Projekte
Die Reduzierung der Bedeutung taktischer Nuklearwaffen in Europa
Ziel dieses Projektes ist es, die Bedeutung und Anzahl taktischer
Nuklearwaffen in Europa zu reduzieren. Das Vorhaben steht
daher im Kontext vielfältiger Bemühungen, die Bedeutung
nuklearer Waffen in Europa zu verringern. Der Abzug aller
amerikanischen Nuklearwaffen aus Europa soll dabei im Einvernehmen
aller Verbündeten im Kontext der Überprüfung
des strategischen Konzepts der NATO vorangetrieben werden.
Dabei wird davon ausgegangen, dass eine Entscheidung aber
das Resultat einer gemeinsamen Entscheidungsfindung sein muss,
die die Sicherheit aller europäischen Staaten vergrößert.
Das Projekt wird von der William and Flora Hewlett Stiftung
gefördert und ist ein Gemeinschaftsprojekt des IFSH
in Kooperation mit der Arms Control Association (ACA )und
dem British American Security Information Council (BASIC).
Projektaktivitäten beinhalten die Durchführung
von Runden Tischen in zentralen NATO-Staaten, Veröffentlichungen,
die Beratung von Parlamentariern sowie die Unterstützung
von Delegationen prominenter ehemaliger und aktiver Regierungsmitglieder,
mit dem Ziel Politikempfehlungen für den Abbau taktischer
Atomwaffen zu entwickeln.
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Bearbeiter: Dr. Oliver Meier, Anne Finger
Förderinstitution: William and Flora Hewlett Stiftung
Laufzeit: seit März 2010

Nicht-integrative Rüstungskontrolle
Im Rahmen des Forschungsprojekts " Nicht-integrative
Rüstungskontrolle " wird untersucht, welchen Einfluss
neue, sogenannte nicht-integrative Ansätze zur Kontrolle
von MVW auf Regimebildung, Regimeeffektivität und Regimewandel
in der Rüstungskontrolle haben. Das Projekt will u.a.
herausfinden, wie stabil und effektiv solche Ansätze
sind bzw. sein können. Analysiert werden vor allem neuere
Entwicklung in der Rüstungskontrolle wie die „Proliferation
Security Initiative“ zur Bekämpfung des Handels
mit MVW sowie Diskussionen um eine Reform der Kontrolle von
nuklearen Brennstoffkreisläufen im Rahmen des NVV und
die Resolution 1540 des VN-Sicherheitsrats. IFAR veranstaltete
im Januar 2008 einen Workshop; ein Tagungsband ist in Vorbereitung.
Externe Kooperation mit Prof. Christopher Daase, LMU.
Bearbeiter: Dr. Oliver Meier
Förderinstitution: Fritz Thyssen Stiftung, Deutsche Stiftung
Friedensforschung (Workshop)
Laufzeit: 2005-2008

Erosion des Atomwaffensperrvertrags
Das Projekt dient der laufenden Beobachtung und Analyse der
Aktivitäten der „neuen“ Atomwaffenstaaten
sowie der Staaten mit proliferationsrelevanten zivilen Nuklearprogrammen,
darüber hinaus wird die Fortentwicklung der nuklearen
Abrüstung unter natur- und sozialwissenschaftlichen Aspekten
untersucht. Die Beteiligung an internationalen Konferenzen
und Netzwerken, die dem Dialog mit Wissenschaftlern aus relevanten
Staaten dient, ist ein wichtiger Bestandteil der Projektarbeit.
Externe Kooperation mit Prof. Dr. Martin Kalinowski, ZNF und
Dr. Geoffrey Forden, MIT.
Bearbeiter: Prof. Dr. Götz Neuneck, Prof. Dr. Michael
Brzoska und Dr. Oliver Meier
Finanzierung: IFSH
Laufzeit: 2005-2010

Dual-Use, Technologietransfer
und Nichtverbreitung bei MVW
Das Projekt beschäftigt sich mit den Auswirkungen von
Technologietransfers auf die Bemühungen um die Nichtverbreitung
von Massenvernichtungswaffen. Ziel des Vorhabens ist es, herauszuarbeiten
unter welchen Bedingungen Maßnahmen zur Förderung
bzw. Kontrolle von Technologietransfers die Legitimität
von Regimen zur Kontrolle von atomaren, biologischen und chemischen
Waffen fördern oder beeinträchtigen. Dabei soll
insbesondere untersucht werden, welche Änderungen in
der Haltung von Industrie-, Schwellen-, und Entwicklungsländern
nach dem 11. September 2001 eingetreten sind. Die Ergebnisse
werden in Workshops mit Entscheidungsträgern diskutiert
und in einer Monographie publiziert.
Bearbeiter: Prof. Dr. Götz Neuneck, Dr. Oliver Meier
Förderinstitution: Deutsche Stiftung Friedensforschung
Laufzeit: 2008-2010
Weltraumpolitik, Space Surveillance und
präventive Rüstungskontrolle
Das Projekt dient der Beobachtung der Entwicklung der militärischen
wie zivilen Weltraumpolitik der USA, Russlands, Chinas und
der Umsetzung der European Space Policy (ESP). Unter technisch-naturwissenschaftlichen
Aspekten werden Fähigkeiten bestehender und geplanter
Weltraum-Infrastruktur analysiert und politischen Wahrnehmungen
und Konzeptionen gegenübergestellt. Besonderer Schwerpunkt
liegt dabei auf den Interessen, Programmen und Initiativen
vier nationaler Akteure: Großbritannien, Frankreich,
Italien und Deutschland. Darüber hinaus werden EU/ESA-Weltraumaktivitäten
und -Programme ihrer Mitgliedstaaten im Hinblick auf rüstungskontrollpolitische
Ansätze untersucht und Empfehlungen für kohärentes
europäisches Vorgehen entwickelt. Naturwissenschaftliche
Komponenten sind die Analyse von Weltraumwaffen, Untersuchungen
über die Verwundbarkeit von Satelliten und die Verbesserung
von Space Surveillance. Die Studien werden am IFSH, am European
Space Policy Institute in Wien, in Brüssel und Paris
(u.a. ESA) sowie am Space Policy Institute (George Washington
University, Washington DC) und am Massachusetts Institute
of Technology (MIT, Boston) durchgeführt.
Bearbeiter: Prof. Dr. Götz Neuneck, Dr. Marcel Dickow,
Dipl.-Phys. Christian Alwardt
Finanzierung: IFSH, Volkswagenstiftung, Hannover
Laufzeit: 2000-2009

Missile Defense und
ihre rüstungskontrollpolitischen Implikationen
In diesem Projekt werden Raketenabwehrsysteme sowohl hinsichtlich
wissenschaftlich-technischer Aspekte als auch in Bezug auf
politische Problemlagen und Implementierungsfragen analysiert.
Die Konsequenzen der Einführung von Technologien oder
Militärsystemen werden herausgearbeitet und Möglichkeiten
für rüstungskontrollpolitische Maßnahmen,
insbesondere aus europäischer Sicht werden diskutiert.
Förderinstitution: Eigenmittel, z.T. Auswärtiges
Amt
Laufzeit: 2000-2009
Bearbeiter: Prof. Dr. Götz Neuneck, Dipl.-Phys. Christian
Alwardt, Dipl.-Phys. Jan Stupl, Hans Christian Gils
Entwicklung im Sektor Unmanned Aerial Vehicle/Cruise
Missiles
Funktionsprinzipien, Einsatzoptionen und die Weiterverbreitung
von Unbemannten Flugkörpern (UAVs) und Cruise Missiles
stehen im Mittelpunkt dieses Projekts. Neben den Auswirkungen
solcher Systeme auf die moderne Kriegsführung sind die
Nutzung solcher Systeme durch substaatliche Akteure und die
Einhegung von UAVs durch Rüstungskontrollmaßnahmen
Gegenstand der Analysen. Das Gesamtprojekt dient der Beratung
des Deutschen Bundestags in der Beurteilung von Trends und
Folgen der zunehmenden militärischen Nutzung unbemannter
Systeme (UMS), insbesondere unbemannter Flugkörper, aber
auch von Robotern und anderen Systemen. Das IFSH trägt
mit Analysen zur wirtschaftlichen Bedeutung von UMS, zu Aussichten
für zivile Nutzungen sowie zu Auswirkungen und Chancen
von Rüstungskontrolle zum Gesamtprojekt bei. Die an der
Studie beteiligten Kooperationspartner sind Dr. Jürgen
Altmann, Universität Dortmund und Prof. Dr. Thilo Marauhn,
Universität Gießen. Förderinstitution:
Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen
Bundestag (TAB)
Laufzeit: 2003-2008
Bearbeiter: Prof. Dr. Götz Neuneck, Prof. Dr. Michael
Brzoska, Dipl.-Phys. Christian Alwardt
Die EU als Rüstungskontrollakteur
Die Europäische Union hat unter dem Eindruck des Irak-Krieges
eigene sicherheitspolitische Grundsätze erarbeitet.
Auf dem Sektor der Rüstungskontrolle und Abrüstung
ist die EU schon länger tätig. In dem Projekt
sollen zum einen das Verhältnis von Rüstungskontrolle
und Strategieentwicklung, zum anderen die Möglichkeiten
für neue Rüstungskontrollinitiativen in und um
die EU herausgearbeitet werden.
Förderinstitution: Eigenmittel
Laufzeit 2004-2005
Bearbeiter: Prof. Dr. Michael Brzoska, Prof. Dr. Götz
Neuneck, Dr. Oliver Meier
Kontrolle konventioneller
Rüstungstransfers
Aufgabe des Projekts ist die Analyse ausgewählter Rüstungsexportkontrollregime
(insbesondere Code of Conduct der Europäischen Union),
vorgeschlagener neuer Vertragssysteme (Arms Trade Treaty)
sowie der Effektivität von Waffenembargos. Die Ergebnisse
werden als wissenschaftliche Aufsätze in Zeitschriften
(European Foreign Affairs Review, Peace Economics und Peace
Studies) und Sammelbänden veröffentlicht und fließen
in die Beratung ein (z.B. United Nations Institute for Disarmament
Research, Genf; Small Arms Survey, Genf, Auswärtiges
Amt). Externe Kooperation mit Marc Bromley, SIPRI, Schweden
und Clara Portela, European University Institute, Italien.
Förderinstitution: Eigenmittel
Laufzeit: 2006-2010
Bearbeiter: Prof. Dr. Michael Brzoska
Klimawandel und Sicherheit
In dem Projekt sollen lokale und regionale Auswirkungen
von Klimawandel mit Sicherheitsrelevanz, Fragen globaler
Umweltgerechtigkeit und deren Auswirkungen auf Sicherheitsfragen,
die sicherheitspolitischen Aspekte von Maßnahmen gegen
den Klimawandel, insbesondere im Bereich der Nuklearenergie,
und die Analyse des öffentlichen Diskurses zu Sicherheit
und Klimawandel untersucht werden. Externe Kooperation mit
Prof. Dr. Martin Kalinowski, ZNF, Prof. Dr. Marin Claussen,
MPI für Meteorologie und Institut für Meteorologie
der Universität Hamburg, Prof. Dr. Jürgen Oßenbrügge,
Institut für Geographie der Universität Hamburg
und Prof. Dr. Cord Jakobeit, Institut für Politische
Wissenschaft der Universität Hamburg.
Förderinstitution: IFSH, DFG (über Exzellenzcluster)
Laufzeit: 2007-2011
Bearbeiter: Prof. Dr. Michael Brzoska, Prof. Dr. Götz
Neuneck

Implikationen und technische
Möglichkeiten von Airborne Laser Systemen
Als Teil des Forschungsfeldes zur Raketenabwehr werden insbesondere
die Funktionsprinzipien und die technische Realisierbarkeit
des Airborne Lasers und weiterer Hochenergielaser untersucht.
Damit einher gehen Analysen der militärstrategischen
und politischen Problemlagen, die mit der möglichen
Einführung von Laser-Systemen verbunden sind. Des Weiteren
wird die Wirkung von Hochenergie-Lasern auf mögliche
Ziele (Rakete, Satelliten etc.) mit naturwissenschaftlichen
Mitteln untersucht.
Förderinstitution: Doktorandenprogramm IFSH, Berghof-Stiftung,
Eigenmittel
Laufzeit: 2004 - 2008
Bearbeiter: Dipl.-Phys. Jan Stupl
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