Archiv 2007

30. Dezember 2007
EU Wahlbeobachtung in Kenia
Vom 20.-30. Dezember 2007 war Marietta König
als Kurzzeitwahlbeobachterin für die EU in Kenia
tätig. Die Mission war eingesetzt worden, um
die Allgemeinen Wahlen (d.h. Präsidentschafts-,
Parlaments- und Stadtparlamentswahlen) am 27. Dezember
2008 zu beobachten. Frau König war innerhalb
des Kiambaa-Gebiets für den mehrheitlich von
der Bevölkerungsgruppe der Kikujus bewohnten
Githinguri-Bezirk ca. 30 km nordwestlich von Nairobi
zuständig. Ihre Aufgaben bestanden darin, den
Wahlprozess zu beobachten, der Öffnung und Schließung
eines Wahllokals beizuwohnen und die Arbeit der Bezirkswahlkommission
zu verfolgen. Während im Laufe des Wahltags nur
kleinere Unregelmäßigkeiten protokolliert
wurden, erwies sich die Erfassung der Ergebnisse speziell
für die Präsidentschaftswahlen als problematisch.
Auch nach mehr als zwölf Stunden Wartens blieben
die meisten EU-Wahlbeobachter ohne Endergebnisse.
Bereits einen Tag nach den Wahlen wurde über
erste blutige Zusammenstöße zwischen Anhängern
des offiziell wiedergewählten Mwai Kibaki, eines
ethnischen Kikuju, und Parteigängern seines stärksten
Konkurrenten Raila Odinga, einem ethnischen Luo, berichtet.

21. Dezember
2007
Christian Mölling, langjähriger IFAR-Mitarbeiter
und VW-Stipendiat wechselt im neuen Jahr an die ETH
Zürich. Er übernimmt die Position eines Senior Research
Fellows am Center for Security Studies, Er wird hier
zuständig sein für Fragen der Rüstungskontrolle/Nonproliferation,
der Streitkräftetransformation und der internationaler
Verteidigungspolitik. Das IFSH dankt für seine jahrelange
gute Mitarbeit und wünscht ihm alles Gute!

19. Dezember
2007
Diskussion "Islamismus und Terrorismus"
Mit 30 Stabsoffizieren der US-Army diskutierte Prof. Dr. Hans J.
Gießmann am 12. Dezember 2007 über "Islamismus und Terrorismus" im Haus
Rissen, Hamburg.

18. Dezember
2007
Konfrontation und
Kooperation in Asien
Prof. Dr. Hans J. Gießmann nahm an der internationalen
Tagung "Chinas neue Rolle in der Welt: Machtrivalität
oder Chancen für mehr Multilateralismus"
der Evangelischen Akademie Loccum vom 14. bis 16.
Dezember 2007 teil. Er hielt ein einführendes
Referat zum Thema "Konfrontation und Kooperation
in Asien" und war Teilnehmer eines Diskussionspodiums
zum Thema "Strategische Konkurrenzen im asiatisch-pazifischen
Raum".

16. Dezember
2007
Trilaterales Forschungsprojekt Demokratisierung durch
externe Akteure
Vom 14.-16. Dezember 2007 nahm Jens Narten als Fallstudienautor
am ersten Arbeitstreffen des internationalen Forschungsprojekts
„External Democratization in Post-Conflict States“
in Berlin in Zusammenarbeit mit der FU Berlin, der
Universität in Stanford und dem FRIDE-Institut,
Madrid teil und präsentierte ein Arbeitspapier
zum Thema „Statebuilding in Kosovo“. Das
Projekt zielt darauf ab, eine umfassende Evaluierung
zur Effizienz verfügbarer Instrumente der Demokratieförderung
zu erstellen und aufzuzeigen, welche Verknüpfungen
lokaler Bedingungen und externer Interventionen zur
Errichtung demokratischer Regierungen zu funktionieren
scheinen. Ein spezieller Teil des Projekts untersucht
ferner, ob und wie sich Länder, die eine hohe
Gewaltskala aufweisen, zu stabilen und demokratischen
Gemeinwesen entwickeln können und welchen Einfluss
dabei Maßnahmen externer Unterstützung
haben.

15. Dezember
2007
CORE Working Paper erschienen
Anna Kreikemeyer / Wolfgang Zellner (eds.), The Quandaries
of Promoting Democracy in Central Asia: Experiences
and Perspectives from Europe and the USA, Report of
a Transatlantic Workshop at the Centre for OSCE Research
in Hamburg, CORE Working Paper No 18, Hamburg 2007.
Der Workshop-Bericht beinhaltet den Text des Eröffnungsvortrages
von Martha Brill Olcott zum Thema “Democracy
Promotion in Central Asia: From High Expectations
to Disillusionment” und fasst die Beiträge
der Teilnehmerinnen und Teilnehmer thematisch zusammen.

10. Dezember
2007
IFSH-Aktuell 69 (Oktober-November 2007) ist erschienen
IFSH-Aktuell

05. Dezember
2007
Studie: Zukunft
der Entwicklungskooperation: China-EU-Afrika
Bernt Berger und Uwe Wissenbach (EU Kommission DG
Development) haben beim Deutschen Institut für Entwicklungspolitik
eine richtungsweisende Studie über die Zukunft trilateraler
Entwicklungskooperation zwischen der EU, China und
Afrika veröffentlicht. Das Papier (in englischer Sprache)
ist erhältlich unter:
Link

05. Dezember
2007
Öffnungszeiten
der Bibliothek über den Jahreswechsel
Vom 24.12.2007 bis 4.1.2008 bleibt die IFSH-Bibliothek
geschlossen.

03. Dezember
2007
Villa Vigoni-Gespräch
Vom 29.11.2007 bis zum 1.12.2007 fand das deutsch-italienische
„Villa Vigoni-Gespräch 2007“ in Menagio bei Mailand
statt. Die vom Institut für Europäische Politik und
dem Istituto per gli Studi di Politica Internazionale
veranstaltete und von den Außenministerien Italiens
und Deutschland unterstützte Veranstaltung stand unter
der Überschrift „Die Europäische Union vor zentralen
Herausforderungen – deutsche und italienische Sichtweisen“.
Fünfzig Teilnehmer aus Politik, Ministerialadministration,
Wissenschaft und Publizistik diskutierten in vier
Sektionen die europäischen Herausforderungen in den
Bereichen EU-Reform, Nachbarschaftspolitik, Energie-
und Klimapolitik sowie die EU als global player. Von
Seiten des IFSH referierte Dr. Hans-Georg Ehrhart
zum Thema „Die EU als sicherheitspolitischer global
player“.

03. Dezember
2007
Friedenspolitische Impulse Bonn vom 30. November bis 1. Dezember 2007
Die Friedenspolitischen Impulse der Friedrich-Ebert-Stiftung widmen sich einem alten Thema, dessen Variationen vielfältig sind: den Frieden entwickeln und sichern. Das diesjährige Forum rückte das Verhältnis von zivilen und militärischen Mitteln in den Mittelpunkt der Veranstaltung. Da internationalen Organisationen eine konfliktregulierende Rolle beigemessen wird, galt das Forum den Strategien und Instrumenten der EU (Isabelle Tannous), der NATO (Dr. Olaf Theiler), der OSZE (Dr. Peter Schlotter) und den Vereinten Nationen (Dr. Sven Gareis). Als Referentin hat Isabelle Tannous mit den über 100 Teilnehmern den Beitrag der Europäischen Union zur gewaltfreien Lösung von Konflikten diskutiert.

03. Dezember
2007
Rede von Dr. Roland Salchow, Staatsrat der BWF und Kuratoriumsvorsitzender des IFSH, anlässlich der offiziellen Einweihung des Hauses "Beim Schlump 83".
Download

01. Dezember
2007
Europäisches Masterprogramm
für Menschenrechte und Demokratisierung (E.MA)
Am 1. Dezember 2007 wurde Prof. Dr. Hans J. Gießmann
für weitere zwei Jahre in das Exekutivkommitee des
Direktoriums des Europäischen Masterprogramms für
Menschenrechte und Demokratisierung (E.MA) mit Sitz
in Venedig gewählt. E.MA ist ein gemeinsames zweisemestriges
Programm von 40 Universitäten aus allen EU-Staaten
für jährlich etwa 90 Studierende. 2007/2008 hat Dr.
Anna Kreikemeyer einen Kurs über Demokratisierung
und Zentralasien in Venedig durchgeführt. Vier Studierende
werden ihr zweites Semester am IFSH verbringen.
Link
zum Appell

30. November
2007
CORE-Workshop „Säkularismus und Islam“
in Almaty
Arne Seifert und Elena Kropatcheva führten in
Almaty gemeinsam mit dem Kasachischen Institut für
Strategische Studien (KISI) und dem zentralasiatischen
Büro der Friedrich Ebert Stiftung am 30. November
2007 einen Workshop zum Thema „Säkularismus
und Islam: Verbindendes im gemeinsamen Staat“
durch. Der vom Auswärtigen Amt geförderte
Workshop behandelte Fragen des schwierigen Verhältnisses
von Säkularismus und Islam, Differenzen und Gemeinsamkeiten
sowie Möglichkeiten für deren Koexistenz
und Kooperation. Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern
des Workshops waren Vertreter der säkularen und
islamischen wissenschaftlichen Eliten aus Kasachstan,
Kirgisistan, Tadschikistan, Usbekistan, Russland und
Deutschland.

28. November
2007
Internationaler
Appell: Setzt den angepassten KSE-Vertrag in Kraft
Wissenschaftler und ehemalige Diplomaten aus aller
Welt rufen dazu auf, den angepassten KSE-Vertrag in
Kraft zu setzen - unterzeichnen auch Sie!
Link
zum Appell

26. November
2007
Raketenfreie Zone
im Nahen Osten/Persischen Golf
Vom 1. bis 3. November 2007 fand in Athen das zweite
Treffen der Multilateral Study Group (MSG) statt,
die unter Federführung der Hessischen Stiftung
Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) politische,
militärstrategische und technische Aspekte einer
raketenfreien Zone im Nahen Osten/Persischen Golf
untersucht. 24 Experten aus mehreren Regionalstaaten
sowie aus den USA , Russland, Großbritannien,
Frankreich und Deutschland diskutierten Probleme wie
die Bedeutung der Transparenz von Raketenarsenalen
und der Bildung von Normen für die regionale
Stabilität und tauschten Einschätzungen
zu regionalen Raketenarsenalen und deren Beschaffung
sowie zu den damit verbundenen Interessen und Intentionen
regionaler wie externer Akteure aus. Ein Roundtable
mit Teilnehmern aus Israel, Jordanien, Libanon, Palästina
und Deutschland zum Thema „Hamas and Hezbollah
as a Challenge to a Missiles Free Zone“ diskutierte
unter Leitung von Dr. Margret Johannsen Potenziale,
Beschaffung, Interessen und Absichten der beiden Organisationen
sowie Legitimitätsaspekte im Kontext fehlender
Gewaltkontrolle aufgrund schwacher (Vor-)Staatlichkeit.
Die Konferenz in Athen wurde gefördert vom Bundesministerium
für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
(BMZ), der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES), der Evangelischen
Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Arbeitsstelle
Friedensforschung Bonn (AFB).

23. November
2007
From Conflict to
Regional Stability. Linking Security and Development
Das IFSH war bei der von der DGAP mit Unterstützung
von FRIDE, CITpax und Dara organisierten 10. New Faces
Konferenz gleich mit zwei Teilnehmerinnen vertreten.
Das International Forum on Strategic Thinking hatte
20 vielversprechende Fachleute und Wissenschaftlerinnen
aus Europa, Russland, Asien, dem Mittleren Osten und
den USA nach Madrid eingeladen. Isabelle Maras stellte
die Security Sector Reform (SSR) auf europäischer
Ebene und insbesondere die institutionelle Rollenverteilung
zwischen den von der Europäischen Kommission durchgeführten
Aktivitäten und ausgewählten ESVP-Missionen im Bereich
der Polizeireform vor. Isabelle Tannous arbeitete
die sensiblen Schnittstellen von Sicherheit und Entwicklung
in der europäischen Außenpolitik und die ressortübergreifenden
Ansätze der Vorreiter für mehr Politikkohärenz unter
den Mitgliedstaaten heraus. Beide Konferenzpapiere
werden in einer überarbeiteten Version im von der
DGAP herausgegebenen Band "From Conflict to Regional
Stability. Linking Security and Development" erscheinen.

23. November
2007
Podiumsdiskussion Naher und Mittlerer Osten
An einer Podiumsdiskussion zum Thema "Naher und Mittlerer Osten - Permanentes Pulverfass oder Chance für ein dauerhaftes Stabilitätskonzept" am 22. November 2007 in Wunstorf nahm auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung der Stv. Wissenschaftliche Direktor und Leiter ZEUS, Prof. Dr. Hans-Joachim Gießmann, teil. Weitere Podiumsgäste der Veranstaltung mit mehr als 200 Zuhörern waren die Bundestagsabgeordnete der CDU, Monika Brüning, der Auslandskorrespondent der Jerusalem Post, Daniel Dagan, sowie Prof. Dr. Ulrich Menzel von der TU-Braunschweig. Unter der Leitung von Klaus von der Brelie (Hannoversche Allgemeine Zeitung) wurden die Konfliktentwicklungen in der Region analysiert und über Wege aus der Krise gestritten.

22. November
2007
Hamburger Beiträge zur Friedensforschung und Sicherheitspolitik #147 erschienen:
Hans J. Gießmann / Patricia Schneider (Hrsg.), Gesellschaftliche Transformations- und Annäherungsprozesse: Kosovo zwischen Vergangenheit und Zukunft. Forschungen im Akademischen Netzwerk Südosteuropa 2005/2006, September 2007.
Hamburger
Beiträge

22. November
2007
China – EU relations
Prof. Feng Shao Lei von der East China Normal University, Shanghai, der zur Zeit als Senior Research Fellow am IFSH arbeitet, hielt am 21. November 2007 im Institut einen Vortrag zum Thema „China – EU relations: What can China learn from European integration?“.

20. November
2007
Hamburger Informationen
zur Friedensforschung und Sicherheitspolitik #42
erschienen:
Reinhard Mutz/Jens Narten/Thomas Bruha,
Zukunft des Kosovo,
November 2007.
Hamburger
Informationen

12. November
2007
Interview in Physik Journal
Götz Neuneck gab dem Physik Journal (www.physik-journal.de), der Mitgliederzeitschrift der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (www.physik-dpg.de), ein Interview zur Vakuumbombe, neueren Waffenentwicklungen und zu den Verstimmungen zwischen Russland und dem Westen.
Interview

12. November
2007
Parlamentarische Anhörung zum Thema "Space Security" Am 7. November 2007 veranstaltete das e-Parliament ein Hearing zum Thema "Space Security" im Europa-Parlament in Brüssel. Parlamentarier nationaler Parlamente aus Großbritannien, Spanien, Kanada, Rumänien, Ghana und Uganda waren ebenso vertreten wie Europa-Parlamentarier aus Brüssel. Vertreter der ESA, der US Air Force, der CNES, der Secure World Foundation und des Space Security Index hielten Vorträge über potenzielle Weltraumbewaffnung, EU-Weltraumpolitik, Erdbeobachtung und über die Problematik des Weltraumschrotts und standen den Parlamentariern Rede und Antwort. Götz Neuneck, Leiter von IFAR, hielt einen Vortrag zum Thema "Banning or Restricting Space Weapons". Die Vorträge wurden mitgeschnitten und sollen als Videopodcast bzw. als Bericht auf der Homepage von e-Parliament (www.e-parl.net) veröffentlicht werden.

12. November
2007
57. "Pugwash Conference on Science and World Affairs"
Am 21. Oktober 2007 wurde die diesjährige Tagung der „Pugwash Conferences on Science and World Affairs" mit Grußworten des italienischen Außenministers Massimo d´Alema, des UN-Generalsekretärs Ban Ki-Moon und des SF-Autor Arthur C. Clarke in Bari eröffnet. Die Panels waren den Themen Mittlerer Osten, Kaschmir und Zukunft der Rüstungskontrolle gewidmet, bei letzterem referierte Götz Neuneck zur europäischen Situation. Neuer Pugwash-Präsident ist der ehemalige stellvertetende UN-Generalsekretär J. Dhanapala. Götz Neuneck wurde in das Executive Council gewählt.

8. November
2007
Chinesische Fellows am IFSH
Von Oktober bis Dezember 2007 halten sich gleichzeitig vier wissenschaftliche Fellows der Partneruniversität East China Normal University (ECNU), Shanghai am IFSH auf. Prof. Dr. Feng Shaolei, Dekan der Graduate School for Area und International Studies, untersucht die Beziehungen zwischen Europa, Russland, den USA und China. Prof. Xu Poling, Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung, befasst sich mit der Russland-Politik in Zentralasien, Frau Li Xin mit der Rolle der OSZE in derselben Region. Prof. Dr. Yu Huachuan forscht bereits seit dem Frühjahr 2007 über die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union.

8. November
2007
Am 5. November präsentierte Michael Brzoska
den Mitgliedern des Unterausschuss Verteidigung des
Europäischen Parlament (EP) ein Briefing Paper
zur Frage ob die im Entstehen begriffene europäische
rüstungstechnologische und -industrielle Basis
des Schutzes gegen ausländische Übernahmen
von Kernkapazitäten bedarf. Das Briefing Paper
war vom Europäischen Parlament in Auftrag gegeben
worden. Der Text ist hier und auf der Dokumentenseite
der Internet-Präsentation des EP verfügbar.
Dokument

3. November
2007
Raketenfreie Zone im Nahen Osten/Persischen Golf
Vom 1. bis 3. November 2007 fand in Athen das
zweite Treffen der Multilateral Study Group (MSG)
statt, die unter Federführung der Hessischen Stiftung
Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) politische,
militärstrategische und technische Aspekte einer raketenfreien
Zone im Nahen Osten/Persischen Golf untersucht. 24
Experten aus mehreren Regionalstaaten sowie aus den
USA , Russland, Großbritannien, Frankreich und Deutschland
diskutierten Probleme wie die Bedeutung der Transparenz
von Raketenarsenalen und der Bildung von Normen für
die regionale Stabilität und tauschten Einschätzungen
zu regionalen Raketenarsenalen und deren Beschaffung
sowie zu den damit verbundenen Interessen und Intentionen
regionaler wie externer Akteure aus. Ein Roundtable
mit Teilnehmern aus Israel, Jordanien, Libanon, Palästina
und Deutschland zum Thema „Hamas and Hezbollah as
a Challenge to a Missiles Free Zone“ diskutierte unter
Leitung von Dr. Margret Johannsen Potenziale, Beschaffung,
Interessen und Absichten der beiden Organisationen
sowie Legitimitätsaspekte im Kontext fehlender Gewaltkontrolle
aufgrund schwacher (Vor-)Staatlichkeit. Die Konferenz
in Athen wurde gefördert vom Bundesministerium für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ),
der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES), der Evangelischen
Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Arbeitsstelle
Friedensforschung Bonn (AFB).

30. Oktober
2007
Cercle Stratégique
Am 24. und 25. Oktober 2007 fand in Berlin
der 17. Cercle Stratégique Franco-Allemand
statt. Er behandelte die Themen „Irankrise“
(Gernot Erler, Staatssekretär im Auswärtigen
Amt/Philippe Carré, Abteilungsleiter französisches
Außenministerium), „Die Zukunft der Europäischen
Rüstungsagentur“ (Patricia Adam, Assemblée
Nationale/Andreas Weigel, SPD MdB/Bertrand de Cordoue,
Forschungsdirektor EDA) and „Das Interventionskonzept
der EU“ (Alain Richard, ehem. Verteidigungsminister/Bernhard
Kampmann, Leiter ESVP-Referat). Vom IFSH nahm Dr.
Hans-Georg Ehrhart teil.

30. Oktober
2007
Anhörung zur Beteiligung der Bundeswehr an Einsätzen
im Rahmen von Kapitel VII der UN-Charta
Prof. Dr. Hans-Joachim Gießmann, Leiter ZEUS,
war am 27. Oktober 2007 als Experte zu einer Anhörung
der Bundestagsfraktion "Die Linke" eingeladen.
In der Bundestagsfraktion wie der Partei "Die
Linke" konkurrieren gegenwärtig zwei Auffassungen
miteinander um die Frage, ob ein Einsatz von militärischen
Zwangsmitteln mit deutscher Beteiligung, insbesondere
vor dem Hintergrund von Legitimationsdefiziten im
System der Vereinten Nationen, mit dem Friedensgebot
der Präambel des Grundgesetzes vereinbar ist
oder nicht. Gegenstand der Anhörung waren zwei
Positionspapiere der Abgeordneten des Deutschen Bundestages,
Dr. Norman Paech und Paul Schäfer, zur Beteiligung
der Bundeswehr an Einsätzen im Rahmen von Kapitel
VII der Charta der Vereinten Nationen. Beide Papiere
waren von den beiden geladenen Experten, neben Prof.
Gießmann war Prof. Dr. Werner Ruf (Universität/Gesamthochschule
Kassel) dabei, einer detaillierten, schriftlich vorgelegten,
Kritik unterzogen worden, die zu einer lebhaften Debatte
während der ganztägigen Veranstaltung beitrug.

23. Oktober
2007
† Dr. Erwin Müller
Wir trauern um unseren Kollegen und Freund Erwin Müller.
In seiner mehr als 26 Jahre dauernden Institutszugehörigkeit
hat Erwin Müller durch seine wissenschaftlichen Leistungen,
seine Lehre, seine umsichtige Betreuung von Doktoranden,
Studierenden und Praktikanten sowie seine herausgeberische
Tätigkeit wesentlich zum Erfolg der Arbeit des Instituts
und zu seinem internationalen Ruf beigetragen. Er
starb nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von
59 Jahren am 22. Oktober 2007.
Erwin Müller war seit 1981 wissenschaftlicher Referent
am IFSH. Er arbeitete intensiv an den großen Institutsprojekten
der 1980er und 1990er Jahre mit. Besonders verdient
machte er sich um die Herausgabe zahlreicher Sammelbände,
allein elf in der Reihe „Demokratie, Sicherheit, Frieden“.
Er war Mitbegründer und Mitherausgeber der Buchreihe
„Frieden durch Recht“. Erwin Müller beteiligte sich
an der Lehre im Masterstudiengang „Friedensforschung
und Sicherheitspolitik“, war Koordinator für die Betreuung
der Praktikantinnen und Praktikanten des Instituts
und leitete über viele Jahre das IFSH-Doktorandenprogramm.
Außerdem war Erwin Müller seit 1983 Mitherausgeber
und Chefredakteur der sicherheitspolitischen Fachzeitschrift
„Sicherheit und Frieden (S+F)“.
Unter Erwin Müllers fachlichen Stärken ist an erster
Stelle sein messerscharfes, von Logik geprägtes konzeptionelles
Denken zu nennen. In den 1980er Jahren durchdrang
er damit vor allem Fragen im Umfeld der europäischen
Rüstungspolitik und in den 1990er Jahren der europäischen
Friedensordnung. In jüngster Zeit befasste er sich
mit Themen im Umfeld von internationaler Polizei,
internationaler Gerichtsbarkeit und internationalem
Terrorismus. Mit seiner scharfen, kritischen Intelligenz
legte er logische Inkonsistenzen und argumentative
Schwächen offen, in amtlichen Stellungnahmen wie in
wissenschaftlichen Texten. Gerne kleidete er Einsichten
in Anekdoten in platonscher Manier, um einen Sachverhalt
anschaulicher bzw. auf allegorische Weise darzustellen.
Erwin Müller war sehr belesen. Seine umfassenden Kenntnisse
über Aspekte der internationalen Politik und des internationalen
Rechts waren im IFSH und darüber hinaus Legende. Seine
sprachliche Kunstfertigkeit war beeindruckend. Auch
auf Grund seiner ausgeprägten editorischen Fähigkeiten
war er ein gesuchter Partner für Veröffentlichungen.
In besonderer Weise haben die zahlreichen Praktikantinnen
und Praktikanten des Instituts, die Erwin Müller im
Laufe der Jahre betreut hat, von seinem Wissen und
seinen intellektuellen Fähigkeiten profitiert. Erwin
Müller war über das Fachliche hinaus immer ein geachteter
Kollege, auf dessen Rat Gewicht gelegt wurde und auf
dessen Wort Verlass war.
Erwin Müller wurde am 19.12.1947 in Hochstadt auf
der Schwäbischen Alb geboren. Nach Abitur und Wehrdienst
studierte er Politikwissenschaft, Soziologie und Zeitgeschichte
an der Universität Tübingen. Er schloss das Studium
1976 mit dem Magisterexamen (MA) ab und promovierte
1985 über das Thema „Rüstungspolitik und Rüstungsdynamik:
Fall USA“ in Tübingen bei Volker Rittberger zum Dr.
rer. soc. Ab Juli 1978 arbeitete er in Tübingen an
einem Forschungsprojekt zur Reform der Abrüstungsplanung
im System der Bundesrepublik Deutschland.
Als Wissenschaftlicher Referent am IFSH arbeitete
Erwin Müller zunächst zu Fragen der „Nachrüstung“
und zu „Vertrauens- und Sicherheitsbildenden Maßnahmen“.
In den 1980er Jahren war er intensiv an der Weiterentwicklung
des Konzepts der „Gemeinsamen Sicherheit“ beteiligt.
Anfang und Mitte der 1990er Jahre leistete er grundlegende
Beiträge zum Modell des IFSH für eine Europäische
Sicherheitsgemeinschaft. 1992/93 arbeitete Erwin Müller
für ein Jahr als Fellow am Center for International
Affairs der Harvard University. Ende der 1990er Jahre
leitete er ein großes extern finanziertes Projekt
zur Erarbeitung eines schlüssigen Konzepts für die
Ausübung internationaler Polizeigewalt auf der Grundlage
des Völkerrechts und in Übereinstimmung mit rechtsstaatlichen
Prinzipien.
Im 2002 neugegründeten Zentrum für Europäische Friedens-
und Sicherheitsstudien am IFSH widmete sich Erwin
Müller intensiv dem Spannungsverhältnis von Sicherheitspolitik
und der Wahrung des Rechts, insbesondere im Zusammenhang
mit der von ihm kritisch beurteilten Schwächung von
Rechtsprinzipien bei der Abwehr von Terrorgefährdungen.
Seine publizistischen Kommentare, unter anderem für
das Handelsblatt, fanden öffentliche Aufmerksamkeit.
In den letzten Jahren untersuchte er in enger Zusammenarbeit
mit Patricia Schneider unter anderem die Entwicklung
der polizeilich-justiziellen Zusammenarbeit in der
Europäischen Union. Seine letzte größere Veröffentlichung
war die gemeinsame Herausgabe mit Patricia Schneider
der Nummer 2/2007 der Zeitschrift „Sicherheit und
Frieden“ mit dem Schwerpunkt „Humanitäres Völkerrecht“.
Der plötzliche Tod riss ihn aus seiner vor dem Abschluss
stehenden Untersuchung zur Verbesserung der Sicherheit
der Seehäfen der Partnerstädte Hamburg und Shanghai
gegen die Gefahr von Terroranschlägen.
Die so unerwartete Nachricht vom plötzlichen Tod von
Erwin Müller trifft die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
des IFSH tief. Er war ein beliebter und geachteter
Kollege, stets bereit zu klugem Rat, bekannt für unkonventionelles
Denken und seine Bereitschaft zu streitbarem Diskurs.
Seine zahlreichen Studierenden, Praktikanten und Doktoranden
haben die stets umsichtige und geduldige wissenschaftlichen
Anleitung geschätzt, vor allem auch seine seltene
Gabe zu einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit
den Betreuten. Wir werden den Menschen und Wissenschaftler
Erwin Müller vermissen und ihm ein ehrendes Andenken
bewahren.

23. Oktober
2007
Experten-Treffen "Institution building and regional identity raising in the EU and ASEAN"
Isabelle Tannous vertrat die EU-Seite auf dem von dem Singapore Office der Friedrich-Ebert-Stiftung veranstalteten Roundtable zu den EU-ASEAN-Beziehungen, zu dem je fünf Consultants aus Asien und Europa eingeladen waren. Der Organisation südostasiatischer Staaten steht eine neue Phase in ihrer Geschichte bevor: Ab Januar 2008 wird der frühere thailändische Außenminister Dr. Surin Pitsuwan neuer Generalsekretär der ASEAN, während dessen Amtszeit die neue ASEAN-Charta in Kraft treten soll. Inwieweit kann die EU Modell und Taufpate einer neuen ASEAN sein - und kann die EU von der ASEAN lernen? Um die Grenzen und Chancen dieser Frage auszuloten, zählten ein Briefing zu Geschichte, Institutionen und Charakteristika des europäischen Einigungsprozesses sowie der gegenseitige Erfahrungsaustausch zu den Zielen der Veranstaltung.

22. Oktober
2007
IFSH-Aktuell 68 (Juli-September 2007) ist erschienen
IFSH-Aktuell

20. Oktober
2007
5. Jahrgang “Master of Peace and Security Studies” erhält Diplome
Am 17. Oktober 2007 fanden die Übergabe der Master-Diplome für die 24 Absolventinnen und Absolventen des 5. Akademischen Jahres und die feierliche Immatrikulation der 27 Studierenden des 6. Akademischen Jahres „Master of Peace and Security Studies“ der Universität Hamburg statt. Zum alljährlichen Höhepunkt des Studiengangs begrüßten der Vizepräsident der Universität Hamburg, Prof. Dr. Holger Fischer, und der Wissenschaftliche Direktor des IFSH, Prof. Dr. Michael Brzoska Absolventen, Studierende und Gäste. Den diesjährigen Festvortrag hielt der bekannteste deutsche Friedensforscher, Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Senghaas zum Thema: „Wie den Frieden in Töne setzen?“. Illustriert mit zahlreichen musikalischen Beispielen wurde der spannende Vortrag des Festredners mit herzlichem Beifall aufgenommen. Der Vorsitzende des Gemeinsamen Ausschusses M.P.S., Prof. Dr. Hans-Joachim Gießmann erinnerte in seiner Ansprache an die vielen Mitverantwortlichen für den anhaltenden Erfolg des international geschätzten Studiengangs und dankte ihnen für das dauerhafte Engagement. Mit der anlässlich des Festakts erneut zugesicherten Unterstützung der Universität Hamburg und des IFSH für den Studiengang M.P.S. existieren solide und ausbaufähige Grundlagen für die Fortführung des gemeinsamen Projekts.
Alle Studierenden des 5. Jahrgangs haben erfolgreich die Masterprüfung bestanden und konnten ihre Zeugnisse entgegennehmen. Jahrgangsbeste Studentin war Constanze Quosh, die im zweiten Semester am ZEUS betreut wurde, und die auch die beste Masterarbeit des Akademischen Jahres 2006/2007 verfasst hatte. Den Dank der Studierenden an die Lehrenden der Universität, des IFSH und der Institute und Einrichtungen des Kooperationsverbundes Friedensforschung und Sicherheitspolitik entrichteten stellvertretend für die neu gekürten Master Gabriel Hartmann und Tanja Carbone. Nach dem Festakt feierten die Lehrenden, Absolventen und Studierenden gemeinsam.

18. Oktober
2007
Konferenz: „The Second Asia-Europe Forum: Eurasia’s
New Opportunities and New Challenges“
Vom 28. bis 29. September 2007 führte das Center
for European Studies der East China Normal University
(ECNU Shanghai) in Kooperation mit dem International
Institute for Strategic Studies (IISS London), in
Shanghai unter dem Titel „Eurasia’s New Opportunities
and New Challenges“ das „Second Asia-Europe Forum“
durch. Prof. Dr. Hans J. Gießmann moderierte eine
Podiumsdiskussion und Dr. Bernhard Rinke, wissenschaftlicher
Mitarbeiter am ZEUS, hielt einen Vortrag zum Thema
„The EU as a civil-military crisis manager: An emerging
system of Security-Governance?“.

18. Oktober
2007
Gastdozent in Shanghai
Im Rahmen des EU-China Studies Centre Programme war Dr. Bernhard Rinke (ZEUS/IFSH) vom 1. August bis 1. Oktober als „Visiting Scholar“ zu Gast am Centre for European Studies der East China Normal University (ECNU) in Shanghai. Während seines Aufenthaltes hielt er Vorlesungen zu unterschiedlichen Aspekten des zivil-militärischen Krisenmanagements der Europäischen Union. Zudem verfasste er ein Arbeitspapier, in dem unter „governance-theoretischen“ Gesichtspunkten die EU-interne Steuerungsproblematik beim zivil-militärischen Krisenmanagement erörtert wird.

18. Oktober
2007
Vereinbarungen mit chinesischen Partnern unterzeichnet
Zum Abschluss des von der Europäischen Union geförderten Projekts zum Aufbau eines European Studies Center an der East China Normal University (ECNU), an dem das IFSH als deutsche Partnerinstitution beteiligt war, wurden am 11./12. Oktober 2007 Vereinbarungen zwischen der ECNU, der Universität Hamburg und dem IFSH zur Zusammenarbeit in Lehre und Forschung unterzeichnet. Vereinbart wurde unter anderem der Austausch von Lehrenden und Doktorandinnen bzw. Doktoranden. Der Projektleiter für das IFSH, Prof. Dr. Hans J. Gießmann, und Bernt Berger, M.Phil., wissenschaftlicher Fellow am IFSH, nahmen an der Bilanzkonferenz für das EU-Projekt in Shanghai teil. Während seines Aufenthalts hielt Prof. Gießmann eine Vorlesung über Unterschiede der sicherheitspolitischen Regionalkooperation im EU-Raum und in Ostasien.

15. Oktober
2007
Konferenz „CONFERENCE ON SECURITY AND COOPERATION
IN SOUTH ASIA: A GLOBAL PERSPECTIVE“
Vom 8.-10. Oktober 2007 veranstaltete das IFSH
zusammen mit dem Massachusetts Institute of Technology
(MIT) und der Bundesakademie für Sicherheitspolitik
(BAKS) eine Konferenz mit dem Titel „CONFERENCE
ON SECURITY AND COOPERATION IN SOUTH ASIA: A GLOBAL
PERSPECTIVE“. Schwerpunkte waren die nukleare
Lage in Südasien, Raketenabwehr, Energieversorgung
in der Region und Weltraumsicherheit. Etwa 60 Experten
aus den USA, Frankreich, Kanada, Russland, Japan,
Deutschland, Großbritannien, Pakistan und Indien
waren gekommen, um aktuelle Probleme der Rüstungskontrolle
und regionalen Sicherheit zu diskutieren. Unter ihnen
waren hochrangige Teilnehmer wie die UN-Vertreter
Pakistans und Kanadas aus Genf, ein Vertreter des
Russischen Generalstabs, der Livermore-Laboratories,
sowie diverser indischer und pakistanischer Think
Tanks. Das Auswärtige Amt gab durch Botschafter
Lüdeking einen Empfang und Staatsminister Gernot
Erler hielt die „Key Note Speech“, in
der er die Bedeutung des Erhalts rüstungskontrollpolitischer,
multilateraler Verträge betonte.
Rede
von Gernot Erler

10. Oktober
2007
Nachwuchstagung der Arbeitsgemeinschaft für Friedens-
und Konfliktforschung: „Sicherheit, Konflikt, Frieden:
Wissensbestände auf dem Prüfstand“, Schwerte (Ruhr),
5.-7. 10. 2007
Sybille Reinke de Buitrago präsentierte auf
der Nachwuchstagung der Arbeitsgemeinschaft für Friedens-
und Konfliktforschung: „Sicherheit, Konflikt, Frieden:
Wissensbestände auf dem Prüfstand“ in Schwerte (Ruhr)
vom 5.-7. 10. 2007 ein Papier zu Kommunikationsmustern
in der Terrorismusbekämpfung. Die Fallstudie zu den
USA und Deutschland erörterte auch mögliche Faktoren,
welche sich eskalierend oder deeskalierend auswirken
können. Die weiteren Tagungspapiere waren aufgrund
eines offenen Call for Papers thematisch breit gefasst
und boten somit einen interessanten Überblick über
die aktuelle Friedens- und Konfliktforschung. Es fand
ein intensiver Austausch unter dem Nachwuchs und anderen
eingeladenen Wissenschaftlern statt.

10. Oktober
2007
Nachmittag der offenen Tür
Einladung
9. Oktober
2007
Anlässlich der Überreichung der Masterzeugnisse
an die Absolventen und der Begrüßung der neuen Studierenden
des Studiengangs "Master of Peace and Security Studies"
wird Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Senghaas
den folgenden Festvortrag halten: "Wie den Frieden
in Töne setzen?"
Einladung
6. Oktober
2007
Training zu OSZE-Fragen für Vertreter des kasachischen
Außenministeriums
Zwischen dem 10. September und dem 6. Oktober 2007
führte CORE für fünf Vertreter des
kasachischen Außenministeriums ein Training
zu OSZE-Fragen durch. Das Training war gemeinsam vom
kasachischen Außenministerium und dem Auswärtigen
Amt der Bundesrepublik Deutschland bei CORE in Auftrag
gegeben worden und hatte das Ziel, den für Kooperationen
mit der OSZE qualifizierten kasachischen Personalpool
zu erweitern und somit gleichzeitig zur Vorbereitung
des kasachischen OSZE-Vorsitzes im Jahr 2010 beizutragen.
Das speziell auf kasachische Anfragen zugeschnittene
Training umfasste ein über vier Wochen laufendes
Programm mit Vorlesungen und Gesprächen in Hamburg
sowie in Berlin, Wien und Warschau. Im einzelnen wurden
Vorlesungen von über zwanzig Experten der OSZE
und anderen externen Dozenten sowie einem Team von
acht CORE-Mitarbeitern gehalten. Diese Aktivitäten
wurden ergänzt durch mehr als dreißig Interviews
mit führenden Vertretern der OSZE und von nationalen
Delegationen bei der OSZE. Das Training wurde mit
einem Kolloquium abgeschlossen, das unter dem Titel
“Die künftige Einbeziehung der OSZE in
europäische Sicherheitsbildung: Standpunkte kasachischer
Experten“ stand. Insgesamt erwarben die Trainingsteilnehmer
ein umfassendes Arbeitswissen zu OSZE-Fragen und konnten
gleichzeitig persönliche Kontakte zu rund achtzig
Experten und führenden Vertretern von OSZE-Strukturen
und Delegationen herstellen. Von Struktur und Konzeption
her hat sich das Training als exzellentes Pilotprojekt
für ähnliche Serviceaktivitäten erwiesen.

4. Oktober
2007
Warum China in Burma falsch liegt
Angesichts der Unruhen in Burma und der Ungewissheit
über die Reaktionen des Militärregimes fällt
China eine zentrale Rolle zu. China pflegt enge Beziehungen
mit der Regierung in Yangon und könnte einen
größeren Einfluss üben als jeder andere
Staat. Dennoch hat sich Beijing entschieden, auf dem
Prinzip der Nichteinmischung zu bestehen. Bernt Berger
zeigt in seinem Asia Times-Artikel, dass China eine
einmalige Chance hätte, sein Image in der Region
und auch global zu verbessern und seine wachsende
globale Rolle mit verantwortlichem Handeln zu untermauern.
Artikel

4. Oktober
2007
1. Hamburger Carl Friedrich von Weizsäcker-Forum
zur Verantwortung der Wissenschaften
21. und 22. September 2007 in Hamburg
Am 28. April 2007 verstarb der Physiker, Philosoph
und Friedensforscher Carl Friedrich von Weizsäcker.
Um sein Wirken und Lebenswerk zu würdigen, veranstaltete
die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) zusammen
mit dem IFSH, dem Carl Friedrich von Weizsäcker-
Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung
(ZNF) und dem Philosophischen Seminar der Universität
Hamburg eine zweitägige Veranstaltung in der
Universität Hamburg. Dr. Roland Salchow, Staatsrat
der Behörde für Wissenschaft und Forschung
und Vorsitzender des Kuratoriums des IFSH, begrüßte
die Teilnehmer und Vortragenden im Hamburger Rathaus.
In seiner Rede betonte er den nachhaltigen Eindruck,
den Carl Friedrich von Weizsäcker durch seine
vielfältigen öffentlichen Aktivitäten
auf viele Menschen, auch auf ihn selbst, gemacht habe.
Der stellvertretende VDW-Vorsitzende Prof. Dr. Hartmut
Graßl und der Dekan der naturwissenschaftlichen
Fakultät Prof. Dr. Arno Frühwald eröffneten
die Vortragsveranstaltung. Im ersten Teil trugen ehemalige
Weggefährten, Schüler und Mitarbeiter zu
einzelnen Lebensabschnitten und Wirkungsfeldern Carl
Friedrich von Weizsäckers vor, so u.a. Prof.
Dr. Klaus-Meyer-Abich, Prof. Dr. Klaus Gottstein und
Dr. Walter Schindler. Vom IFSH waren Prof. Dr. Michael
Brzoska und Prof. Dr. Götz Neuneck vertreten.
Michael Brzoska moderierte den ersten Teil der Veranstaltung;
Götz Neuneck hielt einen Vortrag über von
Weizsäckers Arbeiten zur Verantwortung des Naturwissenschaftlers
und über seine Abschreckungs- und Atomwaffenkritik.
Weitere Vortragende waren u.a. Prof. Dr. Ulrich Gähde
(Universität Hamburg), Dr. Ilona Stölken-Fitschen
(New York), Prof. Dr. Ulrich Bartosch (Eichstätt)
und Prof. Dr. Martin Kalinowski. Insgesamt nahmen
ca. 100 Teilnehmer an der Veranstaltung teil.

1. Oktober
2007
EU-Militäreinsatz im Tschad
Am 22. und 23. September 2007 sendete der Norddeutsche
Rundfunk in seiner Sendung „Streitkräfte
und Strategien“ einen Beitrag von Dr. Hans-Georg
Ehrhart zur Diskussion über einen Militäreinsatz
der EU im Tschad und in der der Zentralafrikanischen
Republik. Der Beitrag ist abrufbar unter:
www.ndrinfo.de/

1. Oktober
2007
Auszeichnung für die CD-ROM „Warum? ...
Internationale Krisen“
Die vom Südwestrundfunk herausgegebene
CD-ROM “Warum? ... Internationale Krisen“,
an der Dipl. Pol. Stephan Hensell und Dr. Margret
Johannsen mit Analysen der Krisenregionen Jugoslawien
und Nahost mitgearbeitet haben, hat das „Comenius-Siegel
2007“ der Gesellschaft für Pädagogik
und Information (GPI) erhalten. Mit dem jährlich
verliehenden Comenius-Siegel der wissenschaftlichen
Fachgesellschaft für Multimedia, Bildungstechnologie
und Mediendidaktik werden pädagogisch, inhaltlich
und gestalterisch herausragende didaktische Multimedia-Produkte
ausgezeichnet, die für Bildungszwecke zur Verfügung
stehen. Die CD-ROM „Warum?... Internationale
Krisen“ ist beim Südwestrundrunk erhältlich:
http://www.wissen.swr.de/sf/04_mul01.php

27. September
2007
Afghanistan wie weiter?
Am Montag, den 24. September 2007 veranstaltete
das IFSH eine Podiumsdiskussion zur „Zukunft der internationalen
Militärpräsenz in Afghanistan“. Kurz vor der Entscheidung
des Bundestages über die Verlängerung der Mandate
des Bundeswehreinsatzes diskutierte der Direktor des
IFSH, Prof. Dr. Michael Brzoska, mit Dr. Knut Kirste
(NATO), Niels Annen (SPD-Bundestagsabgeordneter),
Dr. Hans-Georg Ehrhart (IFSH) und über fünfzig Gästen,
darunter auch die neue amerikanische Generalkonsulin
Karen E. Johnson, über dieses strittige Thema. Dr.
Kirste betonte die Notwendigkeit des zweigleisigen
zivil-militärischen Ansatzes, kritisierte allerdings
die mangelhafte internationale Koordination. Auch
Niels Annen vertrat die Ansicht, dass Afghanistan
nicht ohne internationale Militärpräsenz aufzubauen
sei, wies aber auf die verschiedenen Vorgehensweisen
und Legitimationsgrundlagen von ISAF und OEF hin.
Dr. Ehrhart zog eine negative Bilanz des Erreichten
und äußerte sich skeptisch über die Erfolgsaussichten
eines Engagements, für das eine mittelfristige Exitstrategie
entwickelt werden müsse.
25. September
2007
EU-China Strategic Dialogue am
EU-ISS
Vom 24. bis 25. September 2007 veranstalteten das
EU Institute for Security Studies (EU-ISS), das Asia
Centre und das China Institute for Contemporary International
Relations (CICIR) in Paris einen strategischen Dialog
zwischen EU und China. Bernt Berger (ZEUS/IFSH) hielt
einen Vortrag über Beijings mangelnde Transparenz
in Militärangelegenheiten und über die Zukunft von
Vertrauens- und Sicherheitsbildenen Maßnahmen zwischen
der EU, den USA und China. Das Dialogforum brachte
Teilnehmer aus Forschung, Ministerien und EU-Institutionen
sowie Medienvertreter zusammen.
17. September
2007
Die Debatte um die amerikanischen Raketenabwehrpläne
geht unvermindert weiter und belastet das Verhältnis
zwischen Russland und dem Westen. Eine wichtige Rolle
für die europäische Sicherheit spielt dabei die Frage,
inwieweit ein "getroffener nuklearer Sprengkopf" auch
auf europäischem Territorium niedergehen und großen
Schaden anrichten könnte. Die Süddeutsche Zeitung
interviewte Götz Neuneck im Wissenschaftsteil zu dieser
Problematik:
Interview

17. September
2007
Russland hat in der vergangenen Woche eine
sogenannte "Vakuumbombe" gezündet, die nach Aussage
des russischen Militärs die größte bisher produzierte,
konventionelle Bombe ist. Götz Neuneck äußerte sich
dazu am 12.9. 2007 im 3-sat-Wissenschaftsmagazin NANO
und gab der Zeitschrift "Technology Review" ein Interview:
Interview

14. September
2007
The Future of the Middle East.
Recent Challenges - Possible Consequences
Auf Einladung der Arabischen Liga und der Friedrich-Ebert-Stiftung
nahm Dr Margret Johannsen an einem Expertentreffen
zu dem Thema “The Future of the Middle East. Recent
Challenges - Possible Consequences” teil, das vom
10. bis 11. September 2007 im Hause der Arabischen
Liga in Kairo stattfand. Auf der Tagesordnung standen
der arabisch-israelische Konflikt, die jüngsten Entwicklungen
in Somalia, Sudan/Darfur und im Irak sowie die Herausforderungen
nuklearer Proliferation in der Region. In ihrem Kommentar
zu dem Referat von Botschafter Mohamed Sobeih, Assistant
to Secretary General of the Arab League, “The Peace
Process in the Region and the Arab Peace Initiative”
übersetzte Dr Johannsen das in der Ära des Kalten
Krieges entwickelte Konzept “Gemeinsame Sicherheit”
in die Verpflichtung aller regionalen Akteure im Nahen
Osten, Verhandlungen auf der Basis des vereinbarten
Prinzips „Land für Frieden“ zu führen. Unter der Annahme,
dass die gegenwärtige Spaltung zwischen der Westbank
und dem Gazastreifen Verhandlungen über Endstatusfragen
einschließlich der Zwei-Staaten-Regelung blockiere,
vertrat Dr Johannsen die Auffassung, dass die Europäische
Union und insbesondere Deutschland einen Versöhnungsprozess
zwischen den rivalisierenden palästinensischen Fraktionen
unterstützen sollten, indem sie deutlich machen, dass
sie sich nicht an Versuchen beteiligen werden, ein
eventuelles neues Machtteilungsarrangement zu torpedieren.

12. September
2007
Vortrag bei Internationaler Konferenz
in Neu Delhi
Auf Einladung der Heinrich-Böll-Stiftung,
der Coalition for Nuclear Disarmament and Peace und
dem Popular Education and Action Centre trug Oliver
Meier am 31.8. und 1.9 in Neu Delhi die deutsche Sicht
des geplanten Atomabkommen zwischen den USA und Indien
vor. Mehr als 300 Teilnehmer hörten Vorträge
von Referenten aus Indien, Pakistan und Nepal sowie
aus den USA und Deutschland, die auf die friedens-
und umweltpolitischen Probleme hinwiesen, die mit
der geplanten Aufhebung der Nuklearsanktionen gegen
Indien im Zusammenhang stehen. Die Veranstaltung fand
vor dem Hintergrund einer kontroversen Diskussion
zum Thema im indischen Parlament statt und fand großes
Medieninteresse.

05. September
2007
Interview von Götz Neuneck mit
"Die Welt - Online"
Götz Neuneck, Die Welt-Online, 21. August 2007,
12:53 Uhr: Wie weit der Iran mit der Bombe ist.
Link
zum Interview

05. September
2007
Sicherheit und Entwicklung als
Herausforderung
Am 3. und 4. September 2007 nahm Dr. Hans-Georg
Ehrhart, stellv. Leiter ZEUS, an einem von der Führungsakademie
der Bundeswehr und der Deutschen Gesellschaft für
Technische Zusammenarbeit (GTZ) veranstalteten Workshop
zum Thema „Sicherheit und Entwicklung“ teil. Er hielt
den Einführungsvortrag mit dem Titel „Der Nexus Sicherheit
und Entwicklung als Herausforderung“. Ziel der Veranstaltung
war es, Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Rahmen
vernetzter Sicherheit zu eruieren.

05. September
2007
Internationale Gäste am IFSH
Am 29.8. besuchten drei Teilnehmer eines Programms
des Goethe-Instituts zur Förderung von Deutsch als
Amtssprache der Europäischen Union das IFSH zu einem
Informationsgespräch. Die drei Diplomaten aus Slowenien,
Kroatien und Rumänien waren insbesondere an aktuellen
Fragen der europäischen Außen- und Sicherheitspolitik
interessiert.

29. August
2007
Vorträge zur Kleinwaffenproblematik
und zur Nuklearen Proliferation
Am 14. Juni und 24. August 2007 hielt Götz
Neuneck im Rahmen der Internationalen Diplomatenausbildung
des Auswärtigen Amtes in Berlin Vorträge
zur Kleinwaffenproblematik und zur Nuklearen Proliferation.
Im Rahmen des Programms „International Futures“
werden neben Diplomaten auch internationale Führungskräfte
ausgebildet. Das Seminar im August ist ein Modul im
Rahmen des Programms „Managing Global Governance“
des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit,
bei dem angehende Diplomaten und Führungskräfte
aus Ministerien und Industrie zusammenkommen, um Schlüsselbereiche
der Globalisierung und geeignete politische Strategien
kennen zu lernen.

29. August
2007
Dr. rer. nat. Götz Neuneck,
Leiter von IFAR, zum Professor ernannt
Die Universität Hamburg hat Dr. rer. nat.
Götz Neuneck, Leiter von IFAR und langjähriger
Dozent an der Universität Hamburg, den akademischen
Titel Professor verliehen. Götz Neuneck, der
auch für die Etablierung und Gestaltung des naturwissenschaftlichen
Moduls des Studiengangs „Master of Peace and
Security Studies“ zuständig ist, empfing
die Urkunde am 22. August aus der Hand der Präsidentin
der Universität Hamburg, Prof. Dr.-Ing. habil.
Monika Auweter-Kurtz.

22. August
2007
Vertreter des EU-Militärstabes
im IFSH
Am Mittwoch, den 22. August 2007 besuchte OTL
Alexandre de Bordelius vom Militärstab der EU
das IFSH. Er führte Gespräche mit Dr. Hans-Georg
Ehrhart und hielt abschließend einen Vortrag
im Forschungskolloquium. Titel des Vortrages und Gegenstand
der nachfolgenden Diskussion war „Krisenoperationen
der EU und die Zukunft der ESVP“.

22. August
2007
Hanseatic Baltic Summer School
Am Montag, den 21. August 2007 hielt Dr. Hans-Georg
Ehrhart einen Vortrag zum Thema „What kind of
CFSP is emerging?“. Es handelte sich um den
Einführungsvortrag der vom IFSH und dem Haus
Rissen gemeinsam veranstalteten sechsten „Hanseatic
Baltic Summer School“, die vom 21. - 24. August
2007 unter dem Titel „Europe in the International
Security Order: Concepts, Issues, Trends“ durchgeführt
wurde.

15. August
2007
Zur Friedenspolitik Europas im
21. Jahrhundert
Ein Manifest von Egon Bahr, Walther Stützle und
Hans J. Gießmann
Prof. Egon Bahr, Bundesminister a.D. und ehemaliger
Direktor des IFSH, Prof. Dr. Walther Stützle,
ehemaliger Direktor des SIPRI und Staatsekretär
a.D. sowie der stellvertretende Wissenschaftliche
Direktor des IFSH, Prof. Dr. Hans J. Gießmann
haben für den Willy-Brandt-Kreis ein Manifest
zur Europäischen Friedenspolitik im 21. Jahrhundert
verfasst, das im folgenden dokumentiert wird.
"Das 21. Jahrhundert wird das erste Jahrhundert
umfassender globaler Vernetzung. Es verheißt
große Chancen und birgt große Gefahren.
Die Sozialdemokratie gibt sich ihr erstes Grundsatzprogramm
in diesem Jahrhundert in der Einsicht, dass die Chancen
nur genutzt werden können, wenn die Gefahren
gebannt werden. Schon jetzt übertreffen die Zerstörungskräfte
der Menschheit ihre positiven Fähigkeiten. Die
Erkenntnis Willy Brandts gilt noch immer: Friede ist
nicht alles, aber alles ist nichts ohne Frieden. Sie
gilt weltweit."
Dokument

13. August 2007
Transcending Europe's Borders:
The EU and its Neighbours
Gemeinsam mit der University of Glasgow und
der UCD School of Politics and International Relations
Dublin haben Dr. Regina Heller (ZEUS) und Elena Kropatcheva
M.A. (CORE) auf dem ICCEES-Regionalkongress "Transcending
Europe's Borders: The EU and its Neighbours",
der vom 2. bis 4. August 2007 in der Humboldt-Universität
zu Berlin durchgeführt wurde, ein Panel zum Thema
"EU and Russia Flux Lines: Between Attraction
and Repulsion" organisiert. Dr. Regina Heller
präsentierte ein Papier mit dem Titel "Rapprochement
Through Interlinkage - How Strong is the EU's Normative
Gravity for Russia Really?", Elena Kropatcheva
trug zum Thema "Russia or the EU? Ukraine Caught
between Two Poles" vor. Ein weiteres Paper zum
Thema "Imagining Russia: The Role of Images in
Russian-German Relations" wurde von Valentina
Feklyuniny von der Universität Glasgow vorgestellt.
Kommentiert wurden die drei Papiere von Dr. Derek
Hutcheson, UCD School of Politics and International
Relations, Dublin.

16. Juli 2007
Das Internationale Konversionszentrum Bonn (BICC)
hat erste Ergebnisse eines vom Bundesministerium für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanzierten
Projektes zum sich verändernden Verhältnis
von Sicherheit und Entwicklung veröffentlicht
(www.bicc.de).
Hans Georg Ehrhart und Isabelle Tannous vom IFSH haben
dazu Konzept-Studien beigetragen, mit den Titeln:
"Schnittstellen von Entwicklung und Sicherheit
der EU - Strategien und Mechanismen für mehr
Politikkohärenz" und " Sicherheit +
Entwicklung = Frieden? Zur Rolle der Entwicklungspolitik
in der zivilen ESVP".
Hans-Georg
Ehrhart:
Sicherheit + Entwicklung = Frieden? Zur Rolle der
Entwicklungspolitik
in der zivilen ESVP
Isabelle
Tannous:
Schnittstellen von Entwicklung und Sicherheit der
EU Strategien und Mechanismen für mehr Politikkohärenz

11. Juli 2007
Drogen als Bedrohung?
Am 11. Juli 2007 hielt Frau Janet Kursawe vom
German Institute for Global and Area Studies (GIGA)
im Forschungskolloquium des IFSH einen Vortrag zum
Thema „Drugs as a Threat for Security“.
Das Thema ist Gegenstand ihrer Dissertation, die dieses
Jahr fertig gestellt wird.

10. Juli 2007
Abchasienkonflikt
Am Mittwoch, den 4. Juli 2007 fand im Rahmen
des von Dr. Hans-Georg Ehrhart betreuten Forschungskolloquiums
des IFSH eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung
zum Thema "Der de-facto Staat Abachsien: Welche
Lösungsansätze sind realistisch?" statt.
Den Input lieferten Prof. Dr. Otto Luchterhand (Institut
für Ostrecht der Universität Hamburg) und
Marietta König (IFSH/CORE).

9. Juli 2007
Workshop Feindbild "Islam"-
Feindbild "Westen". Eine kritische Reflexion
gegenseitiger Wahrnehmungen
Sybille Reinke de Buitrago präsentierte
beim Workshop Feindbild "Islam"- Feindbild
"Westen". Eine kritische Reflexion gegenseitiger
Wahrnehmungen des ORIENTation Netzwerkes in Berlin
am 6. Juli 2007 ein Papier zu Wahrnehmungen des Islam
in der deutschen Sicherheitspolitik.
Andere Beiträge beschäftigten sich mit dem
gesellschaftlichen Bild des Islam, aber auch der Wahrnehmung
des Westens in islamischen Ländern sowie der
Funktion von Bildern und Feindbildern generell. Der
Workshop wollte auf die wiederkehrende Relevanz von
Feindbildern, besonders in westlich-islamischen Beziehungen,
hinweisen.

9. Juli 2007
IFSH-Aktuell Nr.
67 erschienen
IFSH-Aktuell

9..Juli 2007
Think Tank Roundtable in Beijing
Vom 28. bis 29. Juni 2007 nahm Bernt Berger
am 4. EU-China Think Tank Roundtable mit dem Titel
“EU-China Relations - Where do we stand, where
do we go?” in Beijing teil. Die Veranstaltung
fand am Beijinger Think Tank des Außenministeriums
Chinese Institute for International Studies (CIIS)
statt und wurde gemeinsam vom European Studies Center
(EPC), der Konrad Adenauer-Stiftung (KAS) und dem
finnischen Außenministerium organisiert. Bernt
Berger hielt einen Vortrag über den US-Faktor
in EU-China Beziehungen und war Diskutant auf einem
Panel über die gegenwärtigen Entwicklungen
in der chinesischen Außenpolitik.

2. Juli 2007
Kooperationsvereinbarung
Das Zentrum für Europäische Studien
der Schule für Höhere Internationale und
Regionalstudien (SAIAS), East China Normal University,
die Schule für Betriebswirtschaft, Wirtschaft
und Sozialwissenschaften, Universität Hamburg,
und das Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik
an der Universität Hamburg haben über einen
Rahmen für die gemeinsame akademische Zusammenarbeit
ab 2007 beraten. Die dreitägigen Gespräche
vom 25. bis 27. Juni 2007 wurden unter Leitung des
Dekans der SAIAS Prof. Feng Shaolei, Prof. Wolfgang
Voegeli, Leiter des M.E.S-Studiengangs und Prof. Hans
J. Giessmann, Leiter des M.P.S.-Studiengangs geführt.
Sie endeten mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen
Absichtserklärung (Letter of Intent) durch den
Direktor des IFSH, Prof. Michael Brzoska, den Dekan
der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften,
Prof. Wolfgang Weber, und Prof. Feng Shaolei. Die
Absichtserklärung drückt den Wunsch der
Partner aus, im Oktober mit der Kooperation zu beginnen.
Grundsätzlich besteht die Vereinbarung, die noch
durch die zuständigen Gremien der drei Parteien
gebilligt werden muss, aus drei Elementen: akademische
Lehre durch deutsche Dozentinnen und Dozenten in Shanghai,
die Aufnahme von chinesischen Studierenden in die
Masterprogramme in Hamburg sowie der Austausch von
Forscherinnen und Forschern. Darüber hinaus haben
das IFSH und das Zentrum für Europäische
Studien der SAIAS vereinbart, ab 2008 wechselseitig
Plätze für Doktorandinnen und Doktoranden
zur Verfügung zu stellen. Während ihres
Aufenthaltes traf die chinesische Delegation mit dem
Direktor des IFSH, Prof. Brzoska, und dem Dekan der
Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften,
Prof. Weber, zusammen, abschließend wurde sie
auch vom Vizepräsidenten der Universität,
Prof. Hansmann, empfangen.

2. Juli 2007
ZEUS-CES Workshop on EU –
China Relations
Am 22. Juni 2007 fand am IFSH ein gemeinsamer
Workshop des Zentrums für EUropäische Friedens-
und Sicherheitsstudien (ZEUS) und des Zentrums für
Europäische Studien (CES) der Schule für
Höhere Internationale und Regionalstudien (SAIAS)
der East China Normal University (Shanghai) statt.
Während des Workshops berichteten ehemalige und
gegenwärtige Gastforscher des gemeinsamen und
von der EU geförderten Austauschprogramms über
Ergebnisse oder Fortschritte ihrer Forschungsvorhaben.
Prof. Cheng Jian, der im Jahre 2006 am ZEUS weilte,
stellte die Ergebnisse seines Projekts zur Energiekooperation
zwischen der EU, Russland und China vor. Dr. Zhou
Baowei, der einen sechsmonatigen Forschungsaufenthalt
am ZEUS über den Jahreswechsel 2006/2007 verbrachte,
berichtete über sein Projekt zu kulturell-strategischen
Asymmetrien in der transatlantischen Sicherheitsdebatte.
Prof. Yu Hua-chan, der noch bis Oktober 2007 seinen
Forschungsaufenthalt am ZEUS absolviert, informierte
über den Fortgang seines Projekts über die
GASP der EU. Ein erstes Bündel an Ideen für
seinen unmittelbar bevorstehenden Forschungsaufenthalt
in Shanghai präsentierte Dr. Bernhard Rinke.
Die Akademische Koordinatorin des Studiengangs M.P.S.,
Dr. Patricia Schneider, stellte den interessierten
Gästen aus China unser Masterprogramm in Friedens-
und Sicherheitsstudien vor.Der Leiter ZEUS, Prof.
Hans J. Giessmann, der Thesen zu globalen Rollen der
EU vertrat, und Prof. Feng Shaolei moderierten den
Workshop. Der SAIAS Dekan. Prof. Feng Shaolei, wird
von Mitte Juli bis Ende August 2007 zu einem Forschungsaufenthalt
am IFSH und ZEUS nach Hamburg kommen. Bernt Berger
MPhil, der in den vergangenen Monaten am CES gelehrt
und über interregionale Kooperation geforscht
hat, wird im Juli nach Hamburg zurückkehren.

1. Juli 2007
EU Konferenz über Weltraumsicherheit
Am 21./22. Juni 2007 veranstaltete das Auswärtige
Amt im Rahmen der deutschen EU-Präsidentschaft
die speziell für EU-Diplomaten gedachte „EU
Conference on Security in Space, the Contribution
of Arms Control and the Role of the EU“, an
der auch Marcel Dickow und Götz Neuneck teilnahmen.
Götz Neuneck trug zum Thema Weltraumbewaffnung
vor. Er führte den Vorsitz beim Panel „Arms
Control Approaches in Outer Space“. Die Initiative
soll unter der portugiesischen Präsidentschaft
fortgesetzt werden. Die Konferenz war eine der Empfehlungen
des DSF-Berichtes zur Weltraumbewaffnung, den André
Rothkirch und Götz Neuneck 2006 veröffentlichten.
Dokument

25. Juni 2007
Raketenfreie Zone im Nahen Osten/Persischen
Golf
Die Multilateral Study Group (MSG) on the Establishment
of a Ballistic Missiles Free Zone, in der 20 Experten
aus 12 Ländern unter Federführung der Hessischen
Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) in
einem Konferenzzyklus bis Mitte 2009 die Dimensionen
einer raketenfreien Zone im Nahen Osten/Persischen
Golf studieren, traf sich vom 31. Mai bis 2. Juni
2007 zu ihrer Auftaktkonferenz in Istanbul. Dr. Margret
Johannsen widmete sich dem Thema „Substate-Actors
and Their Missiles as a Challenge to the Process of
Confidence-Building and to a Missiles Free Zone: The
Case of Hamas and its Sponsors”. In ihrem Referat
setzte sich Johannsen mit der Bedrohung Israels durch
den Beschuss mit Qassam-Raketen, der Begründung
des Raketenbeschusses im Rahmen der national-religiösen
Ideologie des bewaffneten Widerstandes und seiner
Instrumentalisierung im Kontext der innerpalästinensischen
Fraktionskämpfe auseinander. Eine Entwaffnung
der Hamas unter Zwang beurteilte Johannsen als wenig
aussichtsreich. Sie plädierte statt dessen für
die externe Unterstützung eines Transformationsprozesses,
in dem ein langfristiger Waffenstillstand und die
Integration der Milizen in die legitimen Sicherheitsstrukturen
den Boden für ein Wegverhandeln der Raketenarsenale
substaatlicher Akteure bereitet. In diesem Zusammenhang
maß Johannsen solchen Maßnahmen der entwicklungsorientierten
Zusammenarbeit, die der palästinensischen Regierung
ein gewisses Maß an Regierungshandeln ermöglichen
würden, große Bedeutung bei. Die Konferenz
in Istanbul wurde gefördert vom Bundesministerium
für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
(BMZ), der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES), der Evangelischen
Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), der Arbeitsstelle
Friedensforschung Bonn (AFB) und dem Verband der Unternehmer
und Geschäftsleute in der Türkei (TUSIAD).

17. Juni 2007
Friedensgutachten 2007 erschienen
Friedensgutachten
2007

12. Juni 2007
Expertenworkshop zu DDR
Am 6. Juni nahm Dr. Hans-Georg Ehrhart an einem
Expertenseminar zum Thema „EU Contribution to
Disarmament, Demobilisation & Reintegration (DDR):
A Look
at Bosnia and Herzegowina“ teil. An der von
der Bundesregierung im Rahmen der EU-Präsidentschaft
organisierten Veranstaltung nahmen Fachleute von der
EU-Kommission, des Rates, der Bundeswehr, des Auswärtigen
Amtes, der UNO und aus NGO’s teil.

12. Juni 2007
Friedensgutachten
Am 14. Juni 2007 wird das diesjährige
Friedensgutachten der fünf Friedensforschungsinstitute
vor der Bundespressekonferenz in Berlin vorgestellt.
Weitere Informationen zum Friedensgutachten 2007 unter:
www.friedensgutachten.de
Einladung

12. Juni 2007
Konferenz “The Way Ahead
for Transatlantic Cooperation? Addressing Global Challenges
under the German EU Presidency”, Berlin
Sybille Reinke de Buitrago nahm an der gemeinsamen
Konferenz von Women in International Security (WIIS)
und WIIS Deutschland vom 26.-27. April 2007 in der
Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik
(DGAP) in Berlin teil. An der Konferenz “The
Way Ahead for Transatlantic Cooperation? Addressing
Global Challenges under the German EU Presidency”
nahmen über hundert Wissenschaftler, Praktiker
und Experten auf dem Gebiet der Sicherheit und Konfliktprävention
teil – die meisten davon Frauen. In verschiedenen
Panels wurden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten
im Ansatz auf beiden Seiten des Atlantiks für
globale Sicherheitsthemen, Instrumente und Lehren
diskutiert.

12..Juni 2007
Gastaufenthalt am Center for
Strategic and International Studies, Washington, DC
Sybille Reinke de Buitrago verbrachte im Mai
2007 einen Forschungsaufenthalt als Gastwissenschaftlerin
am Center for Strategic and International Studies
in Washington, DC. Sie war dort im Transnational Threats
Project integriert und befasste sich vor allem mit
aktuellen Entwicklungen des internationalen Terrorismus
and der amerikanischen Politik dazu. Sie führte
auch Interviews mit Entscheidungsträgern im U.S.
Congress, im State Department, der Intelligence Community
und internationalen Sicherheitsexperten. Ihre Ergebnisse
werden bei CSIS publiziert.

12. Juni 2007
Publikation
Aktuelles Positionspapier der Kommission "Europäische
Sicherheit und Zukunft der Bundeswehr" am IFSH.
"Auslandseinsätze der Bundeswehr: Viele Bedingungen
müssen erfüllt sein."
Dokument

23. Mai 2007
Afghanistan
Am Dienstag, den 22. Mai 2007 nahm Dr. Hans-Georg
Ehrhart, stellv. Leiter ZEUS, an einer Diskussionsveranstaltung
NDR im Rahmen der Sendung „Redezeit“ teil.
Thema war die Zukunft des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan.
Weitere Diskussionspartner an der von Matthias Frank
moderierten Sendung waren Rainer Arnold, verteidigungspolitischer
Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und General a.D.
Dr.Klaus Reinhardt, ex-Kommandeur der KFOR-Truppen
im Kosovo.

21. Mai 2007
IFSH-Aktuell Nr.
66 erschienen
IFSH-Aktuell

21. Mai 2007
6. deutsch-chinesischer Sicherheitsdialog
in Beijing
Am 14. und 15. Mai 2007 fand der von der Internationalen
Abteilung des ZK der KPCh und der Friedrich-Ebert-Stiftung
vorbereitete 6. deutsch-chinesische Sicherheitsdialog
in Beijing statt. Zur Delegation deutscher Politiker
und Abgeordneter unter Leitung von Dr. Walter Kolbow,
Stv. Fraktionsvorsitzender der SPD im Deutschen Bundestag,
gehörte Prof. Dr. Hans J. Gießmann, der
bereits zum fünften Mal zu dieser wichtigsten
deutsch-chinesischen sicherheitspolitischen Konsultation
eingeladen wurde. In seinem Vortrag entwickelte er
Vorschläge zur künftigen Kooperation zwischen
der Europäischen Union und China. Während
seines Aufenthaltes in Beijing hielt Prof. Giessmann
Vorträge am Chinesischen Institut für gegenwärtige
Internationale Beziehungen (CICIR) über die China
Politik der EU und vor der Deutschen Kammer Beijing
über Einflussmöglichkeiten und Grenzen der
Regionalpolitik der EU in Nordostasien. Außerdem
wurden mit der chinesischen Abrüstungsbehörde
und der Renmin-Universität Gespräche zur
Entwicklung von Kooperationsprojekten geführt.

15. Mai 2007
EU-Engagement in Afrika
Am 10. Mai 2007 war Dr. Hans-Georg Ehrhart,
stellv. Leiter ZEUS am IFSH,
Gast im Gesprächskreis Afrika der SPD-Fraktion
des Deutschen
Bundestages. Er referierte über das Thema „Friedensmissionen
der EU in
Afrika“ und diskutierte anschließend mit
den Teilnehmerinnen und
Teilnehmern über die Frage, wie der Aspekt der
Friedenskonsolidierung
künftig gestärkt werden könnte. Die
Sitzung wurde von MdB Hertha
Däubler-Gmelin geleitet.

14. Mai 2007
1. Vorbereitungstreffen für
die Überprüfungskonferenz des Nichverbreitungsvertrages
2010 in Wien
Vom 30.4-11.5. fand in Wien das 1. Vorbereitungstreffen
für die Überprüfungskonferenz des Nichverbreitungsvertrages
2010 statt. Götz Neuneck und Axel Schwanhäusser
nahmen an drei Panelpräsentationen während
des Treffens teil. Oliver Meier führte Gespräche
und Interviews am Rande der Konferenz. Die "Pugwash
Conferences on Science and World Affaires" und
das "International Network of Engineers and Scientists"
(INESAP) veranstalteten gemeinsam ein Panel "Space
Security - Impact on Nuclear Disarmament" und
INESAP und die Nuclear Peace Foundation zur "US
Nuclear Policy", an der Götz Neuneck mit
Vorträgen zur Weltraumbewafnung und zur Raketenabwehr
teilnahm.

14. Mai 2007
Carl Friedrich von Weizsäcker
gestorben
Das IFSH trauert um Carl Friedrich von Weizsäcker,
der nicht nur ein herausragender Physiker, Philosoph
und Gelehrter war, sondern auch als einer der Gründungsväter
der deutschen Friedensforschung bezeichnet werden
kann. Der Nachruf von Götz Neuneck, der mehrere
Jahre in Starnberg bei C.F von Weizsäcker zugebracht
hat und Martin Kalinowski, Carl Friedrich von Weizsäcker-Stiftungsprofessor
der Universität Hamburg, betont Weizsäckers
Hamburger Zeit (1957-1970) und seine in dieser Zeit
herausragenden Beiträge zur Kritik an der Abschreckung,
sowie zur Weltinnenpolitik und zur Kriegsverhütung.
Nachruf

9. Mai 2007
Konsenspapier der UNO zur
Reform von Sanktionen
Unter dem Vorsitz des ständigen Vertreter
der griechischen Regierung wurde vor kurzem im Sicherheitsrat
der Vereinten Nationen ein langwieriger Verhandlungsprozess
über ein Konsenspapier zur Reform von Sanktionen
zu einem erfolgreichen Ende gebracht. Das Papier und
weitere Schritte wurden am 30. April in den VN in
New York im Rahmen eines Seminars diskutiert, an dem
Michael Brzoska als Berichterstatter teilnahm.

7. Mai 2007
Wissenschaftliches Symposium
„Die Europäische Union im 21. Jahrhundert“
und Buchpräsentation
Am 27. April veranstaltete das Institut für
Politikwissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität
Münster aus Anlass des 60. Geburtstages von Prof.
Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers (Prof. für Internationale
Beziehungen) ein Wissenschaftliches Symposium unter
dem Titel „Die Europäische Union im 21.
Jahrhundert“. Unter Moderation von Dr. Bernhard
Rinke (ZEUS) diskutierten Dr. Hans-Georg Ehrhart (stellv.
Leiter ZEUS), Prof. Dr. Dr. h.c. Wichard Woyke (Professor
für Europapolitik, Universität Münster),
Prof. Dr. Wilfried Loth (Professor für Neuere
und Neueste Geschichte, Universität Duisburg-Essen)
und Prof. Dr. Hajo Schmidt (Direktor des Instituts
Frieden und Demokratie der FernUniversität Hagen)
über die weltpolitische Rolle der Europäischen
Union im 21. Jahrhundert. In diesem Zusammenhang befasste
sich das Podium insbesondere mit der Frage nach der
Zukunft der außen- und sicherheitspolitischen
Abschnitte des Europäischen Verfassungsvertrags
und den friedenspolitischen Perspektiven der EU auf
ihrem Weg zu einer mehr und mehr operativ ausgerichteten
Außen- und Sicherheitspolitik.
Im Rahmen eines anschließenden Empfangs wurde
Prof. Meyers dann eine von Dr. Hans-Georg Ehrhart
und Dr. Bernhard Rinke mit herausgegebene Festschrift
unter dem Titel „Die Europäische Union
im 21. Jahrhundert. Theorie und Praxis europäischer
Außen-, Sicherheits- und Friedenspolitik“
(Wiesbaden 2007) überreicht. In diesem Band legen
ausgewiesene Experten aus Wissenschaft und Praxis
profunde Analysen über die außen-, friedens-
und sicherheitspolitische Rolle der Europäischen
Union in der Welt vor. Dabei werden theoretische Fragen
des Friedensprojekts Europa ebenso behandelt wie konzeptionelle
und praktische Aspekte der Gemeinsamen Außen-
und Sicherheitspolitik, die Rolle der EU als globaler
Akteur kooperativen Friedens und die Herausforderungen
europäischer Integration.

2. Mai 2007
Regionale Wahrnehmungen asiatischer
Mächte für globalen Wandel
“Regionale Wahrnehmungen asiatischer
Mächte für globalen Wandel” war der
Titel eines gemeinsam von der renommierten S. Rajaratnam
School of International Studies der Nanyang Technical
University und der Friedrich-Ebert-Stiftung, Regionalbüro
Südostasien am 27. April in Singapur veranstalteten
politikorientierten Dialogs. Die erste Sitzung dieses
Workshops, über Chinas und Indiens Selbstwahrnehmung
und Rollen, wurde von Prof. Dr. Hans J. Giessmann
eingeleitet und moderiert.

25. April
2007
Hamburger Beiträge zur Friedensforschung
und Sicherheitspolitik #146 erschienen:
Detlef Bald / Hans-Günter Fröhling / Jürgen
Groß / Claus Frhr. v. Rosen (Hrsg.), Was ist
aus der Inneren Führung geworden? Zum hundertsten
Geburtstag Wolf Graf von Baudissins, April 2007.
Hamburger
Beiträge

23. April
2007
Arbeitssitzung der Bundeswehrkommission
Mit Fragen der Inneren Führung, insbesondere
im Einsatzfall, befasste sich auch die Kommission
„Europäische Sicherheit und Zukunft der
Bundeswehr“ am IFSH auf ihrer Arbeitssitzung
am selben Tag. Die aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern,
Politikern und Militärs zusammengesetzte Expertenkommission,
die seit ihrer Gründung im Jahre 1999 die Transformation
der deutschen Streitkräfte kritisch begleitet,
diskutierte unter Vorsitz von Prof. Brzoska die erste
Fassung eines gemeinsames Positionspapier, in dem
objektive und transparente Kriterien für Auslandseinsätze
der Bundeswehr formuliert und konkrete Empfehlungen
für eine in sich schlüssige politische Strategie
in den aktuellen Konfliktregionen ausgesprochen werden
sollen..

23. April
2007
Gedenkveranstaltung zum hundertsten
Geburtstag Wolf Graf von Baudissins
Am 8. Mai 2007 wäre der Gründungsdirektor
des IFSH, Generalleutnant a.D. Prof. Wolf Graf von
Baudissin, der „Vater“ der Inneren Führung
in der Bundeswehr, 100 Jahre alt geworden. Aus diesem
Anlass erschien in der Reihe „Hamburger Beiträge
zur Friedensforschung und Sicherheitspolitik“
ein Themenheft unter dem Titel „Was ist aus
der Inneren Führung geworden?“, das von
seinen Herausgebern, den Mitgliedern der Forschungsgruppe
„Demokratisierung von Streitkräften (DemoS)“
am IFSH, am19. April präsentiert wurde.
Nach einer einleitenden Würdigung Baudissins
durch den Direktor des Instituts, Prof. Dr. Michael
Brzoska, stellte Dr. Jürgen Groß, der Leiter
der Forschungsgruppe, einige zentrale Befunde der
Autoren des Heftes vor. So etwa besitze die Innere
Führung auch ein halbes Jahrhundert nach ihrer
Einführung in die Bundeswehr noch immer nicht
den Stellenwert, der ihr ursprünglich nach den
Vorstellungen Baudissins eigentlich zukommen sollte.
Des Weiteren werde sie in den deutschen Streitkräften
nicht selten auf ein bloßes Führungs- und
Motivationskonzept reduziert; dabei sollte sie nach
ihrer Grundintention weitaus mehr, nämlich demokratische
Werte und Normen auch im Militär sichern.
Im Anschluss daran griffen die Mitglieder der Forschungsgruppe,
Dr. Detlef Bald, Oberstleutnant Dr. Hans-Günter
Fröhling sowie Prof. Dr. Claus Frhr. von Rosen
unter der Moderation von Prof. Dr. Hans-Joachim Gießmann
die Frage „Was ist aus der Inneren Führung
geworden?“ auf und diskutierten mit den zahlreichen
sachkundigen und engagierten Gästen .

11. April
2007
New Cold War History
Am 11. April 2007 hielt Dr. Bernd Stöver,
wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum Zeithistorische
Forschung und apl. Professor an der Universität
Potsdam, einen Vortrag im Rahmen des Forschungskolloquiums
des IFSH. Das Thema des Vortrags lautete: „Der
Kalte Krieg als absoluter Krieg. Konturen einer New
Cold War History“. Anschließend diskutierte
er unter Moderation von Dr. Hans-Georg Ehrhart mit
den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des
IFSH.

11. April
2007
Jahresbericht 2006 liegt vor
Der Jahresbericht 2006 liegt vor. Vorbhaltlich
der Zustimmung des Kuratoriums des IFSH wird er im
Juli in Druck gehen. Eine elektronische Fassung des
Entwurfs ist aber bereits verfügbar unter
Jahresberichte

11. April
2007
Debatte um die neuen US-Raketenabwehrpläne
in Europa
An der Debatte um die neuen US-Raketenabwehrpläne
in Europa haben sich auch IFSH-Mitglieder beteiligt.
Götz Neuneck gab sowohl der Zeitung Cicero
(http://www.cicero.de/1725.php?ress_id=21&kol_id=10253)
als auch der Freien Presse in Chemnitz ein Interview.
Die Wissenschaftssendung Nano/3Sat berichtete über
ein Fachgespräch, das am 3. April 2007 im Magnus-Haus
der Deutschen Physikalischen Gesellschaft in Berlin
zum Thema stattfand und bei dem Götz Neuneck
und Geoffrey Forden vom MIT/Science, Technology and
Global Security Working Group, z.Z. Gastwissenschaftler
bei IFAR, interviewt wurden. (http://www.3sat.de/SCRIPTS/print.php?url=/nano/astuecke/106713/index.html)
Die Berliner Zeitung und der Tagespiegel berichteten
ebenso darüber
wie der WDR.

04. April
2007
Geoffrey Forden vom Massachusetts
Institute of Technology (MIT) am IFSH
Am Mittwoch, den 4. April 2007 weilte Prof.
Geoffrey Forden vom Massachusetts Institute of Technology
(MIT) am IFSH. Neben Gesprächen mit Mitgliedern
von IFAR und dem Direktor des IFSH hielt er einen
Vortrag im Forschungskolloquium. Thema der Presentation
war: „How the World's Most Underdeveloped Nations
get the World's Most Dangerous Weapons”. Geoffrey
Forden war u.a. Leiter der multidisziplinären
Analyseabteilung von UNMOVIC im Irak, Fellow am Center
for International Security and Arms Control der Stanford
University, Analyst für strategische Waffen im
Congressional Budget Office und Professor an der Universität
Arizona.

02. April
2007
Bundesvorsitzender des Deutschen
Bundeswehrverbandes am IFSH
Am Mittwoch, den 21. März 2007 besuchten
Oberst i.G. Bernhard Gertz, Bundesvorsitzender des
Deutschen Bundeswehrverbandes, und Christian Singer,
Geschäftführer der Karl-Theodor-Molinari-Stiftung,
das IFSH. Zunächst sprachen sie mit Prof. Dr.
Michael Brzoska, Prof. Dr. Hans-Joachim Gießmann,
Dr. Hans-Georg Ehrhart und OTL Dr. Armin Wagner aktuelle
Fragen der Bundeswehr. Danach hielt Oberst Gertz im
Forschungskolloquium einen Vortrag zum Thema „Auslandseinsätze
der Bundeswehr aus der Sicht des Deutschen Bundeswehrverbandes“
und diskutierte anschließend mit den Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern sowie Gästen des IFSH.

26. März
2007
Nuklearisierung in Europa und
dem Vorderen Orient
Auf einem Internationalen Symposium über
"Nuklearisierung in Europa und dem Vorderen Orient
– Von Bedrohung zur präventivem Handeln",
veranstaltet von der Schweizer Sektion der Ärztinnen
und Ärzte für soziale Verantwortung (PSR)
/ Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW)
vom 22. bis 25. März 2007 in Monte Verità,
Schweiz, hielt Dr. Margret Johannsen einen Vortrag
über "Mutual Distrust and threats: Is there
a chance for dialogue?". In ihrer Präsentation
stellte Johannsen fest, dass zweierlei Maß und
die Geringschätzung völkerrechtlicher Standards
einem verantwortungsvollen und produktiven Umgang
mit der nuklearen Proliferationsgefahr im Vorderen
Orient im Wege stehen. Sie plädierte für
einen umfassenden Ansatz, um die Blockaden aufzubrechen.
Danach sollten Verhandlungen über die Errichtung
einer nuklearwaffenfreien Zone im Vorderen Orient
und Verhandlungen über eine Lösung des regionalen
Kernkonflikts zwischen Israel und den Palästinensern
parallel geführt werden, um das vorherrschende
Denken in Kategorien des schlimmsten Falls zu überwinden.

26. März
2007
Perspektiven einer Koalitionsregierung
in den Palästinensischen Gebieten
Die Friedrich-Ebert-Stiftung/Internationale
Entwicklungszusammenarbeit – Referat Naher/Mittlerer
Osten und Nordafrika veranstaltete am 26. März
2007 in Berlin eine Podiumsdiskussion mit hochrangigen
Mitgliedern der Fatah zu den Perspektiven einer Koalitionsregierung
in den Palästinensischen Gebieten. Azzam Al-Ahmad
(Stellvertretender Ministerpräsident), Dr. Sahar
Al-Qawasmy aus der Westbank (Mitglied im Palästinensischen
Legislativrat) und Majed Abu Schammalah (Generalsekretär
der Fatah-Führung im Gazastreifen und Mitglied
im Palästinensischen Legislativrat) referierten
über die Chance, die sich durch die Bildung einer
Regierung der nationalen Einheit für die Normalisierung
in den Palästinensischen Gebieten und die Wiederaufnahme
des seit sechs Jahren ruhenden Friedensprozesses ergibt.
Die Redner appellierten an die EU bzw. die Bundesregierung,
die Sanktionen gegen die palästinensische Regierung
aufzuheben. Sie betonten, dass die Einheitsregierung
in ihrer Plattform de facto die Forderungen erfüllt
habe, die das Nahost-Quartett zur Bedingung für
die Wiederaufnahme des Dialogs und der Finanzhilfen
für die palästinensische Regierung gemacht
habe. Die Podiumsdiskussion wurde von Dr. Margret
Johannsen moderiert.

15. März
2007
Botschafter a.D. Dr. Hans-Georg
Wieck am IFSH
Am 14. März 2007 weilte Botschafter a.D.
Dr. Hans-Georg Wieck am IFSH. Am Vormittag traf er
mit Prof. Dr. Michael Brzoska (Direktor), Dr. Frank
Evers (stellv. Leiter CORE), Dr. Hans-Georg Ehrhart
(stellv. Leiter ZEUS), Dr. Anna Kreikemeyer (CORE)
und OTL Dr. Armin Wagner (ZEUS) zu einem Gedankenaustausch
zusammen. Am Nachmittag hielt er im Rahmen des Forschungskolloquiums
einen Vortrag zum Thema „Der Transformationsprozess
in Belarus und die westliche Demokratieförderung“.
Dr. Wieck war Leiter Planungsstab im Verteidigungsministerium,
Botschafter in Teheran, Moskau und Neu Dehli, Vertreter
der Bundesrepublik bei der NATO, Präsident des
Bundesnachrichtendienstes sowie Leiter der OSZE-Beratergruppe
in Minsk.

9. März
2007
16. Forum Globale Fragen in Berlin
Das Auswärtige Amt und die Deutsche Stiftung
Friedensforschung veranstalteten am 5. und 6. März
2007 in Berlin das 16. Forum Globale Fragen. Das IFSH
war durch den wissenschaftlichen Direktor Prof. Dr.
Michael Brzoska und Dr. Götz Neuneck vertreten..
Michael Brzoska moderierte das Eröffnungspanel
zum Thema „Scheitert das Regime zur Nichtweiterverbreitung?“
mit Hans Blix (Stockholm), Patricia Lewis (UNIDIR/Genf),
Harald Müller (Frankfurt), Douglas Roche (Kanada)
und William Walker (St. Andrews). Götz Neuneck
referierte auf dem Panel „Droht ein Rüstungswettlauf
im All?“.
Vortrag
G. Neuneck

28. Februar
2007
Vortrag über Chinas Interessen
bei CIOR
Am 13. Februar 2007 war Bernt Berger (ZEUS/IFSH)
von der Konrad Adenauer Stiftung als Referent zu einer
Tagung der Interallied Confederation of Reserve Officers
(CIOR/NATO) im Schloss Eichholz, Wesseling geladen.
Er hielt einen Vortrag über Chinesische Interessen
und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für
die Außen-, Sicherheits- und Wirtschaftspolitik.
In der anschließenden Diskussion beantwortete
er Fragen zu einem breiten Themenspektrum wie Chinas
Afrika- und Zentralasienpolitik, Menschenrechte, Taiwan,
Chinas militärische Ambitionen und die innere
politische Entwicklung.

26. Februar
2007
Internationaler Expertenworkshop
des IFSH und des ithf
Am Samstag, den 24. Februar 2007 veranstalteten
das IFSH und das Institut für Theologie und Frieden
(ithf) einen international besetzten Expertenworkshop
zum Thema “Befriedung von außen? Ethische
Reflexionen eines strittigen politisch-militärischen
Konzeptes am Beispiel des Kongo“. Im Mittelpunkt
stand die Frage, ob das Interventionskonzept von UNO
und EU in der Demokratischen Republik Kongo ethisch
gerechtfertigt ist. Waren die handelnden Akteure dazu
legitimiert? Waren ihre Ziele und die eingesetzten
Mittel gerechtfertigt? Diesen Fragen wurde in vier
Schritten nachgegangen.
Zunächst stand die Konfliktanalyse im Zentrum
des Interesses. Welchen Ursprung hat der Konflikt?
Welche kongolesischen Konfliktparteien sind involviert?
Welche Ziele verfolgen sie? Wie sind die Interessen
und Ziele der Nachbarstaaten? Wie ist die Akteurskonstellation
vor Ort einzuschätzen? Wie die Konfliktdynamik?
Diese Fragen wurden im ersten, vom Direktor des ithf,
Dr. Heinz-Gerhard Justenhoven geleiteten Panel behandelt.
Panelisten waren der Afrikaexperte der taz, Dominic
Johnson, und Quentin Laurent, Experte für die
Region der Großen Seen im französischen
Außenministerium und Politischer Berater des
Force Commanders der EUFOR RD Congo.
Im zweiten Schritt wurden die Befriedungskonzepte
von UNO und EU bzw. die Rolle der UN-Blauhelmtruppen
MONUC sowie der EUFOR RD Congo analysiert. Warum engagieren
sich EU und UNO? Welche Ziele verfolgen diese Kollektivakteure
mit welchen Mitteln? Wie sind die offenen und verdeckten
Interessenlagen der Individualakteure? In welcher
Weise sind die unmittelbar am Konflikt militärisch
Beteiligten in diesen Befriedungsprozess einbezogen?
Welche Ethik der Befriedung von außen trägt
das Konzept ex- und implizit? Diese Fragen behandelte
das vom Direktor des IFSH, Prof. Dr. Michael Brzoska,
geleitete nächste Panel. Das Befriedungskonzept
der EU untersuchte Dr. Hans-Georg Ehrhart, stellv.
Leiter des Zentrum für EUropäische Friedens-
und Sicherheitsstudien am IFSH, während die MONUC-Aktivitäten
von Ingo Badoreck LL.M., Leiter des Referats für
West- und Zentralafrika beim Afrika-Verein und vorher
Vertreter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Kinshasa
sowie Mitarbeiter in der politischen Abteilung der
Friedensmission MONUC, beleuchtet wurden.
Im dritten Schritt wurde das nun erschlossene Befriedungskonzept
einer ethischen Kritik ausgesetzt. Wie ist das Engagement
rechtsethisch zu beurteilen? Welche Kriterien können
angelegt werden? Stehen nicht wieder die nationalen
Interessen der Staaten im Vordergrund? Welchen Stellenwert
haben die unter dem Konflikt unmittelbar leidenden
Menschen? Diese Problematik wurde während des
dritten, vom stellv. Direktor des ithf, Prof. Dr.
Gerhard Beestermöller, moderierten Panels erörtert.
Dr. Wolfgang Lienemann, Professor für Ethik an
der Christkatholischen und Evangelischen Theologischen
Fakultät der Universität Bern, referierte
über die rechtsethische Problematik, während
der kongolesische Prof. Dr. Paulin Manwelo von der
Katholischen Universität Ostafrikas und Direktor
des Instituts für Friedensforschung und Internationale
Beziehungen, Nairobi, über den Zusammenhang von
jus ad interventum, jus in intervento und jus post
interventum vortrug.
In einem letzten Schritt erfolgte eine realpolitische
Hinterfragung des Befriedungskonzeptes. Ist das Konzept
nicht zu stark ethisch unterlegt? Wird nicht eine
der Realität unangemessene Interessenfreiheit
unterstellt? Erfasst das Konzept überhaupt angemessen
die Realitäten Afrikas und die wahren Motive
der externen Akteure? Diese Realpolitische Analyse
wurde geleistet durch Prof. Dr. Peter Schmidt von
der Stiftung Wissenschaft und Politik und von Botschafter
Dr. Albrecht Conze, ehemaliger stellv. Direktor der
UNO-Mission MONUC. Das Panel wurde geleitet von Prof.
Dr. Stefan Brüne von der Universität Hamburg.
Weitere Teilnehmer der Expertentagung waren Prof.
Dr. Franz-Josef Bormann (Universität Paderborn),
Dr. Matthias Gillner (Führungsakademie der Bundeswehr),
Prof. Dr. Rolf Hofmeier (ehem. Direktor des Afrika-Instituts
und Wahlbeobachter im Kongo), Oberst a.D. Ludwig Jacob
(ithf), Prof. Dr. Daniel Philpott (Wissenschaftskolleg
Berlin/University of Notre Dame), OTL i.G. Johannes
Rudolf (Berater des stellv. Force Commanders EUFOR
RD Congo), Prof. Dr. Hajo Schmidt (Universität
Hagen), Frauke Seidensticker (stellv. Direktorin des
Deutschen Instituts für Menschenrechte) und Prof.
Dr. Michael Staack (Helmut Schmidt Universität
der Bundeswehr).
Verantwortlich für das Veranstaltungskonzept
und die fachliche Durchführung waren PD Dr. Heinz-Gerhard
Justenhoven (ithf), Dr. Hans-Georg Ehrhart (IFSH)
und Prof. Dr. Stephan Brüne (Universität
Hamburg). Die Ergebnisse der Tagung werden in der
Vierteljahresschrift Sicherheit und Frieden (S+F)
in Heft 3/2007 und in einem Tagungsband publiziert.

26. Februar
2007
EU-Migrationspolitik
Am 21. Februar 2007 weilte Frau Dr. Ulrike
Borchardt vom Seminar für Politische Wissenschaften
der Universität Hamburg am IFSH. Sie stellte
im Forschungskolloquium ein Projekt zum Thema "Migrations-
und Flüchtlingspolitik der EU im Spannungsfeld
von Sicherheit, ökonomischer Notwendigkeit und
Menschenrechten - (Mögliche) Konsequenzen der
Bildung eines Cordon Sanitaire an den Außengrenzen
der EU am Beispiel Marokkos" zur Diskussion.

21. Februar
2007
Am 19. Februar erhielt das IFSH Besuch von einer
Gruppe von Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 21
Ländern an einem Kursus der Friedrich-Naumann-Stifung
zum Thema Konflitprävention und Konfliktmanagement.
Michael Brzoska berichtete über die Arbeit des
Institutes und Bernhard Rinke hielt ein Referat zu
Thema Europäische Union als Konfliktmanager.

19. Februar
2007
IFSH-Aktuell Nr.
65 erschienen
IFSH-Aktuell

5. Februar
2007
Fünfter Shanghai
Workshop on Global Governance
Vom 23. bis 24. Januar 2007 nahmen Prof. Hans J.
Gießmann (ZEUS/IFSH) und Bernt Berger (ZEUS/IFSH)
am fünften Shanghaier Workshop on Global Governance
mit dem Titel "Current Situation and Future Prospects
of Asia-Europe Security Cooperation" teil. Die
Veranstaltung wurde gemeinsam vom Shanghai Institute
for International Studies (SIIS) und der Friedrich-Ebert-Stiftung
veranstaltet. Bernt Berger hatte im Vorfelde an der
inhaltlichen Gestaltung mitgewirkt. Prof. Gießmann
referierte über die Rolle der NATO in der regionalen
Sicherheitsarchitektur Europas. Bernt Berger hielt
einen Vortrag über Aspekte und Grenzen chinesisch-europäischer
Sicherheitskooperation. Der Workshop deckte ein weites
Spektrum an Themen und Perspektiven ab, die Grundlage
für eine offene und intensive Diskussion waren.
Am 25. Januar leitete Bernt Berger zusammen mit Dr.
Zhang Tiejun (SIIS) im Kontext eines gemeinsamen Buchprojektes
einen Workshop. Die Veranstaltung bot Raum für
Diskussionen über die einzelnen Beiträge
und diente aufgrund ihres informellen Charakters zur
Intensivierung von Kontakten unter den Autoren. Am
26. Januar traf Bernt Berger Vertreter des Shanghai
Institute for European Studies (SIES). Bei dem Treffen
wurden gegenwärtige Themen der EU-chinesischen
Beziehungen diskutiert und die künftige Zusammenarbeit
geplant.

31. Januar
2007
7. Rahmenforschungsprogramm
Am 31. Januar 2007 besuchte Frau Angela Schindler-Daniels
vom German Aerospace Center das IFSH. Sie ist verantwortlich
für den Bereich „Citizens and Governance
in the Knowledge-based Society“. Frau Schindler-Daniels
stellte im Forschungskolloquium die Fördermöglichkeiten
für Sozialwissenschaftler im 7. Rahmenforschungsprogramm
der Europäischen Union vor und beantwortete anschließend
Fragen der Zuhörer.

30. Januar
2007
Das Zentrum für
OSZE-Forschung am IFSH (CORE) veranstaltet vom 9.-11.
Februar 2007 einen transatlantischen Workshop zum
Thema "Dilemmata der Demokratieförderung
in Zentralasien."
"Europäische und US-amerikanische Erfahrungen
und Perspektiven"
Seit Mitte der 1990er Jahre, insbesondere aber seit
dem 11. September 2001 bemühen sich staatliche
und nichtstaatliche Akteure aus den USA und europäischen
Ländern um Demokratieförderung in den fünf
zentralasiatischen Staaten Kasachstan, Kirgistan,
Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan.
Zentralasien ist eine besonders schwierige Region
hinsichtlich der Förderung von Demokratie und
Menschenrechten. In den zentralasiatischen Staaten,
die nicht auf eine demokratische Geschichte zurückblicken,
sind traditionelle Herrschaftsformen mit dem Erbe
von 70 Jahren Sowjetherrschaft zu bestenfalls semi-autoritären
und schlimmstenfalls diktatorischen Regimen verschmolzen.
Hinzu kommt eine hochkomplizierte außenpolitische
Lage, in der Macht-, Stabilitäts- und Rohstoffinteressen
Russlands, Chinas, Japans und westlicher Staaten z.T.
miteinander konkurrieren.
Die Mittel für die Demokratieförderung
in Zentralasien kommen etwa zur Hälfte aus den
USA, wobei sich öffentliche und private Geber
die Waage halten, die andere Hälfte stammt aus
– vorwiegend öffentlichen –
europäischen Quellen.
Der Workshop wird sich mit der Demokratieförderung
vor dem Hintergrund der komplexen inneren Strukturen
und Außenbeziehungen der Region, den Lehren
aus zehn Jahren Demokratieförderung und den unterschiedlichen
US-amerikanischen und europäischen Ansätzen
gegenüber den fünf zentralasiatischen
Ländern befassen und versuchen, einen gemeinsamen
Standpunkt für eine tragfähige und umsetzbare
Demokratisierungsstrategie für Zentralasien zu
finden. Der Arbeit der Organisation für Sicherheit
und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) als führende
Organisation für Wahlunterstützung und -beobachtung
in der euro-atlantischen und zentralasiatischen Region
gilt dabei besondere Beachtung.
Unter den rund 25 hochrangigen Teilnehmerinnen und
Teilnehmer aus Wissenschaft und Praxis sind sowohl
Fachleute für Demokratieförderung als
auch Regionalexpertinnen und -experten vertreten.
Knapp die Hälfte der Gäste kommt aus den
USA, die anderen Teilnehmer aus Deutschland, Großbritannien
und Russland.

24. Januar
2007
China führt
einen Anti-Satellitentest durch
Am 11. Januar 2007 hat China mit einer ballistischen
Rakete vom Boden
aus einen ausgedienten chinesischen Wettersatelliten
abgeschossen. Damit
gehört das Reich der Mitte neben den Vereinigten
Staaten und Russland zu
den Raumfahrtnationen, die in der Lage sind, Satelliten
im All zu
zerstören.
Wenn keine völkerrechtlichen Regelungen vereinbart
werden, droht ein
kostenintensiver und gefährlicher Rüstungswettlauf
auch im Weltraum.
Die Studie von André Rothkirch und Götz
Neuneck "Weltraumbewaffnung und präventive
Rüstungskontrolle", die im letzten Jahr
im Rahmen der
Forschungsberichte der DSF erschienen ist, beschreibt
den Hintergrund
der augenblicklichen Entwicklungen im Weltraum und
macht konkrete
Rüstungskontrollvorschläge.
http://www.ifsh.de/pdf/aktuelles/DSF_Space%20final_Endfassung_acro5.pdf
Das IFAR-Workingpaper aus dem Jahr 2005 schildert
den technischen Hintergrund
http://www.ifsh.de/IFAR/pdf/wp10.pdf

22. Januar
2007
Afghanistan
Am 17. Januar 2007 hielt Florian Kühn, M.A.,
MPS, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Helmut
Schmidt Universität der Bundeswehr, im Rahmen
Forschungskolloquiums des IFSH einen Vortrag über
„Afghanistan als internationale Herausforderung“.
Anschließend diskutierten die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer die Thesen des Referenten und die aktuelle
Lage in Afghanistan. Die Sitzung wurde von Dr. Hans-Georg
Ehrhart moderiert.

22. Januar
2007
Europaschule Hamm
am IFSH
Am 16. Januar 2007 besuchten Schülerinnen und
Schüler der 11. Klasse des Gymnasiums Hamm –
Die Europaschule in Hamburg – das IFSH. Sie
diskutierten mit Dr. Hans-Georg Ehrhart im Rahmen
ihrer Projektwoche „Die EU im Jahr 2020“
außen- und sicherheitspolitische Probleme und
Perspektiven der Europäischen Union.

07. Januar
2007
Frühwarnung
und Human Security
Am 4. Januar 2007 weilt Dr. Albrecht Schnabel, Senior
Research Fellow an der schweizerischen Friedensstiftung
Swisspeace am IFSH. Er informierte zunächst die
Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der AG Wirkungsforschung
über das Frühwarnsystem FAST. Am Nachmittag
hielt er einen Vortrag im Forschungskolloquium zum
Thema „Operationalizing Human Security“.
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