchten Veranstaltung trug
der Generalsekretär der NATO Anders Fogh Rasmussen zum neuen
strategischen Konzept der NATO vor.

08. October 2010
Seminar zur nuklearen Abschreckung in Ankara
Das IFSH war Mitveranstalter eines eintätigen Seminars zur Rolle der Türkei und der Zukunft der Abschreckung in der NATO am 4. Oktober in Ankara. Die Veranstaltung war Teil des von der William and Flora Hewlett Foundation unterstützten Projekts zur Reduzierung der Rolle von taktischen Atomwaffen. Entscheidungsträger, Diplomaten und Experten aus der Türkei und anderen NATO-Staaten diskutierten die Rolle von Atomwaffen in Südosteuropa sowie die Ausgestaltung des Abschreckungsdispositivs der Allianz vor dem Hintergrund der Diskussionen um ein neues Strategisches Konzept der NATO. Am 5. Oktober standen diese Themen auch im Mittelpunkt von Gesprächen einiger Teilnehmer im türkischen Parlament sowie im Auswärtigen Amt und im Verteidigungsministerium der Türkei. Im Anschluss reiste eine Abordnung der Veranstalter nach Brüssel, um an einem von der Friedrich-Ebert-Stiftung organisierten Runden Tisch zur Bedeutung der Nuklearwaffenpolitik der NATO für die europäische Sicherheit teilzunehmen und sich am NATO-Hauptquartier über das neue Strategische Konzept zu informieren.

19. Juli 2010
22nd International Summer Symposium on Science and World
Affairs in Hamburg
Seit 1989 veranstaltet die Union of Concerned Scientists
aus Boston einmal im Jahr mit befreundeten Instituten ein
Summer Symposium on Science and World Affairs, zu dem naturwissenschaftlich
orientierte, junge Nachwuchswissenschaftler aus verschiedenen
Ländern zu einem einwöchigen Kurs eingeladen werden.
In diesem Jahr trafen sich am Deutschen Elektronen Synchroton
(DESY) ca. 45 Interessierte, die zu Themen der nuklearen
Abrüstung, Rüstungskontrolle, Energie- und Weltraumsicherheit
Vorträge hielten und die Inhalte diskutierten. Zweck
der Summer School ist es, Experten zu diesen Themen in ihren
jeweiligen Heimatländern auszubilden, internationale
Kontakte zu knüpfen und ein Netzwerk aufzubauen. Gekommen
waren 11 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus China, 10 aus
Deutschland, 7 aus den USA, 5 aus Indien, je 3 aus Pakistan
und Russland sowie je einer aus Italien, Großbritannien
und Frankreich. Für IFAR² nahmen Christian Alwardt,
Kristian Kouros und Götz Neuneck teil. Christian Alwardt
organisierte das Treffen, das auch von DESY, dem ZNF und
der Carnegie Corporation unterstützt wurde.

16. Juli 2010
Runder Tisch zur Zukunft der Abschreckung
Die Frage nach einer glaubwürdigen Abschreckungsfähigkeit
der NATO sowie Möglichkeiten, die Rolle von Atomwaffen
in der europäischen Sicherheit zu reduzieren, standen
im Mittelpunkt eines zweitägigen Seminars,
das das IFSH gemeinsam mit dem polnischen Institut für
Internationale Beziehungen, der Arms Control Association
und dem British American Security Information Council am
5. und 6. Juli in Warschau veranstaltete. Die Veranstaltung
fand im Rahmen des von der William and Flora Hewlett Foundation
unterstützten Projekts
zur Reduzierung der Rolle von taktischen Atomwaffen statt
und brachte Experten und Entscheidungsträger vor allem
aus Zentral- und Osteuropa zusammen. Oliver Meier hielt
einen Vortrag über Möglichkeiten eines neuen Konsensus
zur Reduzierung der Rolle von Atomwaffen im neuen strategischen
Konzept der NATO.

16. Juli 2010
Deutsch-Japanisches Young Leaders Forum: Summer School in
Potsdam, Berlin und Wien
Das Japanisch-Deutsche Zentrum Berlin (JDZB) führt
vom 25. Juli bis zum 2. August, mit Unterstützung der
Robert-Bosch-Stiftung und beginnend in Potsdam eine Sommerschule
zum Thema „Nonproliferation and the Use of Nuclear
Power“ durch. Die wissenschaftliche Leitung haben
Götz Neuneck und Oliver Meier. Sechzehn Nachwuchskräfte
aus Japan und Deutschland können sich in Vorträgen
und Arbeitsgruppen über die aktuellen Probleme der
Thematik informieren. Unter den Referenten aus Japan und
Deutschland sind sowohl Akademiker als auch Praktiker aus
Ministerien, Wirtschaft und Medien. Zu dem Programm gehört
unter anderem eine öffentliche
Panel-Diskussion bei der Henrich-Böll-Stiftung,
ein Empfang des japanischen Botschafters, ein Termin im
Auswärtigen Amt sowie eine Podiumsdiskussion im Bundestag.
Die Gruppe beendet die Sommerschule mit einem Besuch in
Wien und Terminen bei der Internationalen Atomenergie-Organisation,
der Atomteststopp-Behörde sowie der deutschen und japanischen
UN-Mission. Die Teilnehmer erarbeiten einen deutsch-japanischen
Aktionsplan für nukleare Abrüstung, Nonproliferation
und Nuklear-energie, in dem u.a. die Gründung eines
deutsch-japanischen Abrüstungszentrums vor-geschlagen
wird.

16. Juni 2010
Götz Neuneck beim 26. Forum Globale Fragen
Am 15. Juni 2010 fand im Auswärtigen Amt das
26. Forum Globale Fragen statt. Außenminister Guido
Westerwelle eröffnete die Veranstaltung "Global
Zero - Herausforderungen auf dem Weg zu einer kernwaffenfreien
Welt" mit einer Rede, in der er nach dem Abschluss
der New Yorker Überprüfungskonferenz dafür
plädierte, die Chance für weitere Abrüstung
zu nutzen, damit die nächste Dekade zu einem Jahrzehnt
der Abrüstung" wird (http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Aussenpolitik/ForumGF/26-GF/100615-ForumGF-26-GlobalZero.html).
Drei Panels beschäftigten sich mit Einzelfragen von
Abrüstung und Rüstungskontrolle im Hinblick auf
Global Zero. Götz Neuneck referierte bei der eintägigen,
gut besuchten Veranstaltung im 2. Panel zur Proliferation
von ballistischen Raketen und Raketenabwehr.

11. Juni 2010
Key Note Speech von Götz Neuneck an der Universität Duisburg-Essen
Bei der feierlichen Eröffnungsveranstaltung der UN-Simulationstagung
"DuEMun IV - Ruhr Model United Nations" (http://www.duemun.de/)
hielt Götz Neuneck die Key Note Speech zum Thema "Proliferation
of Nuclear Weapons Technology". Kernpunkt war eine erste
Einschätzung der Ergebnisse der New Yorker Überprüfungskonferenz
des Nichtverbreitungsvertrages. Die Simulationstagung, an
der ca. 200 Studierende aus verschiedenen Ländern, darunter
China, Bangladesh und europäischen Staaten teilnahmen, findet
zum sechsten Mal an der Universität Duisburg-Essen statt.
Das Eröffnungspanel, William Moeller, Chief, Political-Military/External
Unit der US-Botschaft in Berlin; Prof. Dr. Christoph Zöpel,
ehemaliger Staatsminister im Auswärtigen Amt, und Götz Neuneck,
diskutierte – im Anschluss an die Willkommensgrüße des Prorektors
und Duisburger Bürgermeisters – allgemeine Abrüstungsfragen
mit dem Publikum.

07. Juni 2010
Vortrag von George Percovich zur Überprüfungskonferenz des
Nichtverbreitungsvertrages
Am Montag, den 31. Mai veranstaltete das IFSH in
Zusammenarbeit mit dem US-Konsulat in Hamburg einen Abendvortrag
von George Percovich zu den Ergebnissen der in der Vorwoche
zu Ende gegangenen Überprüfungskonferenz des Nichtverbreitungsvertrages.
George Percovich ist Vizepräsident für Studien
und Direktor des Nuclear Policy Program des Carnegie Endowment
for International Peace in Washington und Experte für
nukleare Abrüstung sowie Redenschreiber für den
jetzigen US-Vizepräsidenten Joe Biden. Götz Neuneck,
der als Experte der Deutschen Delegation an der Konferenz
teilgenommen hat, kommentierte die Ausführungen von
Perkovich. Eine erste Stellungnahme ist auf der IFSH-Homepage
unter diesem Link
zu finden. Einigkeit bestand darin, dass das Abschlussdokument
einen guten Rahmen für weitere Initiativen im Global-Zero-Prozess
darstellen kann.

02. Juni 2010
Aktuelle Stellungnahme
Götz Neuneck,Erklärung zum erfolgreichen
Abschluss der Überprüfungskonferenz des Nichtverbreitungsvertrags
in New York.
Link

18. Mai 2010
FDP-Fraktion: Expertenanhörung zum Iranischen Atomprogramm
Die FDP-Fraktion führte am 17. Mai 2010 im Deutschen
Bundestag in Berlin eine Experten-Anhörung zum Iranischen
Atomprogramm durch. Neben Götz Neuneck nahm daran Botschafter
Andreas Michaelis, der Beauftragte der Bundesregierung für
Nah- und Mittelostpolitik und Maghreb, sowie Walter Posch
von der SWP teil. Die Veranstaltung hatte durch den überraschenden
Vertrag zwischen Iran, Türkei und Brasilien bezüglich
der exterritorialen Aufarbeitung des iranischen Urans besondere
Aktualität gewonnen.

18. Mai 2010
Buchpräsentation: "South Asia at a Crossroads" in New York
und Washington D.C.
Die Herausgeber Subrata Ghoshroy und Götz Neuneck
stellten das gerade beim NOMOS-Verlag erschienene Buch "South
Asia at a Crossroads" - Conflict or Cooperation in
the Age of Nuclear Weapons, Missile Defense, and Space Rivalries
(Demokratie, Sicherheit, Frieden, Bd. 197), Baden-Baden
2010 in New York und Washington D.C. dem Fachpublikum vor.
Das 330-seitige Werk beruht auf einer Konferenz, die das
IFSH vor zwei Jahren gemeinsam mit dem MIT und der Bundesakademie
für Sicherheitspolitik (BAKS) in Berlin veranstaltet
hat.
In New York wurde das Buch in der deutschen UN-Vertretung
vorgestellt. Die Einführung hielt Botschafter Hellmut
Hoffmann, "Alternate Head" der deutschen Delegation
der zeitgleich stattfindenden NPT Review Konferenz. Als
Kommentator stand Prof. Dr. Richard Garwin, ein langjähriger
US-Regierungsberater und ehemaliges Mitglied des Presidential
Advisory Committee zu Verfügung.
Die Veranstaltung in Washington D.C. fand im US Institute
for Peace statt. Kommentatoren waren Michael Krepon, Gründungsdirektor
des Stimson Centers und Daryl Kimball, Executive Director
der Arms Control Association.
Jeweils ca. 30-40 Gäste von NGOs, State Department
und Think Tanks führten anschließend substantielle
Diskussionen zu den verschiedenen Themenkreisen des Buches.
In Washington schloss sich ein Empfang und TV-Interviews
an.

26. April 2010
New Publication
Subrata Ghoshroy/Götz Neuneck(eds), South Asia at
a Crossroads. Conflict or Cooperation in the Age of Nuclear
Weapons, Missile Defense, and Space Rivalries (Demokratie,
Sicherheit, Frieden, Bd. 197), Baden-Baden 2010, 330 S.,
ISBN 978-3-8329-5398-0.

30. März 2010
Neues Forschungsprojekt zur Abrüstung taktischer Atomwaffen
Das IFSH wird als Kooperationspartner der Arms Control
Association und des British American Security Information
Council in den nächsten zwölf Monaten ein von der Hewlett
Foundation finanziertes Projekt durchführen, das eine Herabsetzung
der Bedeutung von taktischen Atomwaffen in der europäischen
Sicherheit zum Ziel hat. Das Vorhaben soll insbesondere
dazu beitragen, in der NATO und in Russland die Voraussetzungen
für gemeinsame Schritte für eine Abrüstung taktischer Atomwaffen
zu schaffen und den Rückzug aller US-Atomwaffen aus Europa
zu ermöglichen.

28. März 2010
EU-Workshop zu Raketenproliferation
Am 25.und 26. März 210 fand in Wien der EU-Workshop
„Strengthening the Hague Code of Conduct (HCoC) against
Ballistic Missile Proliferation" statt, an dem Götz
Neuneck als eingeladener Experte teilnahm. Die „Fondation
pour la Recherche Stratégique“ aus Paris hatte
zehn Experten eingeladen, im Auftrag der EU Vorschläge
und Empfehlungen zur Stärkung des einzigen multilateralen
Regimes zur Verhinderung von Raketenproliferation vorzustellen
und zu diskutieren. Die Arbeiten, an denen IFAR beteiligt
ist, fußen auf der EU
Council Decision 2008/974/CFSP vom 18. Dezember 2008.
Mitglieder von über 40 Delegationen waren gekommen,
um erste Zwischenergebnisse zu diskutieren. 2010 sollen
noch ein Regionalworkshop und die Erstellung einer Studie
folgen.

27. März 2010
IFAR2 Vorträge zu nuklearer Abrüstung und Nichtverbreitung
in Warschau, Tokio, Brüssel und Hamburg
Am 25./26. März 2010 nahm Oliver Meier an einer
vom Pariser Institut der politischen Studien und dem Polnischen
Institut für Internationale Angelegenheiten gemeinsam
organisierten Seminar über „Perzeptionen der
nuklearen Abrüstung und Abschreckung in den neuen EU
Mitgliedstaaten“ in Warschau teil. Die Konferenz,
auf der unter anderem die Rolle von Kernwaffen im neuen
Strategischen Konzept der NATO diskutiert wurde, war vom
französischen Verteidigungsministerium unterstützt
und initiiert worden. Meier hielt ein Impulsreferat während
eines Roundtable zur Rolle der Allianz als Garant für
Sicherheit und Abschreckung für die zentral- und osteuropäischen
Staaten.
Am 8./9. März 2010 nahm Oliver Meier am japanisch-deutschen
Dialog zur Nichtverbreitung in Tokio teil, der von der Heinrich-Böll-Stiftung
und dem Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin in Zusammenarbeit
mit dem Japan Institute für International Affairs in
Tokio organisiert worden war. Er hielt einen Vortrag über
Perspektiven der japanisch-deutschen Zusammenarbeit in der
nuklearen Abrüstung und Nichtverbreitung. Sein Konferenzbeitrag
ist auf der Homepage der Heinrich-Böll-Stiftung erschienen.
Am 2./3. März 2010 nahm Meier als externer Referent
am Expertentreffen der Konferenz Europäischer Kirchen
zum Nuklearen Nichtverbreitungs-Vertrag (NVV) in Brüssel
teil und hielt ein Impulsreferat zur Rolle der Europäischen
Union auf der NVV-Überprüfungskonferenz im Mai
2010.
Am 8. Februar 2010 nahm Meier an einem Arbeitstreffen der
Atomteststoppkommission der Deutschen Physikalischen Gesellschaft
in Hamburg teil und hielt einen Vortrag zur Debatte über
eine Ratifikation des Teststopp-Abkommens in den USA.

22. März 2010
Debatten um NVV Überprüfungskonferenz in Warschau
Das „Polish Institute of International Affairs“
veranstaltete am 15. März 2010 in Warschau einen eintägigen
Workshop zum Thema „Members of the European Union
at the 2010 NPT Review Conference- How to achieve success?“,
an dem ca. 20 Vertreter aus den USA, Ägypten, Deutschland.
Großbritannien und Polen teilnahmen. In seiner Key
Note Speech informierte der ehemalige Außenminister
Polens und vormalige SIPRI-Direktor Adam Daniel Rotfeld
über die Debatte um das Strategische Konzept der NATO
und die Bemühungen um weitere Abrüstung. Götz
Neuneck referierte in der ersten Sitzung des Seminars über
„Global Zero, nuclear disarmament and its influence
on the Review Conference“.

22. März 2010
Vier IFAR-Vorträge bei der FPG-Frühjahrstagung in Bonn
Auf der 47. Frühjahrstagung der Deutschen Physikalischen
Gesellschaft in der Bonner Universität hielten vom
1.-19. März 2010 drei IFAR-Mitglieder Vorträge
im Rahmen der Sitzung „Physik und Abrüstung“.
Christian Alwardt sprach über den „Einfluss klimatischer
Veränderungen auf regionale Wasserhaushalte und die
hieraus möglicherweise resultierenden Konfliktpotenziale“,
während Hans Christian Gils erste Ergebnisse der Arbeiten
zu „US Missile Defense in and for Europe“ vorstellte.
Götz Neuneck schilderte die Probleme für die Strategische
Stabilität und für weitere nukleare Abrüstung
bei der Einführung umfassender Raketenabwehr und gab
einen Überblick über den Stand der Arbeiten der
Atomteststoppkommission.

22. März 2010
Fachgespräch in Berlin
Der Forschungsverbund Naturwissenschaft, Abrüstung
und internationale Sicherheit (FONAS) veranstaltete am 17.
März 2010 in der Landesvertretung Schleswig-Holstein
in Berlin ein Fachgespräch „Going to Zero ? –
Steps towards Nuclear Disarmament“. Nach einer Einführung
von Prof. Martin Kalinowski erläuterte Uta Zapf, die
Vorsitzende des Unterausschusses Abrüstung und Nichtverbreitung
des Bundestages die deutsche Position im Hinblick auf die
bevorstehende Überprüfungskonferenz. Drei Vortagende,
die auch an der darauf folgenden DPG-Tagung teilnahmen,
trugen zu aktuellen Rüstungskontrollfragen vor: Anatoly
Diyakov vom Moscow Institute of Physics and Technology sprach
über: „The START-Follow-up Agreement and the
Next Steps“. John Finney vom University College London
berichtete über „UK’s Initiatives for Multilateral
Nuclear Disarmament und Götz Neuneck sprach über
“Nuclear Disarmament to Low Numbers and Missile Defense”.

12. März 2010
Expertentreffen der Konferenz Europäischer Kirchen
Am 2. und 3. März 2010 nahm Oliver Meier als
externer Referent am Expertentreffen der Konferenz Europäischer
Kirchen zum Nuklearen Nichtverbreitungs-Vertrag (NVV) in
Brüssel teil und hielt ein Impulsreferat zur Rolle
der Europäischen Union auf der NVV-Überprüfungskonferenz
im Mai 2010.

22. Februar 2010
Raketenabwehrtagung in Wien
Nach der Neuorientierung der US-Raketenabwehrpläne
wird das Thema wieder vermehrt international diskutiert.
Götz Neuneck und Hans Christian Gils nahmen an zwei Tagungen
in Wien teil, die sich mit den technischen und politischen
Faktoren verschiedener regionaler Abwehrsysteme und der
globalen Raketenabwehr befassten. Hans Christian Gils hielt
auf der Raketenabwehrtagung des Bundesministeriums für Landesverteidigung
den ersten Vortrag zu seinem Simulationsprogramm MOD 5.
Am folgenden Tag nahm er zusammen mit Götz Neuneck an der
internationalen Tagung „Ballistic Missile Defense – Global
and Regional Dynamics“ teil, die in der Diplomatischen Akademie
am 18. und 19. Februar 2010 stattfand und von der International
Security Research Group der Universität Innsbruck organisiert
wurde. Ca. 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten
im Rahmen der Tagung die verschiedenen Ansätze und rüstungspolitischen
Implikationen der Raketenabwehr. Götz Neuneck hielt einen
Vortrag im Rahmen des Panel 3, das dem Thema „Missile Defense
and Missile Proliferation“ gewidmet war.

15. Februar 2010
UN-Seminar in Genf
Auf Einladung des Forschungsinstituts der Vereinten
Nationen UNIDIR, der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem Geneva
Centre for Security Policy nahm Götz Neuneck mit einem
Vortrag an dem zweitägigen Seminar REINFORCING DISARMAMENT:
COMBATING ILLICIT TRADE IN WEAPONS AND MATERIALS, ACTORS
– SYNERGIES – CHALLENGES im Genfer Palais den
Nations teil. Zuvor hatte Götz Neuneck am 29. Januar
2010 an einem Pugwash-Seminar an der Universität Mailand
teilgenommen, zu den Vortragenden gehörten u.a. Sergio
Duarte, Hans Blix und Jayantha Dhanapala, die Beiträge
zur Vorbereitung auf die NVV Überprüfungskonferenz
präsentierten.

15. Februar 2010
Historische Diskussion in der American Academy in Berlin
Am 3. Februar 2010 trafen sich in der American Academy
in Berlin die US-Gruppe („Gang of Four“) und
die Deutsche Gruppe, die in den vergangenen Jahre ihre Unterstützung
für den Vorschlag von U.S. Präsident Obama für
eine Welt ohne Atomwaffen ausgearbeitet und in Zeitungsbeiträgen
vorgestellt hatten. Teilnehmer der US-Gruppe waren: Henry
A. Kissinger, ehem. US-Außenminister; Samuel A. Nunn,
ehem. US Senator (D-GA) und Co-Chairman der Nuclear Threat
Initiative (NTI); William J. Perry, Ex-Verteidigungsminister
und George P. Shultz, ehem. US-Außenminister. Ihre
deutschen Gesprächspartner waren: Hans-Dietrich Genscher,
Ex-Außenminister; Helmut Schmidt, Bundeskanzler a.D;
Richard von Weizsäcker, ehem. Bundespräsident.
Egon Bahr, Bundesminister a.D. und vormaliger Direktor des
IFSH war leider krankheitsbedingt verhindert. Götz
Neuneck , der Egon Bahr zu dem Zeitungsbeitrag angeregt
hatte, war unter den ca. 100 Ehrengästen.

15. Dezember 2009
Workshop zur Raketenabwehr in Zusammenarbeit mit der Hamburger
Akademie der Wissenschaften
15. Dezember 2009 führte IFAR² in Zusammenarbeit
mit dem Forum für Friedensforschung der Hamburger Akademie
der Wissenschaft und der Deutschen Amaldi-Gruppe im Magnus-Haus
der Deutschen Physikalischen Gesellschaft in Berlin einen
eintägigen Workshop zum Thema „Raketenabwehr
in Europa“ durch. Hintergrund bildet eine Studie zu
dem Thema, die von dem Forum für Friedensforschung
der Hamburger Akademie der Wissenschaften in Auftrag gegebenen
wurde. Zwanzig Teilnehmer, darunter Prof. Cord Jakobeit
und Prof. Michael Brzoska, diskutierten die Zwischenergebnisse
der Studie, die von Prof. Götz Neuneck, Dipl.-Phys.
Hans Christian Gils und Dr. Jan Stupl vorgetragen wurden.
Eingeführt hatte in die Problematik Dr. David Wright,
Ko-Direktor des Global Security Programme der Union of Concerned
Scientists, der aus Boston angereist war und neuste Entwicklungen
aus den USA in seinen Vortrag einfließen lassen konnte.

15. Dezember 2009
Verstärkte Pugwash-Aktivitäten zur globalen Abrüstung
Die bevorstehende Überprüfungskonferenz des Nichtweiterverbreitungsvertrags
im Mai 2010 führt vor dem Hintergrund der Global-Zero-Debatte
vermehrt zu Aktivitäten auch auf internationaler Ebene.
Vom 20.-21. November 2009 fand in Peking der zweitägige
Workshop „Strengthening the International Non-Nuclear Non-Proliferation
Regime: Promoting a Successful NPT Review Conference” statt,
der von der Chinese People’s Association for Peace and Disarmament,
den Pugwash Conferences on Science and World Affairs und
dem Institute of Applied Physics and Computational Mathematics
organisiert worden war. Drei Präsidenten vergangener NVV-Konferenzen
sowie ca. 60 Teilnehmer aus China, den USA und Europa, darunter
Götz Neuneck, nahmen an der Veranstaltung teil. Götz Neuneck
traf des Weiteren am 8. Dezember 2009 in London den ehemaligen
US-Verteidigungsminister Des Browne, der Vorsitzender einer
hochrangigen Parlamentariergruppe im britischen Parlament
ist, die für multilaterale nukleare Abrüstung eintritt,
und hielt am 11. Dezember in Utrecht einen Vortrag zur den
Aussichten für eine Welt ohne Nuklearwaffen.

25. Oktober 2009
Besuch des Pugwash-Präsidenten in Berlin
Götz Neuneck begleitete vom 22.-24. Oktober
2009 den ehemaligen VN-Untergeneralsekretär und jetzigen
Pugwash-Präsidenten Jayantha Dhanapala zu Vorträgen
bei der DGAP, dem Auswärtigen Amt und zum Festvortrag
der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler e.V. in der Berlin-Brandenburgischen
Akademie der Wissenschaften. Gemeinsam mit dem Physiker
Frank von Hippel, Professor of Public and International
Affairs bei der Woodrow Wilson School (Princeton University/New
Jersey) nahm Dhanapala an der Arbeitsgruppe „Chancen
und Risiken für nukleare Abrüstung“ teil,
die Götz Neuneck organisiert und geleitet hat. Die
Arbeitsgruppe trat im Rahmen eines Kongresses der Deutschen
Physikalischen Gesellschaft (DPG) und der VDW in der Urania
in Berlin zusammen.

14. Oktober 2009
Vorträge über Nukleare Abrüstung und Raketenabwehr in Marburg
und Hamburg
Götz Neuneck hielt auf Einladung der UN Society
Marburg am 5. November 2009 einen Vortrag zum Thema: "Eine
Welt ohne Atomwaffen: Aussichten für nukleare Abrüstung
und eine atomwaffenfreie Welt". Die Veranstaltung wurde
von interessierten Studenten organisiert und Götz Neuneck
wurde zu Beginn der Veranstaltung von Oberbürgermeister
Egon Vaupel und Bürgermeister Dr. Franz Kahle begrüßt.
Zum Thema "Obamas Entscheidung zur Raketenabwehr und
der Iran" hielt Götz Neuneck am 11. November in
der Bucerius-Law-School in Hamburg ebenfalls einen Vortrag
im Rahmen des Studium Generale.

29. September 2009
Aktuelle Stellungnahme von Oliver Meier zur iranischen Atompolitik
Nach der Aufdeckung einer zweiten iranischen Anreicherungsanlage
– Was hat sich dadurch im Atomstreit geändert?
Welche Lösungsansätze gibt es? . Link

24. September 2009
Götz Neuneck, Nuklearwaffenfreie Welt?
Götz Neuneck analysiert in seinem Beitrag "Globalizing
Nuclear Zero: Is a World wihout Nuclear Weapons Really Attainable?"
die diversen Meinungsbeiträge für eine Nuklearwaffenfreie
Welt (Global Zero), beschreibt die augenblicklichen Rüstungskontrollherausforderungen
und erläutert die Schritte hin zu einer Welt ohne Nuklearwaffen.
Der Beitrag ist in der neusten Ausgabe von Internationale
Politik und Gesellschaft (4/2009) erschienen. Link

21. September 2009
Diskussion im Auswärtigen Amt
Auf Einladung der Rüstungskontrollabteilung
des Auswärtigen Amtes diskutierte Götz Neuneck
am 16. September 2009 mit den Stipendiaten des UN Disarmament
Fellowship Programme 2009 aktuelle Fragen der nuklearen
Abrüstung in Berlin. Themen war die Zukunft des Nichtverbreitungsvertrages,
das Atomprogramm des Iran und die Einbeziehung der De-facto-Kernwaffenstaaten.

21. September 2009
20 Jahre IFHV
Mit einer wissenschaftlichen Tagung feierte das Institut
für Friedenssicherungsrecht und humanitäres Völkerrecht
(IFHV) an der Ruhr-Universität Bochum seinen 20. Geburtstag.
Thema des zweitägigen Symposiums war "60 Jahre Genfer
Abkommen -- Eine Rechtsordnung vor neuen Herausforderungen".
Neben dem Gründungsdirektor Prof. em. Dr.Dr.h.c.mult.
Knut Ipsen nahmen u.a. Prof.em. Michael Bothe, Richter Dr.
h.c. Hans-Peter Kaul und Prof. Dr. Thilo Marauhn an der
Tagung teil. Götz Neuneck, stv. Wissenschaftlicher
Direktor des IFSH, hielt einen Vortrag zum Thema "Neue Waffen
für Neue Kriege?" und überbrachte dem langjährigen
Kooperationspartner des IFSH die Geburtstagsglückwünsche
des Instituts.

14. September 2009
Workshop Fernerkundung und Verifikation
Das IFSH veranstaltete gemeinsam mit dem Carl Friedrich
von Weizsäcker-Zentrum für Naturwissenschaft und
Friedensforschung (ZNF) und der Forschergruppe „Verifikation
und Monitoring“ am 10. September einen eintägigen
Workshop zum Thema „Luft- und raumgestützte Fernerkundung
zur Verifikation, Prävention, Frühwarnung und
Sicherheitsvorsorge“. Ziel dieses Impulsworkshop war
es, den technologischen Stand der weltraum- und bodengestützten
Fernerkundung zu verstehen, verschiedene Nutzergruppen zusammenzuführen
und unterschiedlicher Anwendungen auszuloten. Neben Vertretern
der Luft- und Raumfahrtindustrie wie Astrium (München)
und OHB (Bremen), der Universität Hamburg, der TU Freiberg
und der TU Harburg hielten auch Vertreter des EU-Satellitenzentrums
Torrejon/Madrid, der Bundespolizei und des Bundeskriminalamts
Vorträge zu den verschiedenen Themenbereichen „Verifikation,
Konfliktprävention und Sicherheitsvorsorge“.
Download
Program

30. Juli 2009
Gastkommentar im Tagesspiegel
Oliver Meier (IFSH/IFAR) meldet sich mit einem Gastkommentar
zur nuklearen Teilhabe Deutschlands im "Tagesspiegel"
vom 30.07.09 zu Wort: "Wozu brauchen wir Atomwaffen?
Barack Obama weiß es längst: Deutschlands nukleare
Teilhabe gefährdet die weltweite Abrüstung."
Link

28. Juni 2009
EU-Workshop über Raketenproliferation
Auf Einladung der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft
fand am 26. Juni 2009 in Prag ein EU-Workshop mid dem Titel
"Enhancement of the Hague Code of Conduct (HCoC) against
Ballistic Missile Proliferation" statt. Fünfzig
Teilnehmer, darunter 28 Delegationen von Unterzeichnerstaaten
sowie Delegationen und Teilnehmer aus Libyen, Mexiko und
der Slowakei diskutierten über mögliche Verbesserungen
dieses Non-Proliferationsregimes, das die Weiterverbreitung
von Raketentechnologien verhindern soll. Die Raketentests
Nordkoreas und Irans haben eindringlich vor Augen geführt,
dass Raketen noch nicht Bestandteil der internationalen
Rüstungskontrolle geworden sind. Götz Neuneck
nahm als deutscher Teilnehmer daran teil. IFAR ist an einer
EU-Projekt beteiligt, dass im Rahmen einer Joint Action
der Europäischen Union den HCoC stärken und neue
Trends bei der Verbreitung von Raketentechnologien und ihre
Einhegung aufzeigen soll. Das Projekt wird von der Foundation
pour la Recherche Stratégique (FRS), Paris, koordiniert,
mit der IFAR kooperiert.

10. Juni 2009
Staatsminister Erler stellt Rüstungskontrollband vor
In Vertretung von Außenminister Steinmeier
hielt Staatsminister Gernot Erler am 9. Juni 2009 in Berlin
eine Rede zur Zukunft der Rüstungskontrolle. Hintergrund
war ein Empfang aus Anlass des „Hochrangigen Treffens
zur Zukunft der konventionellen Rüstungskontrolle in
Europa“, bei dem eine IFSH-Publikation gleichnamigen
Titels vorgestellt wurde. Staatsminister Erler sagte: „Daher
danke ich Ihnen allen, als Regierungsvertreter aus mehr
als vierzig Staaten, dass Sie der Einladung des deutschen
Außenministers zu diesem informellen Treffen zur Zukunft
der konventionellen Rüstungskontrolle in Europa gefolgt
sind! Begleitend zu diesem Treffen haben das IFSH –
Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik
der Universität Hamburg – unter der Leitung von
Prof. Götz Neuneck und Dr. Wolfgang Zellner sowie die
HSFK – Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
– unter Leitung von Dr. Hans-Joachim Schmidt, im NOMOS-Verlag
einen – nach Schwere und Bedeutung gewichtigen, über
500 Seiten umfassenden – Band in deutsch und englisch
zur Zukunft der konventionellen Rüstungskontrolle in
Europa herausgegeben. Mein Dank und meine Anerkennung gilt
auch allen, die zum Gelingen des begleitenden Buches beigetragen
haben. Wissenschaftler und Praktiker aus dem In- und Ausland,
mit zum Teil jahrzehntelanger Erfahrung in der Abrüstungs-
und Rüstungskontrolle, beleuchten darin den schwierigen
Prozess der Rüstungskontrolle und stellen einige wesentliche
Etappenziele vor ... Ich bin überzeugt, dass das Buch
die Diskussion über die zukünftige konventionelle
Rüstungskontrolle in Europa befördern wird.“
In dem Band analysieren 24 Experten aus den USA, Russland
und weiteren europäischen Staaten die aktuelle Rüstungskontrollsituation
und legen Vorschläge zur Überwindung der gegenwärtigen
Blockade vor.
Der Redetext findet sich unter:
Link

23. April 2009
Pugwash-Jahrestagung: Gerechtigkeit, Frieden, Abrüstung
Vom 17.-20. April fand in Den Haag die 58. Jahrestagung
der „Pugwash Conferences on Science and World Affairs”
statt. Oliver Meier und Götz Neuneck, der Mitglied
im Executive Committee und im Pugwash Council ist, nahmen
an der Veranstaltung teil, die hochrangige Teilnehmer verzeichnen
konnte, so u.a. die ehemaligen Verteidigungsminister William
Perry (USA), Malcom Rifkind (UK) und Joris Voorhoeve (NL)
sowie Ruud Lübbers, Hans Blix und die Chefankläger
Luis Moreno-Ocampo und Richard Goldstone. Götz Neuneck
führte den Vorsitz des Panels “The Non-Nuclear
Weapons States and Nuclear Disarmament” an dem der
Direktor des WMD-Zentrums Wa´el El Assad (Jordanien),
der norwegische Staatssekretär Espen Barth-Eide und
der iranische Botschafter Reza Ziaran teilnahmen. Die Veranstaltung
war sehr gut besucht und führte insbesondere Teilnehmer
aus Konfliktländern wie Afghanistan, Pakistan, Indien
und dem Mittleren Osten zusammen. Auch eine Delegation aus
Nordkorea war gekommen.
Webside
der Konferenz

23. April 2009
Forum: Neues Momentum für nukleare Abrüstung
Die Friedrich-Ebert-Stiftung veranstaltete am 22.
April in ihrer Zentrale in Berlin einen Workshop über
die internationale Debatte um die Revitalisierung der nuklearen
Rüstungskontrolle nach der Rede von US-Präsident
Obama in Prag. In mehren Vorträgen und Panels wurden
die Perspektiven aus der Sicht verschiedener Schlüsselstaaten
beleuchtet. Götz Neuneck leitete das Panel “In
Search of a Common Vision“, an dem Baroness Shirley
Williams, Beraterin von Premierminister Gordon Brown (UK),
Xia Liping von der Tongji Universität, Shanghai, Rajesh
Rajagopalan von der J. Nehru University, Neu-Delhi, und
Botschafter Nabil Fahmy, Ägypten, teilnahmen.

21. April 2009
Vortrag vor dem Unterausschuss für Rüstungskontrolle
und Abrüstung
Auf Einladung von Uta Zapf, der Vorsitzenden des
Unterauschusses für Rüstungskontrolle und Abrüstung
des deutschen Bundestags hielt Götz Neuneck am 22.
April einen Vortrag zum Thema „Möglichkeiten für
Rüstungskontrolle im Weltraum“. Die Sitzung wurde von
Hans Raidel, MdB, geleitet. Die gut besuchte Runde kam zu
dem Ergebnis, das weiterer Diskussions- und Forschungsbedarf
auf diesem von der Rüstungskontrolle vernachlässigtem
Feld besteht und in Zukunft angegangen werden soll.

3. Februar 2009
IFAR-Vorträge bei der Middle Power-Initiative
Am 28. und 29. Januar 2009 fand in Berlin das Artikel-VI-Forum
der Middle Power-Initiative (MPI) statt. Die MPI (www.middlepowers.org),
die von acht internationalen Nichtregierungsorganisationen
gegründet wurde, hat das Ziel durch Foren und Informationen
zur Reduzierung der nuklearen Arsenale beizutragen, die
im Artikel VI des Nichtverbreitungsvertrages festgeschrieben
ist. Staatsminister Gernot Erler eröffnete die Veranstaltung
(Rede
Erlers). Oliver Meier hielt einen Vortrag im Panel II
"Resolving Challenges to the Non-Proliferation Regime",
während Götz Neuneck das Panel I "US-Russian
Security Realionship" leitete. Ca. 100 Teilnehmer,
darunter hochrangige Diplomaten aus Berlin, Genf und New
York nahmen ebenso an der Veranstaltung teil wie Fachleute
und NGOs.

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