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Archiv 2007


30. Dezember 2007

EU Wahlbeobachtung in Kenia

Vom 20.-30. Dezember 2007 war Marietta König als Kurzzeitwahlbeobachterin für die EU in Kenia tätig. Die Mission war eingesetzt worden, um die Allgemeinen Wahlen (d.h. Präsidentschafts-, Parlaments- und Stadtparlamentswahlen) am 27. Dezember 2008 zu beobachten. Frau König war innerhalb des Kiambaa-Gebiets für den mehrheitlich von der Bevölkerungsgruppe der Kikujus bewohnten Githinguri-Bezirk ca. 30 km nordwestlich von Nairobi zuständig. Ihre Aufgaben bestanden darin, den Wahlprozess zu beobachten, der Öffnung und Schließung eines Wahllokals beizuwohnen und die Arbeit der Bezirkswahlkommission zu verfolgen. Während im Laufe des Wahltags nur kleinere Unregelmäßigkeiten protokolliert wurden, erwies sich die Erfassung der Ergebnisse speziell für die Präsidentschaftswahlen als problematisch. Auch nach mehr als zwölf Stunden Wartens blieben die meisten EU-Wahlbeobachter ohne Endergebnisse. Bereits einen Tag nach den Wahlen wurde über erste blutige Zusammenstöße zwischen Anhängern des offiziell wiedergewählten Mwai Kibaki, eines ethnischen Kikuju, und Parteigängern seines stärksten Konkurrenten Raila Odinga, einem ethnischen Luo, berichtet.


21. Dezember 2007

Christian Mölling, langjähriger IFAR-Mitarbeiter und VW-Stipendiat wechselt im neuen Jahr an die ETH Zürich. Er übernimmt die Position eines Senior Research Fellows am Center for Security Studies, Er wird hier zuständig sein für Fragen der Rüstungskontrolle/Nonproliferation, der Streitkräftetransformation und der internationaler Verteidigungspolitik. Das IFSH dankt für seine jahrelange gute Mitarbeit und wünscht ihm alles Gute!


19. Dezember 2007

Diskussion "Islamismus und Terrorismus"

Mit 30 Stabsoffizieren der US-Army diskutierte Prof. Dr. Hans J. Gießmann am 12. Dezember 2007 über "Islamismus und Terrorismus" im Haus Rissen, Hamburg.


18. Dezember 2007

Konfrontation und Kooperation in Asien

Prof. Dr. Hans J. Gießmann nahm an der internationalen Tagung "Chinas neue Rolle in der Welt: Machtrivalität oder Chancen für mehr Multilateralismus" der Evangelischen Akademie Loccum vom 14. bis 16. Dezember 2007 teil. Er hielt ein einführendes Referat zum Thema "Konfrontation und Kooperation in Asien" und war Teilnehmer eines Diskussionspodiums zum Thema "Strategische Konkurrenzen im asiatisch-pazifischen Raum".


16. Dezember 2007
Trilaterales Forschungsprojekt Demokratisierung durch externe Akteure

Vom 14.-16. Dezember 2007 nahm Jens Narten als Fallstudienautor am ersten Arbeitstreffen des internationalen Forschungsprojekts „External Democratization in Post-Conflict States“ in Berlin in Zusammenarbeit mit der FU Berlin, der Universität in Stanford und dem FRIDE-Institut, Madrid teil und präsentierte ein Arbeitspapier zum Thema „Statebuilding in Kosovo“. Das Projekt zielt darauf ab, eine umfassende Evaluierung zur Effizienz verfügbarer Instrumente der Demokratieförderung zu erstellen und aufzuzeigen, welche Verknüpfungen lokaler Bedingungen und externer Interventionen zur Errichtung demokratischer Regierungen zu funktionieren scheinen. Ein spezieller Teil des Projekts untersucht ferner, ob und wie sich Länder, die eine hohe Gewaltskala aufweisen, zu stabilen und demokratischen Gemeinwesen entwickeln können und welchen Einfluss dabei Maßnahmen externer Unterstützung haben.


15. Dezember 2007

CORE Working Paper erschienen

Anna Kreikemeyer / Wolfgang Zellner (eds.), The Quandaries of Promoting Democracy in Central Asia: Experiences and Perspectives from Europe and the USA, Report of a Transatlantic Workshop at the Centre for OSCE Research in Hamburg, CORE Working Paper No 18, Hamburg 2007.
Der Workshop-Bericht beinhaltet den Text des Eröffnungsvortrages von Martha Brill Olcott zum Thema “Democracy Promotion in Central Asia: From High Expectations to Disillusionment” und fasst die Beiträge der Teilnehmerinnen und Teilnehmer thematisch zusammen.


10. Dezember 2007

IFSH-Aktuell 69 (Oktober-November 2007) ist erschienen

IFSH-Aktuell


05. Dezember 2007

Studie: Zukunft der Entwicklungskooperation: China-EU-Afrika

Bernt Berger und Uwe Wissenbach (EU Kommission DG Development) haben beim Deutschen Institut für Entwicklungspolitik eine richtungsweisende Studie über die Zukunft trilateraler Entwicklungskooperation zwischen der EU, China und Afrika veröffentlicht. Das Papier (in englischer Sprache) ist erhältlich unter:

Link


05. Dezember 2007

Öffnungszeiten der Bibliothek über den Jahreswechsel

Vom 24.12.2007 bis 4.1.2008 bleibt die IFSH-Bibliothek geschlossen.


03. Dezember 2007

Villa Vigoni-Gespräch

Vom 29.11.2007 bis zum 1.12.2007 fand das deutsch-italienische „Villa Vigoni-Gespräch 2007“ in Menagio bei Mailand statt. Die vom Institut für Europäische Politik und dem Istituto per gli Studi di Politica Internazionale veranstaltete und von den Außenministerien Italiens und Deutschland unterstützte Veranstaltung stand unter der Überschrift „Die Europäische Union vor zentralen Herausforderungen – deutsche und italienische Sichtweisen“. Fünfzig Teilnehmer aus Politik, Ministerialadministration, Wissenschaft und Publizistik diskutierten in vier Sektionen die europäischen Herausforderungen in den Bereichen EU-Reform, Nachbarschaftspolitik, Energie- und Klimapolitik sowie die EU als global player. Von Seiten des IFSH referierte Dr. Hans-Georg Ehrhart zum Thema „Die EU als sicherheitspolitischer global player“.


03. Dezember 2007

Friedenspolitische Impulse Bonn vom 30. November bis 1. Dezember 2007

Die Friedenspolitischen Impulse der Friedrich-Ebert-Stiftung widmen sich einem alten Thema, dessen Variationen vielfältig sind: den Frieden entwickeln und sichern. Das diesjährige Forum rückte das Verhältnis von zivilen und militärischen Mitteln in den Mittelpunkt der Veranstaltung. Da internationalen Organisationen eine konfliktregulierende Rolle beigemessen wird, galt das Forum den Strategien und Instrumenten der EU (Isabelle Tannous), der NATO (Dr. Olaf Theiler), der OSZE (Dr. Peter Schlotter) und den Vereinten Nationen (Dr. Sven Gareis). Als Referentin hat Isabelle Tannous mit den über 100 Teilnehmern den Beitrag der Europäischen Union zur gewaltfreien Lösung von Konflikten diskutiert.


03. Dezember 2007

Rede von Dr. Roland Salchow, Staatsrat der BWF und Kuratoriumsvorsitzender des IFSH, anlässlich der offiziellen Einweihung des Hauses "Beim Schlump 83".

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01. Dezember 2007

Europäisches Masterprogramm für Menschenrechte und Demokratisierung (E.MA)

Am 1. Dezember 2007 wurde Prof. Dr. Hans J. Gießmann für weitere zwei Jahre in das Exekutivkommitee des Direktoriums des Europäischen Masterprogramms für Menschenrechte und Demokratisierung (E.MA) mit Sitz in Venedig gewählt. E.MA ist ein gemeinsames zweisemestriges Programm von 40 Universitäten aus allen EU-Staaten für jährlich etwa 90 Studierende. 2007/2008 hat Dr. Anna Kreikemeyer einen Kurs über Demokratisierung und Zentralasien in Venedig durchgeführt. Vier Studierende werden ihr zweites Semester am IFSH verbringen.

Link zum Appell


30. November 2007

CORE-Workshop „Säkularismus und Islam“ in Almaty

Arne Seifert und Elena Kropatcheva führten in Almaty gemeinsam mit dem Kasachischen Institut für Strategische Studien (KISI) und dem zentralasiatischen Büro der Friedrich Ebert Stiftung am 30. November 2007 einen Workshop zum Thema „Säkularismus und Islam: Verbindendes im gemeinsamen Staat“ durch. Der vom Auswärtigen Amt geförderte Workshop behandelte Fragen des schwierigen Verhältnisses von Säkularismus und Islam, Differenzen und Gemeinsamkeiten sowie Möglichkeiten für deren Koexistenz und Kooperation. Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Workshops waren Vertreter der säkularen und islamischen wissenschaftlichen Eliten aus Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Usbekistan, Russland und Deutschland.


28. November 2007

Internationaler Appell: Setzt den angepassten KSE-Vertrag in Kraft

Wissenschaftler und ehemalige Diplomaten aus aller Welt rufen dazu auf, den angepassten KSE-Vertrag in Kraft zu setzen - unterzeichnen auch Sie!

Link zum Appell


26. November 2007

Raketenfreie Zone im Nahen Osten/Persischen Golf

Vom 1. bis 3. November 2007 fand in Athen das zweite Treffen der Multilateral Study Group (MSG) statt, die unter Federführung der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) politische, militärstrategische und technische Aspekte einer raketenfreien Zone im Nahen Osten/Persischen Golf untersucht. 24 Experten aus mehreren Regionalstaaten sowie aus den USA , Russland, Großbritannien, Frankreich und Deutschland diskutierten Probleme wie die Bedeutung der Transparenz von Raketenarsenalen und der Bildung von Normen für die regionale Stabilität und tauschten Einschätzungen zu regionalen Raketenarsenalen und deren Beschaffung sowie zu den damit verbundenen Interessen und Intentionen regionaler wie externer Akteure aus. Ein Roundtable mit Teilnehmern aus Israel, Jordanien, Libanon, Palästina und Deutschland zum Thema „Hamas and Hezbollah as a Challenge to a Missiles Free Zone“ diskutierte unter Leitung von Dr. Margret Johannsen Potenziale, Beschaffung, Interessen und Absichten der beiden Organisationen sowie Legitimitätsaspekte im Kontext fehlender Gewaltkontrolle aufgrund schwacher (Vor-)Staatlichkeit. Die Konferenz in Athen wurde gefördert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES), der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Arbeitsstelle Friedensforschung Bonn (AFB).


23. November 2007

From Conflict to Regional Stability. Linking Security and Development

Das IFSH war bei der von der DGAP mit Unterstützung von FRIDE, CITpax und Dara organisierten 10. New Faces Konferenz gleich mit zwei Teilnehmerinnen vertreten. Das International Forum on Strategic Thinking hatte 20 vielversprechende Fachleute und Wissenschaftlerinnen aus Europa, Russland, Asien, dem Mittleren Osten und den USA nach Madrid eingeladen. Isabelle Maras stellte die Security Sector Reform (SSR) auf europäischer Ebene und insbesondere die institutionelle Rollenverteilung zwischen den von der Europäischen Kommission durchgeführten Aktivitäten und ausgewählten ESVP-Missionen im Bereich der Polizeireform vor. Isabelle Tannous arbeitete die sensiblen Schnittstellen von Sicherheit und Entwicklung in der europäischen Außenpolitik und die ressortübergreifenden Ansätze der Vorreiter für mehr Politikkohärenz unter den Mitgliedstaaten heraus. Beide Konferenzpapiere werden in einer überarbeiteten Version im von der DGAP herausgegebenen Band "From Conflict to Regional Stability. Linking Security and Development" erscheinen.


23. November 2007

Podiumsdiskussion Naher und Mittlerer Osten

An einer Podiumsdiskussion zum Thema "Naher und Mittlerer Osten - Permanentes Pulverfass oder Chance für ein dauerhaftes Stabilitätskonzept" am 22. November 2007 in Wunstorf nahm auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung der Stv. Wissenschaftliche Direktor und Leiter ZEUS, Prof. Dr. Hans-Joachim Gießmann, teil. Weitere Podiumsgäste der Veranstaltung mit mehr als 200 Zuhörern waren die Bundestagsabgeordnete der CDU, Monika Brüning, der Auslandskorrespondent der Jerusalem Post, Daniel Dagan, sowie Prof. Dr. Ulrich Menzel von der TU-Braunschweig. Unter der Leitung von Klaus von der Brelie (Hannoversche Allgemeine Zeitung) wurden die Konfliktentwicklungen in der Region analysiert und über Wege aus der Krise gestritten.


22. November 2007

Hamburger Beiträge zur Friedensforschung und Sicherheitspolitik #147 erschienen:

Hans J. Gießmann / Patricia Schneider (Hrsg.), Gesellschaftliche Transformations- und Annäherungsprozesse: Kosovo zwischen Vergangenheit und Zukunft. Forschungen im Akademischen Netzwerk Südosteuropa 2005/2006, September 2007.

Hamburger Beiträge


22. November 2007

China – EU relations

Prof. Feng Shao Lei von der East China Normal University, Shanghai, der zur Zeit als Senior Research Fellow am IFSH arbeitet, hielt am 21. November 2007 im Institut einen Vortrag zum Thema „China – EU relations: What can China learn from European integration?“.


20. November 2007

Hamburger Informationen zur Friedensforschung und Sicherheitspolitik #42 erschienen:

Reinhard Mutz/Jens Narten/Thomas Bruha, Zukunft des Kosovo, November 2007.

Hamburger Informationen



12. November 2007

Interview in Physik Journal

Götz Neuneck gab dem Physik Journal (www.physik-journal.de), der Mitgliederzeitschrift der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (www.physik-dpg.de), ein Interview zur Vakuumbombe, neueren Waffenentwicklungen und zu den Verstimmungen zwischen Russland und dem Westen.

Interview


12. November 2007

Parlamentarische Anhörung zum Thema "Space Security"


Am 7. November 2007 veranstaltete das e-Parliament ein Hearing zum Thema "Space Security" im Europa-Parlament in Brüssel. Parlamentarier nationaler Parlamente aus Großbritannien, Spanien, Kanada, Rumänien, Ghana und Uganda waren ebenso vertreten wie Europa-Parlamentarier aus Brüssel. Vertreter der ESA, der US Air Force, der CNES, der Secure World Foundation und des Space Security Index hielten Vorträge über potenzielle Weltraumbewaffnung, EU-Weltraumpolitik, Erdbeobachtung und über die Problematik des Weltraumschrotts und standen den Parlamentariern Rede und Antwort. Götz Neuneck, Leiter von IFAR, hielt einen Vortrag zum Thema "Banning or Restricting Space Weapons". Die Vorträge wurden mitgeschnitten und sollen als Videopodcast bzw. als Bericht auf der Homepage von e-Parliament (www.e-parl.net) veröffentlicht werden.


12. November 2007

57. "Pugwash Conference on Science and World Affairs"


Am 21. Oktober 2007 wurde die diesjährige Tagung der „Pugwash Conferences on Science and World Affairs" mit Grußworten des italienischen Außenministers Massimo d´Alema, des UN-Generalsekretärs Ban Ki-Moon und des SF-Autor Arthur C. Clarke in Bari eröffnet. Die Panels waren den Themen Mittlerer Osten, Kaschmir und Zukunft der Rüstungskontrolle gewidmet, bei letzterem referierte Götz Neuneck zur europäischen Situation. Neuer Pugwash-Präsident ist der ehemalige stellvertetende UN-Generalsekretär J. Dhanapala. Götz Neuneck wurde in das Executive Council gewählt.


8. November 2007

Chinesische Fellows am IFSH

Von Oktober bis Dezember 2007 halten sich gleichzeitig vier wissenschaftliche Fellows der Partneruniversität East China Normal University (ECNU), Shanghai am IFSH auf. Prof. Dr. Feng Shaolei, Dekan der Graduate School for Area und International Studies, untersucht die Beziehungen zwischen Europa, Russland, den USA und China. Prof. Xu Poling, Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung, befasst sich mit der Russland-Politik in Zentralasien, Frau Li Xin mit der Rolle der OSZE in derselben Region. Prof. Dr. Yu Huachuan forscht bereits seit dem Frühjahr 2007 über die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union.


8. November 2007

Am 5. November präsentierte Michael Brzoska den Mitgliedern des Unterausschuss Verteidigung des Europäischen Parlament (EP) ein Briefing Paper zur Frage ob die im Entstehen begriffene europäische rüstungstechnologische und -industrielle Basis des Schutzes gegen ausländische Übernahmen von Kernkapazitäten bedarf. Das Briefing Paper war vom Europäischen Parlament in Auftrag gegeben worden. Der Text ist hier und auf der Dokumentenseite der Internet-Präsentation des EP verfügbar.

Dokument


3. November 2007

Raketenfreie Zone im Nahen Osten/Persischen Golf

Vom 1. bis 3. November 2007 fand in Athen das zweite Treffen der Multilateral Study Group (MSG) statt, die unter Federführung der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) politische, militärstrategische und technische Aspekte einer raketenfreien Zone im Nahen Osten/Persischen Golf untersucht. 24 Experten aus mehreren Regionalstaaten sowie aus den USA , Russland, Großbritannien, Frankreich und Deutschland diskutierten Probleme wie die Bedeutung der Transparenz von Raketenarsenalen und der Bildung von Normen für die regionale Stabilität und tauschten Einschätzungen zu regionalen Raketenarsenalen und deren Beschaffung sowie zu den damit verbundenen Interessen und Intentionen regionaler wie externer Akteure aus. Ein Roundtable mit Teilnehmern aus Israel, Jordanien, Libanon, Palästina und Deutschland zum Thema „Hamas and Hezbollah as a Challenge to a Missiles Free Zone“ diskutierte unter Leitung von Dr. Margret Johannsen Potenziale, Beschaffung, Interessen und Absichten der beiden Organisationen sowie Legitimitätsaspekte im Kontext fehlender Gewaltkontrolle aufgrund schwacher (Vor-)Staatlichkeit. Die Konferenz in Athen wurde gefördert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES), der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Arbeitsstelle Friedensforschung Bonn (AFB).


30. Oktober 2007

Cercle Stratégique

Am 24. und 25. Oktober 2007 fand in Berlin der 17. Cercle Stratégique Franco-Allemand statt. Er behandelte die Themen „Irankrise“ (Gernot Erler, Staatssekretär im Auswärtigen Amt/Philippe Carré, Abteilungsleiter französisches Außenministerium), „Die Zukunft der Europäischen Rüstungsagentur“ (Patricia Adam, Assemblée Nationale/Andreas Weigel, SPD MdB/Bertrand de Cordoue, Forschungsdirektor EDA) and „Das Interventionskonzept der EU“ (Alain Richard, ehem. Verteidigungsminister/Bernhard Kampmann, Leiter ESVP-Referat). Vom IFSH nahm Dr. Hans-Georg Ehrhart teil.


30. Oktober 2007

Anhörung zur Beteiligung der Bundeswehr an Einsätzen im Rahmen von Kapitel VII der UN-Charta

Prof. Dr. Hans-Joachim Gießmann, Leiter ZEUS, war am 27. Oktober 2007 als Experte zu einer Anhörung der Bundestagsfraktion "Die Linke" eingeladen. In der Bundestagsfraktion wie der Partei "Die Linke" konkurrieren gegenwärtig zwei Auffassungen miteinander um die Frage, ob ein Einsatz von militärischen Zwangsmitteln mit deutscher Beteiligung, insbesondere vor dem Hintergrund von Legitimationsdefiziten im System der Vereinten Nationen, mit dem Friedensgebot der Präambel des Grundgesetzes vereinbar ist oder nicht. Gegenstand der Anhörung waren zwei Positionspapiere der Abgeordneten des Deutschen Bundestages, Dr. Norman Paech und Paul Schäfer, zur Beteiligung der Bundeswehr an Einsätzen im Rahmen von Kapitel VII der Charta der Vereinten Nationen. Beide Papiere waren von den beiden geladenen Experten, neben Prof. Gießmann war Prof. Dr. Werner Ruf (Universität/Gesamthochschule Kassel) dabei, einer detaillierten, schriftlich vorgelegten, Kritik unterzogen worden, die zu einer lebhaften Debatte während der ganztägigen Veranstaltung beitrug.


23. Oktober 2007

Dr. Erwin Müller

Wir trauern um unseren Kollegen und Freund Erwin Müller.


In seiner mehr als 26 Jahre dauernden Institutszugehörigkeit hat Erwin Müller durch seine wissenschaftlichen Leistungen, seine Lehre, seine umsichtige Betreuung von Doktoranden, Studierenden und Praktikanten sowie seine herausgeberische Tätigkeit wesentlich zum Erfolg der Arbeit des Instituts und zu seinem internationalen Ruf beigetragen. Er starb nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 59 Jahren am 22. Oktober 2007.

Erwin Müller war seit 1981 wissenschaftlicher Referent am IFSH. Er arbeitete intensiv an den großen Institutsprojekten der 1980er und 1990er Jahre mit. Besonders verdient machte er sich um die Herausgabe zahlreicher Sammelbände, allein elf in der Reihe „Demokratie, Sicherheit, Frieden“. Er war Mitbegründer und Mitherausgeber der Buchreihe „Frieden durch Recht“. Erwin Müller beteiligte sich an der Lehre im Masterstudiengang „Friedensforschung und Sicherheitspolitik“, war Koordinator für die Betreuung der Praktikantinnen und Praktikanten des Instituts und leitete über viele Jahre das IFSH-Doktorandenprogramm. Außerdem war Erwin Müller seit 1983 Mitherausgeber und Chefredakteur der sicherheitspolitischen Fachzeitschrift „Sicherheit und Frieden (S+F)“.

Unter Erwin Müllers fachlichen Stärken ist an erster Stelle sein messerscharfes, von Logik geprägtes konzeptionelles Denken zu nennen. In den 1980er Jahren durchdrang er damit vor allem Fragen im Umfeld der europäischen Rüstungspolitik und in den 1990er Jahren der europäischen Friedensordnung. In jüngster Zeit befasste er sich mit Themen im Umfeld von internationaler Polizei, internationaler Gerichtsbarkeit und internationalem Terrorismus. Mit seiner scharfen, kritischen Intelligenz legte er logische Inkonsistenzen und argumentative Schwächen offen, in amtlichen Stellungnahmen wie in wissenschaftlichen Texten. Gerne kleidete er Einsichten in Anekdoten in platonscher Manier, um einen Sachverhalt anschaulicher bzw. auf allegorische Weise darzustellen. Erwin Müller war sehr belesen. Seine umfassenden Kenntnisse über Aspekte der internationalen Politik und des internationalen Rechts waren im IFSH und darüber hinaus Legende. Seine sprachliche Kunstfertigkeit war beeindruckend. Auch auf Grund seiner ausgeprägten editorischen Fähigkeiten war er ein gesuchter Partner für Veröffentlichungen. In besonderer Weise haben die zahlreichen Praktikantinnen und Praktikanten des Instituts, die Erwin Müller im Laufe der Jahre betreut hat, von seinem Wissen und seinen intellektuellen Fähigkeiten profitiert. Erwin Müller war über das Fachliche hinaus immer ein geachteter Kollege, auf dessen Rat Gewicht gelegt wurde und auf dessen Wort Verlass war.

Erwin Müller wurde am 19.12.1947 in Hochstadt auf der Schwäbischen Alb geboren. Nach Abitur und Wehrdienst studierte er Politikwissenschaft, Soziologie und Zeitgeschichte an der Universität Tübingen. Er schloss das Studium 1976 mit dem Magisterexamen (MA) ab und promovierte 1985 über das Thema „Rüstungspolitik und Rüstungsdynamik: Fall USA“ in Tübingen bei Volker Rittberger zum Dr. rer. soc. Ab Juli 1978 arbeitete er in Tübingen an einem Forschungsprojekt zur Reform der Abrüstungsplanung im System der Bundesrepublik Deutschland.

Als Wissenschaftlicher Referent am IFSH arbeitete Erwin Müller zunächst zu Fragen der „Nachrüstung“ und zu „Vertrauens- und Sicherheitsbildenden Maßnahmen“. In den 1980er Jahren war er intensiv an der Weiterentwicklung des Konzepts der „Gemeinsamen Sicherheit“ beteiligt. Anfang und Mitte der 1990er Jahre leistete er grundlegende Beiträge zum Modell des IFSH für eine Europäische Sicherheitsgemeinschaft. 1992/93 arbeitete Erwin Müller für ein Jahr als Fellow am Center for International Affairs der Harvard University. Ende der 1990er Jahre leitete er ein großes extern finanziertes Projekt zur Erarbeitung eines schlüssigen Konzepts für die Ausübung internationaler Polizeigewalt auf der Grundlage des Völkerrechts und in Übereinstimmung mit rechtsstaatlichen Prinzipien.

Im 2002 neugegründeten Zentrum für Europäische Friedens- und Sicherheitsstudien am IFSH widmete sich Erwin Müller intensiv dem Spannungsverhältnis von Sicherheitspolitik und der Wahrung des Rechts, insbesondere im Zusammenhang mit der von ihm kritisch beurteilten Schwächung von Rechtsprinzipien bei der Abwehr von Terrorgefährdungen. Seine publizistischen Kommentare, unter anderem für das Handelsblatt, fanden öffentliche Aufmerksamkeit. In den letzten Jahren untersuchte er in enger Zusammenarbeit mit Patricia Schneider unter anderem die Entwicklung der polizeilich-justiziellen Zusammenarbeit in der Europäischen Union. Seine letzte größere Veröffentlichung war die gemeinsame Herausgabe mit Patricia Schneider der Nummer 2/2007 der Zeitschrift „Sicherheit und Frieden“ mit dem Schwerpunkt „Humanitäres Völkerrecht“. Der plötzliche Tod riss ihn aus seiner vor dem Abschluss stehenden Untersuchung zur Verbesserung der Sicherheit der Seehäfen der Partnerstädte Hamburg und Shanghai gegen die Gefahr von Terroranschlägen.

Die so unerwartete Nachricht vom plötzlichen Tod von Erwin Müller trifft die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IFSH tief. Er war ein beliebter und geachteter Kollege, stets bereit zu klugem Rat, bekannt für unkonventionelles Denken und seine Bereitschaft zu streitbarem Diskurs. Seine zahlreichen Studierenden, Praktikanten und Doktoranden haben die stets umsichtige und geduldige wissenschaftlichen Anleitung geschätzt, vor allem auch seine seltene Gabe zu einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den Betreuten. Wir werden den Menschen und Wissenschaftler Erwin Müller vermissen und ihm ein ehrendes Andenken bewahren.


23. Oktober 2007

Experten-Treffen "Institution building and regional identity raising in the EU and ASEAN"

Isabelle Tannous vertrat die EU-Seite auf dem von dem Singapore Office der Friedrich-Ebert-Stiftung veranstalteten Roundtable zu den EU-ASEAN-Beziehungen, zu dem je fünf Consultants aus Asien und Europa eingeladen waren. Der Organisation südostasiatischer Staaten steht eine neue Phase in ihrer Geschichte bevor: Ab Januar 2008 wird der frühere thailändische Außenminister Dr. Surin Pitsuwan neuer Generalsekretär der ASEAN, während dessen Amtszeit die neue ASEAN-Charta in Kraft treten soll. Inwieweit kann die EU Modell und Taufpate einer neuen ASEAN sein - und kann die EU von der ASEAN lernen? Um die Grenzen und Chancen dieser Frage auszuloten, zählten ein Briefing zu Geschichte, Institutionen und Charakteristika des europäischen Einigungsprozesses sowie der gegenseitige Erfahrungsaustausch zu den Zielen der Veranstaltung.


22. Oktober 2007

IFSH-Aktuell 68 (Juli-September 2007) ist erschienen

IFSH-Aktuell


20. Oktober 2007

5. Jahrgang “Master of Peace and Security Studies” erhält Diplome

Am 17. Oktober 2007 fanden die Übergabe der Master-Diplome für die 24 Absolventinnen und Absolventen des 5. Akademischen Jahres und die feierliche Immatrikulation der 27 Studierenden des 6. Akademischen Jahres „Master of Peace and Security Studies“ der Universität Hamburg statt. Zum alljährlichen Höhepunkt des Studiengangs begrüßten der Vizepräsident der Universität Hamburg, Prof. Dr. Holger Fischer, und der Wissenschaftliche Direktor des IFSH, Prof. Dr. Michael Brzoska Absolventen, Studierende und Gäste. Den diesjährigen Festvortrag hielt der bekannteste deutsche Friedensforscher, Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Senghaas zum Thema: „Wie den Frieden in Töne setzen?“. Illustriert mit zahlreichen musikalischen Beispielen wurde der spannende Vortrag des Festredners mit herzlichem Beifall aufgenommen. Der Vorsitzende des Gemeinsamen Ausschusses M.P.S., Prof. Dr. Hans-Joachim Gießmann erinnerte in seiner Ansprache an die vielen Mitverantwortlichen für den anhaltenden Erfolg des international geschätzten Studiengangs und dankte ihnen für das dauerhafte Engagement. Mit der anlässlich des Festakts erneut zugesicherten Unterstützung der Universität Hamburg und des IFSH für den Studiengang M.P.S. existieren solide und ausbaufähige Grundlagen für die Fortführung des gemeinsamen Projekts. Alle Studierenden des 5. Jahrgangs haben erfolgreich die Masterprüfung bestanden und konnten ihre Zeugnisse entgegennehmen. Jahrgangsbeste Studentin war Constanze Quosh, die im zweiten Semester am ZEUS betreut wurde, und die auch die beste Masterarbeit des Akademischen Jahres 2006/2007 verfasst hatte. Den Dank der Studierenden an die Lehrenden der Universität, des IFSH und der Institute und Einrichtungen des Kooperationsverbundes Friedensforschung und Sicherheitspolitik entrichteten stellvertretend für die neu gekürten Master Gabriel Hartmann und Tanja Carbone. Nach dem Festakt feierten die Lehrenden, Absolventen und Studierenden gemeinsam.


18. Oktober 2007

Konferenz: „The Second Asia-Europe Forum: Eurasia’s New Opportunities and New Challenges“

Vom 28. bis 29. September 2007 führte das Center for European Studies der East China Normal University (ECNU Shanghai) in Kooperation mit dem International Institute for Strategic Studies (IISS London), in Shanghai unter dem Titel „Eurasia’s New Opportunities and New Challenges“ das „Second Asia-Europe Forum“ durch. Prof. Dr. Hans J. Gießmann moderierte eine Podiumsdiskussion und Dr. Bernhard Rinke, wissenschaftlicher Mitarbeiter am ZEUS, hielt einen Vortrag zum Thema „The EU as a civil-military crisis manager: An emerging system of Security-Governance?“.


18. Oktober 2007

Gastdozent in Shanghai

Im Rahmen des EU-China Studies Centre Programme war Dr. Bernhard Rinke (ZEUS/IFSH) vom 1. August bis 1. Oktober als „Visiting Scholar“ zu Gast am Centre for European Studies der East China Normal University (ECNU) in Shanghai. Während seines Aufenthaltes hielt er Vorlesungen zu unterschiedlichen Aspekten des zivil-militärischen Krisenmanagements der Europäischen Union. Zudem verfasste er ein Arbeitspapier, in dem unter „governance-theoretischen“ Gesichtspunkten die EU-interne Steuerungsproblematik beim zivil-militärischen Krisenmanagement erörtert wird.


18. Oktober 2007

Vereinbarungen mit chinesischen Partnern unterzeichnet

Zum Abschluss des von der Europäischen Union geförderten Projekts zum Aufbau eines European Studies Center an der East China Normal University (ECNU), an dem das IFSH als deutsche Partnerinstitution beteiligt war, wurden am 11./12. Oktober 2007 Vereinbarungen zwischen der ECNU, der Universität Hamburg und dem IFSH zur Zusammenarbeit in Lehre und Forschung unterzeichnet. Vereinbart wurde unter anderem der Austausch von Lehrenden und Doktorandinnen bzw. Doktoranden. Der Projektleiter für das IFSH, Prof. Dr. Hans J. Gießmann, und Bernt Berger, M.Phil., wissenschaftlicher Fellow am IFSH, nahmen an der Bilanzkonferenz für das EU-Projekt in Shanghai teil. Während seines Aufenthalts hielt Prof. Gießmann eine Vorlesung über Unterschiede der sicherheitspolitischen Regionalkooperation im EU-Raum und in Ostasien.


15. Oktober 2007

Konferenz „CONFERENCE ON SECURITY AND COOPERATION IN SOUTH ASIA: A GLOBAL PERSPECTIVE“

Vom 8.-10. Oktober 2007 veranstaltete das IFSH zusammen mit dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) und der Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS) eine Konferenz mit dem Titel „CONFERENCE ON SECURITY AND COOPERATION IN SOUTH ASIA: A GLOBAL PERSPECTIVE“. Schwerpunkte waren die nukleare Lage in Südasien, Raketenabwehr, Energieversorgung in der Region und Weltraumsicherheit. Etwa 60 Experten aus den USA, Frankreich, Kanada, Russland, Japan, Deutschland, Großbritannien, Pakistan und Indien waren gekommen, um aktuelle Probleme der Rüstungskontrolle und regionalen Sicherheit zu diskutieren. Unter ihnen waren hochrangige Teilnehmer wie die UN-Vertreter Pakistans und Kanadas aus Genf, ein Vertreter des Russischen Generalstabs, der Livermore-Laboratories, sowie diverser indischer und pakistanischer Think Tanks. Das Auswärtige Amt gab durch Botschafter Lüdeking einen Empfang und Staatsminister Gernot Erler hielt die „Key Note Speech“, in der er die Bedeutung des Erhalts rüstungskontrollpolitischer, multilateraler Verträge betonte.
Rede von Gernot Erler


10. Oktober 2007

Nachwuchstagung der Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung: „Sicherheit, Konflikt, Frieden: Wissensbestände auf dem Prüfstand“, Schwerte (Ruhr), 5.-7. 10. 2007

Sybille Reinke de Buitrago präsentierte auf der Nachwuchstagung der Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung: „Sicherheit, Konflikt, Frieden: Wissensbestände auf dem Prüfstand“ in Schwerte (Ruhr) vom 5.-7. 10. 2007 ein Papier zu Kommunikationsmustern in der Terrorismusbekämpfung. Die Fallstudie zu den USA und Deutschland erörterte auch mögliche Faktoren, welche sich eskalierend oder deeskalierend auswirken können. Die weiteren Tagungspapiere waren aufgrund eines offenen Call for Papers thematisch breit gefasst und boten somit einen interessanten Überblick über die aktuelle Friedens- und Konfliktforschung. Es fand ein intensiver Austausch unter dem Nachwuchs und anderen eingeladenen Wissenschaftlern statt.


10. Oktober 2007

Nachmittag der offenen Tür


Einladung


9. Oktober 2007


Anlässlich der Überreichung der Masterzeugnisse an die Absolventen und der Begrüßung der neuen Studierenden des Studiengangs "Master of Peace and Security Studies" wird Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Senghaas den folgenden Festvortrag halten: "Wie den Frieden in Töne setzen?"
Einladung


6. Oktober 2007

Training zu OSZE-Fragen für Vertreter des kasachischen Außenministeriums

Zwischen dem 10. September und dem 6. Oktober 2007 führte CORE für fünf Vertreter des kasachischen Außenministeriums ein Training zu OSZE-Fragen durch. Das Training war gemeinsam vom kasachischen Außenministerium und dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland bei CORE in Auftrag gegeben worden und hatte das Ziel, den für Kooperationen mit der OSZE qualifizierten kasachischen Personalpool zu erweitern und somit gleichzeitig zur Vorbereitung des kasachischen OSZE-Vorsitzes im Jahr 2010 beizutragen. Das speziell auf kasachische Anfragen zugeschnittene Training umfasste ein über vier Wochen laufendes Programm mit Vorlesungen und Gesprächen in Hamburg sowie in Berlin, Wien und Warschau. Im einzelnen wurden Vorlesungen von über zwanzig Experten der OSZE und anderen externen Dozenten sowie einem Team von acht CORE-Mitarbeitern gehalten. Diese Aktivitäten wurden ergänzt durch mehr als dreißig Interviews mit führenden Vertretern der OSZE und von nationalen Delegationen bei der OSZE. Das Training wurde mit einem Kolloquium abgeschlossen, das unter dem Titel “Die künftige Einbeziehung der OSZE in europäische Sicherheitsbildung: Standpunkte kasachischer Experten“ stand. Insgesamt erwarben die Trainingsteilnehmer ein umfassendes Arbeitswissen zu OSZE-Fragen und konnten gleichzeitig persönliche Kontakte zu rund achtzig Experten und führenden Vertretern von OSZE-Strukturen und Delegationen herstellen. Von Struktur und Konzeption her hat sich das Training als exzellentes Pilotprojekt für ähnliche Serviceaktivitäten erwiesen.


4. Oktober 2007

Warum China in Burma falsch liegt

Angesichts der Unruhen in Burma und der Ungewissheit über die Reaktionen des Militärregimes fällt China eine zentrale Rolle zu. China pflegt enge Beziehungen mit der Regierung in Yangon und könnte einen größeren Einfluss üben als jeder andere Staat. Dennoch hat sich Beijing entschieden, auf dem Prinzip der Nichteinmischung zu bestehen. Bernt Berger zeigt in seinem Asia Times-Artikel, dass China eine einmalige Chance hätte, sein Image in der Region und auch global zu verbessern und seine wachsende globale Rolle mit verantwortlichem Handeln zu untermauern.
Artikel


4. Oktober 2007

1. Hamburger Carl Friedrich von Weizsäcker-Forum zur Verantwortung der Wissenschaften
21. und 22. September 2007 in Hamburg

Am 28. April 2007 verstarb der Physiker, Philosoph und Friedensforscher Carl Friedrich von Weizsäcker. Um sein Wirken und Lebenswerk zu würdigen, veranstaltete die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) zusammen mit dem IFSH, dem Carl Friedrich von Weizsäcker- Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung (ZNF) und dem Philosophischen Seminar der Universität Hamburg eine zweitägige Veranstaltung in der Universität Hamburg. Dr. Roland Salchow, Staatsrat der Behörde für Wissenschaft und Forschung und Vorsitzender des Kuratoriums des IFSH, begrüßte die Teilnehmer und Vortragenden im Hamburger Rathaus. In seiner Rede betonte er den nachhaltigen Eindruck, den Carl Friedrich von Weizsäcker durch seine vielfältigen öffentlichen Aktivitäten auf viele Menschen, auch auf ihn selbst, gemacht habe.

Der stellvertretende VDW-Vorsitzende Prof. Dr. Hartmut Graßl und der Dekan der naturwissenschaftlichen Fakultät Prof. Dr. Arno Frühwald eröffneten die Vortragsveranstaltung. Im ersten Teil trugen ehemalige Weggefährten, Schüler und Mitarbeiter zu einzelnen Lebensabschnitten und Wirkungsfeldern Carl Friedrich von Weizsäckers vor, so u.a. Prof. Dr. Klaus-Meyer-Abich, Prof. Dr. Klaus Gottstein und Dr. Walter Schindler. Vom IFSH waren Prof. Dr. Michael Brzoska und Prof. Dr. Götz Neuneck vertreten. Michael Brzoska moderierte den ersten Teil der Veranstaltung; Götz Neuneck hielt einen Vortrag über von Weizsäckers Arbeiten zur Verantwortung des Naturwissenschaftlers und über seine Abschreckungs- und Atomwaffenkritik. Weitere Vortragende waren u.a. Prof. Dr. Ulrich Gähde (Universität Hamburg), Dr. Ilona Stölken-Fitschen (New York), Prof. Dr. Ulrich Bartosch (Eichstätt) und Prof. Dr. Martin Kalinowski. Insgesamt nahmen ca. 100 Teilnehmer an der Veranstaltung teil.


1. Oktober 2007

EU-Militäreinsatz im Tschad

Am 22. und 23. September 2007 sendete der Norddeutsche Rundfunk in seiner Sendung „Streitkräfte und Strategien“ einen Beitrag von Dr. Hans-Georg Ehrhart zur Diskussion über einen Militäreinsatz der EU im Tschad und in der der Zentralafrikanischen Republik. Der Beitrag ist abrufbar unter:
www.ndrinfo.de/


1. Oktober 2007

Auszeichnung für die CD-ROM „Warum? ... Internationale Krisen“

Die vom Südwestrundfunk herausgegebene CD-ROM “Warum? ... Internationale Krisen“, an der Dipl. Pol. Stephan Hensell und Dr. Margret Johannsen mit Analysen der Krisenregionen Jugoslawien und Nahost mitgearbeitet haben, hat das „Comenius-Siegel 2007“ der Gesellschaft für Pädagogik und Information (GPI) erhalten. Mit dem jährlich verliehenden Comenius-Siegel der wissenschaftlichen Fachgesellschaft für Multimedia, Bildungstechnologie und Mediendidaktik werden pädagogisch, inhaltlich und gestalterisch herausragende didaktische Multimedia-Produkte ausgezeichnet, die für Bildungszwecke zur Verfügung stehen. Die CD-ROM „Warum?... Internationale Krisen“ ist beim Südwestrundrunk erhältlich:
http://www.wissen.swr.de/sf/04_mul01.php


27. September 2007

Afghanistan wie weiter?

Am Montag, den 24. September 2007 veranstaltete das IFSH eine Podiumsdiskussion zur „Zukunft der internationalen Militärpräsenz in Afghanistan“. Kurz vor der Entscheidung des Bundestages über die Verlängerung der Mandate des Bundeswehreinsatzes diskutierte der Direktor des IFSH, Prof. Dr. Michael Brzoska, mit Dr. Knut Kirste (NATO), Niels Annen (SPD-Bundestagsabgeordneter), Dr. Hans-Georg Ehrhart (IFSH) und über fünfzig Gästen, darunter auch die neue amerikanische Generalkonsulin Karen E. Johnson, über dieses strittige Thema. Dr. Kirste betonte die Notwendigkeit des zweigleisigen zivil-militärischen Ansatzes, kritisierte allerdings die mangelhafte internationale Koordination. Auch Niels Annen vertrat die Ansicht, dass Afghanistan nicht ohne internationale Militärpräsenz aufzubauen sei, wies aber auf die verschiedenen Vorgehensweisen und Legitimationsgrundlagen von ISAF und OEF hin. Dr. Ehrhart zog eine negative Bilanz des Erreichten und äußerte sich skeptisch über die Erfolgsaussichten eines Engagements, für das eine mittelfristige Exitstrategie entwickelt werden müsse.


25. September 2007

EU-China Strategic Dialogue am EU-ISS

Vom 24. bis 25. September 2007 veranstalteten das EU Institute for Security Studies (EU-ISS), das Asia Centre und das China Institute for Contemporary International Relations (CICIR) in Paris einen strategischen Dialog zwischen EU und China. Bernt Berger (ZEUS/IFSH) hielt einen Vortrag über Beijings mangelnde Transparenz in Militärangelegenheiten und über die Zukunft von Vertrauens- und Sicherheitsbildenen Maßnahmen zwischen der EU, den USA und China. Das Dialogforum brachte Teilnehmer aus Forschung, Ministerien und EU-Institutionen sowie Medienvertreter zusammen.


17. September 2007

Die Debatte um die amerikanischen Raketenabwehrpläne geht unvermindert weiter und belastet das Verhältnis zwischen Russland und dem Westen. Eine wichtige Rolle für die europäische Sicherheit spielt dabei die Frage, inwieweit ein "getroffener nuklearer Sprengkopf" auch auf europäischem Territorium niedergehen und großen Schaden anrichten könnte. Die Süddeutsche Zeitung interviewte Götz Neuneck im Wissenschaftsteil zu dieser Problematik:

Interview


17. September 2007

Russland hat in der vergangenen Woche eine sogenannte "Vakuumbombe" gezündet, die nach Aussage des russischen Militärs die größte bisher produzierte, konventionelle Bombe ist. Götz Neuneck äußerte sich dazu am 12.9. 2007 im 3-sat-Wissenschaftsmagazin NANO und gab der Zeitschrift "Technology Review" ein Interview:

Interview


14. September 2007

The Future of the Middle East. Recent Challenges - Possible Consequences

Auf Einladung der Arabischen Liga und der Friedrich-Ebert-Stiftung nahm Dr Margret Johannsen an einem Expertentreffen zu dem Thema “The Future of the Middle East. Recent Challenges - Possible Consequences” teil, das vom 10. bis 11. September 2007 im Hause der Arabischen Liga in Kairo stattfand. Auf der Tagesordnung standen der arabisch-israelische Konflikt, die jüngsten Entwicklungen in Somalia, Sudan/Darfur und im Irak sowie die Herausforderungen nuklearer Proliferation in der Region. In ihrem Kommentar zu dem Referat von Botschafter Mohamed Sobeih, Assistant to Secretary General of the Arab League, “The Peace Process in the Region and the Arab Peace Initiative” übersetzte Dr Johannsen das in der Ära des Kalten Krieges entwickelte Konzept “Gemeinsame Sicherheit” in die Verpflichtung aller regionalen Akteure im Nahen Osten, Verhandlungen auf der Basis des vereinbarten Prinzips „Land für Frieden“ zu führen. Unter der Annahme, dass die gegenwärtige Spaltung zwischen der Westbank und dem Gazastreifen Verhandlungen über Endstatusfragen einschließlich der Zwei-Staaten-Regelung blockiere, vertrat Dr Johannsen die Auffassung, dass die Europäische Union und insbesondere Deutschland einen Versöhnungsprozess zwischen den rivalisierenden palästinensischen Fraktionen unterstützen sollten, indem sie deutlich machen, dass sie sich nicht an Versuchen beteiligen werden, ein eventuelles neues Machtteilungsarrangement zu torpedieren.


12. September 2007

Vortrag bei Internationaler Konferenz in Neu Delhi

Auf Einladung der Heinrich-Böll-Stiftung, der Coalition for Nuclear Disarmament and Peace und dem Popular Education and Action Centre trug Oliver Meier am 31.8. und 1.9 in Neu Delhi die deutsche Sicht des geplanten Atomabkommen zwischen den USA und Indien vor. Mehr als 300 Teilnehmer hörten Vorträge von Referenten aus Indien, Pakistan und Nepal sowie aus den USA und Deutschland, die auf die friedens- und umweltpolitischen Probleme hinwiesen, die mit der geplanten Aufhebung der Nuklearsanktionen gegen Indien im Zusammenhang stehen. Die Veranstaltung fand vor dem Hintergrund einer kontroversen Diskussion zum Thema im indischen Parlament statt und fand großes Medieninteresse.


05. September 2007

Interview von Götz Neuneck mit "Die Welt - Online"

Götz Neuneck, Die Welt-Online, 21. August 2007, 12:53 Uhr: Wie weit der Iran mit der Bombe ist.

Link zum Interview


05. September 2007

Sicherheit und Entwicklung als Herausforderung

Am 3. und 4. September 2007 nahm Dr. Hans-Georg Ehrhart, stellv. Leiter ZEUS, an einem von der Führungsakademie der Bundeswehr und der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) veranstalteten Workshop zum Thema „Sicherheit und Entwicklung“ teil. Er hielt den Einführungsvortrag mit dem Titel „Der Nexus Sicherheit und Entwicklung als Herausforderung“. Ziel der Veranstaltung war es, Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Rahmen vernetzter Sicherheit zu eruieren.


05. September 2007

Internationale Gäste am IFSH

Am 29.8. besuchten drei Teilnehmer eines Programms des Goethe-Instituts zur Förderung von Deutsch als Amtssprache der Europäischen Union das IFSH zu einem Informationsgespräch. Die drei Diplomaten aus Slowenien, Kroatien und Rumänien waren insbesondere an aktuellen Fragen der europäischen Außen- und Sicherheitspolitik interessiert.


29. August 2007

Vorträge zur Kleinwaffenproblematik und zur Nuklearen Proliferation

Am 14. Juni und 24. August 2007 hielt Götz Neuneck im Rahmen der Internationalen Diplomatenausbildung des Auswärtigen Amtes in Berlin Vorträge zur Kleinwaffenproblematik und zur Nuklearen Proliferation. Im Rahmen des Programms „International Futures“ werden neben Diplomaten auch internationale Führungskräfte ausgebildet. Das Seminar im August ist ein Modul im Rahmen des Programms „Managing Global Governance“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit, bei dem angehende Diplomaten und Führungskräfte aus Ministerien und Industrie zusammenkommen, um Schlüsselbereiche der Globalisierung und geeignete politische Strategien kennen zu lernen.


29. August 2007

Dr. rer. nat. Götz Neuneck, Leiter von IFAR, zum Professor ernannt

Die Universität Hamburg hat Dr. rer. nat. Götz Neuneck, Leiter von IFAR und langjähriger Dozent an der Universität Hamburg, den akademischen Titel Professor verliehen. Götz Neuneck, der auch für die Etablierung und Gestaltung des naturwissenschaftlichen Moduls des Studiengangs „Master of Peace and Security Studies“ zuständig ist, empfing die Urkunde am 22. August aus der Hand der Präsidentin der Universität Hamburg, Prof. Dr.-Ing. habil. Monika Auweter-Kurtz.


22. August 2007

Vertreter des EU-Militärstabes im IFSH

Am Mittwoch, den 22. August 2007 besuchte OTL Alexandre de Bordelius vom Militärstab der EU das IFSH. Er führte Gespräche mit Dr. Hans-Georg Ehrhart und hielt abschließend einen Vortrag im Forschungskolloquium. Titel des Vortrages und Gegenstand der nachfolgenden Diskussion war „Krisenoperationen der EU und die Zukunft der ESVP“.


22. August 2007

Hanseatic Baltic Summer School

Am Montag, den 21. August 2007 hielt Dr. Hans-Georg Ehrhart einen Vortrag zum Thema „What kind of CFSP is emerging?“. Es handelte sich um den Einführungsvortrag der vom IFSH und dem Haus Rissen gemeinsam veranstalteten sechsten „Hanseatic Baltic Summer School“, die vom 21. - 24. August 2007 unter dem Titel „Europe in the International Security Order: Concepts, Issues, Trends“ durchgeführt wurde.


15. August 2007

Zur Friedenspolitik Europas im 21. Jahrhundert
Ein Manifest von Egon Bahr, Walther Stützle und Hans J. Gießmann

Prof. Egon Bahr, Bundesminister a.D. und ehemaliger Direktor des IFSH, Prof. Dr. Walther Stützle, ehemaliger Direktor des SIPRI und Staatsekretär a.D. sowie der stellvertretende Wissenschaftliche Direktor des IFSH, Prof. Dr. Hans J. Gießmann haben für den Willy-Brandt-Kreis ein Manifest zur Europäischen Friedenspolitik im 21. Jahrhundert verfasst, das im folgenden dokumentiert wird.

"Das 21. Jahrhundert wird das erste Jahrhundert umfassender globaler Vernetzung. Es verheißt große Chancen und birgt große Gefahren. Die Sozialdemokratie gibt sich ihr erstes Grundsatzprogramm in diesem Jahrhundert in der Einsicht, dass die Chancen nur genutzt werden können, wenn die Gefahren gebannt werden. Schon jetzt übertreffen die Zerstörungskräfte der Menschheit ihre positiven Fähigkeiten. Die Erkenntnis Willy Brandts gilt noch immer: Friede ist nicht alles, aber alles ist nichts ohne Frieden. Sie gilt weltweit."

Dokument


13. August
2007

Transcending Europe's Borders: The EU and its Neighbours

Gemeinsam mit der University of Glasgow und der UCD School of Politics and International Relations Dublin haben Dr. Regina Heller (ZEUS) und Elena Kropatcheva M.A. (CORE) auf dem ICCEES-Regionalkongress "Transcending Europe's Borders: The EU and its Neighbours", der vom 2. bis 4. August 2007 in der Humboldt-Universität zu Berlin durchgeführt wurde, ein Panel zum Thema "EU and Russia Flux Lines: Between Attraction and Repulsion" organisiert. Dr. Regina Heller präsentierte ein Papier mit dem Titel "Rapprochement Through Interlinkage - How Strong is the EU's Normative Gravity for Russia Really?", Elena Kropatcheva trug zum Thema "Russia or the EU? Ukraine Caught between Two Poles" vor. Ein weiteres Paper zum Thema "Imagining Russia: The Role of Images in Russian-German Relations" wurde von Valentina Feklyuniny von der Universität Glasgow vorgestellt. Kommentiert wurden die drei Papiere von Dr. Derek Hutcheson, UCD School of Politics and International Relations, Dublin.


16. Juli 2007

Das Internationale Konversionszentrum Bonn (BICC) hat erste Ergebnisse eines vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanzierten Projektes zum sich verändernden Verhältnis von Sicherheit und Entwicklung veröffentlicht (www.bicc.de). Hans Georg Ehrhart und Isabelle Tannous vom IFSH haben dazu Konzept-Studien beigetragen, mit den Titeln: "Schnittstellen von Entwicklung und Sicherheit der EU - Strategien und Mechanismen für mehr Politikkohärenz" und " Sicherheit + Entwicklung = Frieden? Zur Rolle der Entwicklungspolitik in der zivilen ESVP".


Hans-Georg Ehrhart:
Sicherheit + Entwicklung = Frieden? Zur Rolle der Entwicklungspolitik
in der zivilen ESVP



Isabelle Tannous:
Schnittstellen von Entwicklung und Sicherheit der EU Strategien und Mechanismen für mehr Politikkohärenz


11. Juli 2007

Drogen als Bedrohung?

Am 11. Juli 2007 hielt Frau Janet Kursawe vom German Institute for Global and Area Studies (GIGA) im Forschungskolloquium des IFSH einen Vortrag zum Thema „Drugs as a Threat for Security“. Das Thema ist Gegenstand ihrer Dissertation, die dieses Jahr fertig gestellt wird.


10. Juli 2007

Abchasienkonflikt

Am Mittwoch, den 4. Juli 2007 fand im Rahmen des von Dr. Hans-Georg Ehrhart betreuten Forschungskolloquiums des IFSH eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum Thema "Der de-facto Staat Abachsien: Welche Lösungsansätze sind realistisch?" statt. Den Input lieferten Prof. Dr. Otto Luchterhand (Institut für Ostrecht der Universität Hamburg) und Marietta König (IFSH/CORE).


9. Juli 2007

Workshop Feindbild "Islam"- Feindbild "Westen". Eine kritische Reflexion gegenseitiger Wahrnehmungen

Sybille Reinke de Buitrago präsentierte beim Workshop Feindbild "Islam"- Feindbild "Westen". Eine kritische Reflexion gegenseitiger Wahrnehmungen des ORIENTation Netzwerkes in Berlin am 6. Juli 2007 ein Papier zu Wahrnehmungen des Islam in der deutschen Sicherheitspolitik.
Andere Beiträge beschäftigten sich mit dem gesellschaftlichen Bild des Islam, aber auch der Wahrnehmung des Westens in islamischen Ländern sowie der Funktion von Bildern und Feindbildern generell. Der Workshop wollte auf die wiederkehrende Relevanz von Feindbildern, besonders in westlich-islamischen Beziehungen, hinweisen.


9. Juli 2007

IFSH-Aktuell Nr. 67 erschienen

IFSH-Aktuell


9..Juli 2007

Think Tank Roundtable in Beijing

Vom 28. bis 29. Juni 2007 nahm Bernt Berger am 4. EU-China Think Tank Roundtable mit dem Titel “EU-China Relations - Where do we stand, where do we go?” in Beijing teil. Die Veranstaltung fand am Beijinger Think Tank des Außenministeriums Chinese Institute for International Studies (CIIS) statt und wurde gemeinsam vom European Studies Center (EPC), der Konrad Adenauer-Stiftung (KAS) und dem finnischen Außenministerium organisiert. Bernt Berger hielt einen Vortrag über den US-Faktor in EU-China Beziehungen und war Diskutant auf einem Panel über die gegenwärtigen Entwicklungen in der chinesischen Außenpolitik.


2. Juli 2007

Kooperationsvereinbarung

Das Zentrum für Europäische Studien der Schule für Höhere Internationale und Regionalstudien (SAIAS), East China Normal University, die Schule für Betriebswirtschaft, Wirtschaft und Sozialwissenschaften, Universität Hamburg, und das Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg haben über einen Rahmen für die gemeinsame akademische Zusammenarbeit ab 2007 beraten. Die dreitägigen Gespräche vom 25. bis 27. Juni 2007 wurden unter Leitung des Dekans der SAIAS Prof. Feng Shaolei, Prof. Wolfgang Voegeli, Leiter des M.E.S-Studiengangs und Prof. Hans J. Giessmann, Leiter des M.P.S.-Studiengangs geführt. Sie endeten mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Absichtserklärung (Letter of Intent) durch den Direktor des IFSH, Prof. Michael Brzoska, den Dekan der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Prof. Wolfgang Weber, und Prof. Feng Shaolei. Die Absichtserklärung drückt den Wunsch der Partner aus, im Oktober mit der Kooperation zu beginnen. Grundsätzlich besteht die Vereinbarung, die noch durch die zuständigen Gremien der drei Parteien gebilligt werden muss, aus drei Elementen: akademische Lehre durch deutsche Dozentinnen und Dozenten in Shanghai, die Aufnahme von chinesischen Studierenden in die Masterprogramme in Hamburg sowie der Austausch von Forscherinnen und Forschern. Darüber hinaus haben das IFSH und das Zentrum für Europäische Studien der SAIAS vereinbart, ab 2008 wechselseitig Plätze für Doktorandinnen und Doktoranden zur Verfügung zu stellen. Während ihres Aufenthaltes traf die chinesische Delegation mit dem Direktor des IFSH, Prof. Brzoska, und dem Dekan der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Prof. Weber, zusammen, abschließend wurde sie auch vom Vizepräsidenten der Universität, Prof. Hansmann, empfangen.


2. Juli 2007

ZEUS-CES Workshop on EU – China Relations

Am 22. Juni 2007 fand am IFSH ein gemeinsamer Workshop des Zentrums für EUropäische Friedens- und Sicherheitsstudien (ZEUS) und des Zentrums für Europäische Studien (CES) der Schule für Höhere Internationale und Regionalstudien (SAIAS) der East China Normal University (Shanghai) statt. Während des Workshops berichteten ehemalige und gegenwärtige Gastforscher des gemeinsamen und von der EU geförderten Austauschprogramms über Ergebnisse oder Fortschritte ihrer Forschungsvorhaben. Prof. Cheng Jian, der im Jahre 2006 am ZEUS weilte, stellte die Ergebnisse seines Projekts zur Energiekooperation zwischen der EU, Russland und China vor. Dr. Zhou Baowei, der einen sechsmonatigen Forschungsaufenthalt am ZEUS über den Jahreswechsel 2006/2007 verbrachte, berichtete über sein Projekt zu kulturell-strategischen Asymmetrien in der transatlantischen Sicherheitsdebatte. Prof. Yu Hua-chan, der noch bis Oktober 2007 seinen Forschungsaufenthalt am ZEUS absolviert, informierte über den Fortgang seines Projekts über die GASP der EU. Ein erstes Bündel an Ideen für seinen unmittelbar bevorstehenden Forschungsaufenthalt in Shanghai präsentierte Dr. Bernhard Rinke. Die Akademische Koordinatorin des Studiengangs M.P.S., Dr. Patricia Schneider, stellte den interessierten Gästen aus China unser Masterprogramm in Friedens- und Sicherheitsstudien vor.Der Leiter ZEUS, Prof. Hans J. Giessmann, der Thesen zu globalen Rollen der EU vertrat, und Prof. Feng Shaolei moderierten den Workshop. Der SAIAS Dekan. Prof. Feng Shaolei, wird von Mitte Juli bis Ende August 2007 zu einem Forschungsaufenthalt am IFSH und ZEUS nach Hamburg kommen. Bernt Berger MPhil, der in den vergangenen Monaten am CES gelehrt und über interregionale Kooperation geforscht hat, wird im Juli nach Hamburg zurückkehren.


1. Juli 2007

EU Konferenz über Weltraumsicherheit

Am 21./22. Juni 2007 veranstaltete das Auswärtige Amt im Rahmen der deutschen EU-Präsidentschaft die speziell für EU-Diplomaten gedachte „EU Conference on Security in Space, the Contribution of Arms Control and the Role of the EU“, an der auch Marcel Dickow und Götz Neuneck teilnahmen. Götz Neuneck trug zum Thema Weltraumbewaffnung vor. Er führte den Vorsitz beim Panel „Arms Control Approaches in Outer Space“. Die Initiative soll unter der portugiesischen Präsidentschaft fortgesetzt werden. Die Konferenz war eine der Empfehlungen des DSF-Berichtes zur Weltraumbewaffnung, den André Rothkirch und Götz Neuneck 2006 veröffentlichten.

Dokument


25. Juni 2007

Raketenfreie Zone im Nahen Osten/Persischen Golf

Die Multilateral Study Group (MSG) on the Establishment of a Ballistic Missiles Free Zone, in der 20 Experten aus 12 Ländern unter Federführung der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) in einem Konferenzzyklus bis Mitte 2009 die Dimensionen einer raketenfreien Zone im Nahen Osten/Persischen Golf studieren, traf sich vom 31. Mai bis 2. Juni 2007 zu ihrer Auftaktkonferenz in Istanbul. Dr. Margret Johannsen widmete sich dem Thema „Substate-Actors and Their Missiles as a Challenge to the Process of Confidence-Building and to a Missiles Free Zone: The Case of Hamas and its Sponsors”. In ihrem Referat setzte sich Johannsen mit der Bedrohung Israels durch den Beschuss mit Qassam-Raketen, der Begründung des Raketenbeschusses im Rahmen der national-religiösen Ideologie des bewaffneten Widerstandes und seiner Instrumentalisierung im Kontext der innerpalästinensischen Fraktionskämpfe auseinander. Eine Entwaffnung der Hamas unter Zwang beurteilte Johannsen als wenig aussichtsreich. Sie plädierte statt dessen für die externe Unterstützung eines Transformationsprozesses, in dem ein langfristiger Waffenstillstand und die Integration der Milizen in die legitimen Sicherheitsstrukturen den Boden für ein Wegverhandeln der Raketenarsenale substaatlicher Akteure bereitet. In diesem Zusammenhang maß Johannsen solchen Maßnahmen der entwicklungsorientierten Zusammenarbeit, die der palästinensischen Regierung ein gewisses Maß an Regierungshandeln ermöglichen würden, große Bedeutung bei. Die Konferenz in Istanbul wurde gefördert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES), der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), der Arbeitsstelle Friedensforschung Bonn (AFB) und dem Verband der Unternehmer und Geschäftsleute in der Türkei (TUSIAD).


17. Juni 2007

Friedensgutachten 2007 erschienen

Friedensgutachten 2007


12. Juni 2007

Expertenworkshop zu DDR

Am 6. Juni nahm Dr. Hans-Georg Ehrhart an einem Expertenseminar zum Thema „EU Contribution to Disarmament, Demobilisation & Reintegration (DDR): A Look
at Bosnia and Herzegowina“ teil. An der von der Bundesregierung im Rahmen der EU-Präsidentschaft organisierten Veranstaltung nahmen Fachleute von der EU-Kommission, des Rates, der Bundeswehr, des Auswärtigen Amtes, der UNO und aus NGO’s teil.


12. Juni 2007

Friedensgutachten

Am 14. Juni 2007 wird das diesjährige Friedensgutachten der fünf Friedensforschungsinstitute vor der Bundespressekonferenz in Berlin vorgestellt.
Weitere Informationen zum Friedensgutachten 2007 unter: www.friedensgutachten.de

Einladung


12. Juni 2007

Konferenz “The Way Ahead for Transatlantic Cooperation? Addressing Global Challenges under the German EU Presidency”, Berlin

Sybille Reinke de Buitrago nahm an der gemeinsamen Konferenz von Women in International Security (WIIS) und WIIS Deutschland vom 26.-27. April 2007 in der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) in Berlin teil. An der Konferenz “The Way Ahead for Transatlantic Cooperation? Addressing Global Challenges under the German EU Presidency” nahmen über hundert Wissenschaftler, Praktiker und Experten auf dem Gebiet der Sicherheit und Konfliktprävention teil – die meisten davon Frauen. In verschiedenen Panels wurden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Ansatz auf beiden Seiten des Atlantiks für globale Sicherheitsthemen, Instrumente und Lehren diskutiert.


12..Juni 2007

Gastaufenthalt am Center for Strategic and International Studies, Washington, DC

Sybille Reinke de Buitrago verbrachte im Mai 2007 einen Forschungsaufenthalt als Gastwissenschaftlerin am Center for Strategic and International Studies in Washington, DC. Sie war dort im Transnational Threats Project integriert und befasste sich vor allem mit aktuellen Entwicklungen des internationalen Terrorismus and der amerikanischen Politik dazu. Sie führte auch Interviews mit Entscheidungsträgern im U.S. Congress, im State Department, der Intelligence Community und internationalen Sicherheitsexperten. Ihre Ergebnisse werden bei CSIS publiziert.


12. Juni 2007

Publikation

Aktuelles Positionspapier der Kommission "Europäische Sicherheit und Zukunft der Bundeswehr" am IFSH.

"Auslandseinsätze der Bundeswehr: Viele Bedingungen müssen erfüllt sein."

Dokument


23. Mai 2007

Afghanistan

Am Dienstag, den 22. Mai 2007 nahm Dr. Hans-Georg Ehrhart, stellv. Leiter ZEUS, an einer Diskussionsveranstaltung NDR im Rahmen der Sendung „Redezeit“ teil. Thema war die Zukunft des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan. Weitere Diskussionspartner an der von Matthias Frank moderierten Sendung waren Rainer Arnold, verteidigungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und General a.D. Dr.Klaus Reinhardt, ex-Kommandeur der KFOR-Truppen im Kosovo.


21. Mai 2007

IFSH-Aktuell Nr. 66 erschienen

IFSH-Aktuell


21. Mai 2007

6. deutsch-chinesischer Sicherheitsdialog in Beijing

Am 14. und 15. Mai 2007 fand der von der Internationalen Abteilung des ZK der KPCh und der Friedrich-Ebert-Stiftung vorbereitete 6. deutsch-chinesische Sicherheitsdialog in Beijing statt. Zur Delegation deutscher Politiker und Abgeordneter unter Leitung von Dr. Walter Kolbow, Stv. Fraktionsvorsitzender der SPD im Deutschen Bundestag, gehörte Prof. Dr. Hans J. Gießmann, der bereits zum fünften Mal zu dieser wichtigsten deutsch-chinesischen sicherheitspolitischen Konsultation eingeladen wurde. In seinem Vortrag entwickelte er Vorschläge zur künftigen Kooperation zwischen der Europäischen Union und China. Während seines Aufenthaltes in Beijing hielt Prof. Giessmann Vorträge am Chinesischen Institut für gegenwärtige Internationale Beziehungen (CICIR) über die China Politik der EU und vor der Deutschen Kammer Beijing über Einflussmöglichkeiten und Grenzen der Regionalpolitik der EU in Nordostasien. Außerdem wurden mit der chinesischen Abrüstungsbehörde und der Renmin-Universität Gespräche zur Entwicklung von Kooperationsprojekten geführt.


15. Mai 2007

EU-Engagement in Afrika

Am 10. Mai 2007 war Dr. Hans-Georg Ehrhart, stellv. Leiter ZEUS am IFSH,
Gast im Gesprächskreis Afrika der SPD-Fraktion des Deutschen
Bundestages. Er referierte über das Thema „Friedensmissionen der EU in
Afrika“ und diskutierte anschließend mit den Teilnehmerinnen und
Teilnehmern über die Frage, wie der Aspekt der Friedenskonsolidierung
künftig gestärkt werden könnte. Die Sitzung wurde von MdB Hertha
Däubler-Gmelin geleitet.


14. Mai 2007

1. Vorbereitungstreffen für die Überprüfungskonferenz des Nichverbreitungsvertrages 2010 in Wien

Vom 30.4-11.5. fand in Wien das 1. Vorbereitungstreffen für die Überprüfungskonferenz des Nichverbreitungsvertrages 2010 statt. Götz Neuneck und Axel Schwanhäusser nahmen an drei Panelpräsentationen während des Treffens teil. Oliver Meier führte Gespräche und Interviews am Rande der Konferenz. Die "Pugwash Conferences on Science and World Affaires" und das "International Network of Engineers and Scientists" (INESAP) veranstalteten gemeinsam ein Panel "Space Security - Impact on Nuclear Disarmament" und INESAP und die Nuclear Peace Foundation zur "US Nuclear Policy", an der Götz Neuneck mit Vorträgen zur Weltraumbewafnung und zur Raketenabwehr teilnahm.


14. Mai 2007

Carl Friedrich von Weizsäcker gestorben

Das IFSH trauert um Carl Friedrich von Weizsäcker, der nicht nur ein herausragender Physiker, Philosoph und Gelehrter war, sondern auch als einer der Gründungsväter der deutschen Friedensforschung bezeichnet werden kann. Der Nachruf von Götz Neuneck, der mehrere Jahre in Starnberg bei C.F von Weizsäcker zugebracht hat und Martin Kalinowski, Carl Friedrich von Weizsäcker-Stiftungsprofessor der Universität Hamburg, betont Weizsäckers Hamburger Zeit (1957-1970) und seine in dieser Zeit herausragenden Beiträge zur Kritik an der Abschreckung, sowie zur Weltinnenpolitik und zur Kriegsverhütung.

Nachruf


9. Mai 2007

Konsenspapier der UNO zur Reform von Sanktionen

Unter dem Vorsitz des ständigen Vertreter der griechischen Regierung wurde vor kurzem im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ein langwieriger Verhandlungsprozess über ein Konsenspapier zur Reform von Sanktionen zu einem erfolgreichen Ende gebracht. Das Papier und weitere Schritte wurden am 30. April in den VN in New York im Rahmen eines Seminars diskutiert, an dem Michael Brzoska als Berichterstatter teilnahm.


7. Mai 2007

Wissenschaftliches Symposium „Die Europäische Union im 21. Jahrhundert“ und Buchpräsentation

Am 27. April veranstaltete das Institut für Politikwissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster aus Anlass des 60. Geburtstages von Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Meyers (Prof. für Internationale Beziehungen) ein Wissenschaftliches Symposium unter dem Titel „Die Europäische Union im 21. Jahrhundert“. Unter Moderation von Dr. Bernhard Rinke (ZEUS) diskutierten Dr. Hans-Georg Ehrhart (stellv. Leiter ZEUS), Prof. Dr. Dr. h.c. Wichard Woyke (Professor für Europapolitik, Universität Münster), Prof. Dr. Wilfried Loth (Professor für Neuere und Neueste Geschichte, Universität Duisburg-Essen) und Prof. Dr. Hajo Schmidt (Direktor des Instituts Frieden und Demokratie der FernUniversität Hagen) über die weltpolitische Rolle der Europäischen Union im 21. Jahrhundert. In diesem Zusammenhang befasste sich das Podium insbesondere mit der Frage nach der Zukunft der außen- und sicherheitspolitischen Abschnitte des Europäischen Verfassungsvertrags und den friedenspolitischen Perspektiven der EU auf ihrem Weg zu einer mehr und mehr operativ ausgerichteten Außen- und Sicherheitspolitik.

Im Rahmen eines anschließenden Empfangs wurde Prof. Meyers dann eine von Dr. Hans-Georg Ehrhart und Dr. Bernhard Rinke mit herausgegebene Festschrift unter dem Titel „Die Europäische Union im 21. Jahrhundert. Theorie und Praxis europäischer Außen-, Sicherheits- und Friedenspolitik“ (Wiesbaden 2007) überreicht. In diesem Band legen ausgewiesene Experten aus Wissenschaft und Praxis profunde Analysen über die außen-, friedens- und sicherheitspolitische Rolle der Europäischen Union in der Welt vor. Dabei werden theoretische Fragen des Friedensprojekts Europa ebenso behandelt wie konzeptionelle und praktische Aspekte der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik, die Rolle der EU als globaler Akteur kooperativen Friedens und die Herausforderungen europäischer Integration.


2. Mai 2007

Regionale Wahrnehmungen asiatischer Mächte für globalen Wandel

“Regionale Wahrnehmungen asiatischer Mächte für globalen Wandel” war der Titel eines gemeinsam von der renommierten S. Rajaratnam School of International Studies der Nanyang Technical University und der Friedrich-Ebert-Stiftung, Regionalbüro Südostasien am 27. April in Singapur veranstalteten politikorientierten Dialogs. Die erste Sitzung dieses Workshops, über Chinas und Indiens Selbstwahrnehmung und Rollen, wurde von Prof. Dr. Hans J. Giessmann eingeleitet und moderiert.


25. April 2007

Hamburger Beiträge zur Friedensforschung und Sicherheitspolitik #146 erschienen:

Detlef Bald / Hans-Günter Fröhling / Jürgen Groß / Claus Frhr. v. Rosen (Hrsg.), Was ist aus der Inneren Führung geworden? Zum hundertsten Geburtstag Wolf Graf von Baudissins, April 2007.

Hamburger Beiträge


23. April 2007

Arbeitssitzung der Bundeswehrkommission

Mit Fragen der Inneren Führung, insbesondere im Einsatzfall, befasste sich auch die Kommission „Europäische Sicherheit und Zukunft der Bundeswehr“ am IFSH auf ihrer Arbeitssitzung am selben Tag. Die aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Politikern und Militärs zusammengesetzte Expertenkommission, die seit ihrer Gründung im Jahre 1999 die Transformation der deutschen Streitkräfte kritisch begleitet, diskutierte unter Vorsitz von Prof. Brzoska die erste Fassung eines gemeinsames Positionspapier, in dem objektive und transparente Kriterien für Auslandseinsätze der Bundeswehr formuliert und konkrete Empfehlungen für eine in sich schlüssige politische Strategie in den aktuellen Konfliktregionen ausgesprochen werden sollen..


23. April 2007

Gedenkveranstaltung zum hundertsten Geburtstag Wolf Graf von Baudissins

Am 8. Mai 2007 wäre der Gründungsdirektor des IFSH, Generalleutnant a.D. Prof. Wolf Graf von Baudissin, der „Vater“ der Inneren Führung in der Bundeswehr, 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass erschien in der Reihe „Hamburger Beiträge zur Friedensforschung und Sicherheitspolitik“ ein Themenheft unter dem Titel „Was ist aus der Inneren Führung geworden?“, das von seinen Herausgebern, den Mitgliedern der Forschungsgruppe „Demokratisierung von Streitkräften (DemoS)“ am IFSH, am19. April präsentiert wurde.
Nach einer einleitenden Würdigung Baudissins durch den Direktor des Instituts, Prof. Dr. Michael Brzoska, stellte Dr. Jürgen Groß, der Leiter der Forschungsgruppe, einige zentrale Befunde der Autoren des Heftes vor. So etwa besitze die Innere Führung auch ein halbes Jahrhundert nach ihrer Einführung in die Bundeswehr noch immer nicht den Stellenwert, der ihr ursprünglich nach den Vorstellungen Baudissins eigentlich zukommen sollte. Des Weiteren werde sie in den deutschen Streitkräften nicht selten auf ein bloßes Führungs- und Motivationskonzept reduziert; dabei sollte sie nach ihrer Grundintention weitaus mehr, nämlich demokratische Werte und Normen auch im Militär sichern.
Im Anschluss daran griffen die Mitglieder der Forschungsgruppe, Dr. Detlef Bald, Oberstleutnant Dr. Hans-Günter Fröhling sowie Prof. Dr. Claus Frhr. von Rosen unter der Moderation von Prof. Dr. Hans-Joachim Gießmann die Frage „Was ist aus der Inneren Führung geworden?“ auf und diskutierten mit den zahlreichen sachkundigen und engagierten Gästen .


11. April 2007

New Cold War History

Am 11. April 2007 hielt Dr. Bernd Stöver, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum Zeithistorische Forschung und apl. Professor an der Universität Potsdam, einen Vortrag im Rahmen des Forschungskolloquiums des IFSH. Das Thema des Vortrags lautete: „Der Kalte Krieg als absoluter Krieg. Konturen einer New Cold War History“. Anschließend diskutierte er unter Moderation von Dr. Hans-Georg Ehrhart mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des IFSH.


11. April 2007

Jahresbericht 2006 liegt vor

Der Jahresbericht 2006 liegt vor. Vorbhaltlich der Zustimmung des Kuratoriums des IFSH wird er im Juli in Druck gehen. Eine elektronische Fassung des Entwurfs ist aber bereits verfügbar unter
Jahresberichte


11. April 2007

Debatte um die neuen US-Raketenabwehrpläne in Europa

An der Debatte um die neuen US-Raketenabwehrpläne in Europa haben sich auch IFSH-Mitglieder beteiligt. Götz Neuneck gab sowohl der Zeitung Cicero
(http://www.cicero.de/1725.php?ress_id=21&kol_id=10253)
als auch der Freien Presse in Chemnitz ein Interview. Die Wissenschaftssendung Nano/3Sat berichtete über ein Fachgespräch, das am 3. April 2007 im Magnus-Haus der Deutschen Physikalischen Gesellschaft in Berlin zum Thema stattfand und bei dem Götz Neuneck und Geoffrey Forden vom MIT/Science, Technology and Global Security Working Group, z.Z. Gastwissenschaftler bei IFAR, interviewt wurden. (http://www.3sat.de/SCRIPTS/print.php?url=/nano/astuecke/106713/index.html)

Die Berliner Zeitung und der Tagespiegel berichteten ebenso darüber
wie der WDR.


04. April 2007

Geoffrey Forden vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) am IFSH

Am Mittwoch, den 4. April 2007 weilte Prof. Geoffrey Forden vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) am IFSH. Neben Gesprächen mit Mitgliedern von IFAR und dem Direktor des IFSH hielt er einen Vortrag im Forschungskolloquium. Thema der Presentation war: „How the World's Most Underdeveloped Nations get the World's Most Dangerous Weapons”. Geoffrey Forden war u.a. Leiter der multidisziplinären Analyseabteilung von UNMOVIC im Irak, Fellow am Center for International Security and Arms Control der Stanford University, Analyst für strategische Waffen im Congressional Budget Office und Professor an der Universität Arizona.


02. April 2007

Bundesvorsitzender des Deutschen Bundeswehrverbandes am IFSH

Am Mittwoch, den 21. März 2007 besuchten Oberst i.G. Bernhard Gertz, Bundesvorsitzender des Deutschen Bundeswehrverbandes, und Christian Singer, Geschäftführer der Karl-Theodor-Molinari-Stiftung, das IFSH. Zunächst sprachen sie mit Prof. Dr. Michael Brzoska, Prof. Dr. Hans-Joachim Gießmann, Dr. Hans-Georg Ehrhart und OTL Dr. Armin Wagner aktuelle Fragen der Bundeswehr. Danach hielt Oberst Gertz im Forschungskolloquium einen Vortrag zum Thema „Auslandseinsätze der Bundeswehr aus der Sicht des Deutschen Bundeswehrverbandes“ und diskutierte anschließend mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Gästen des IFSH.


26. März 2007

Nuklearisierung in Europa und dem Vorderen Orient

Auf einem Internationalen Symposium über "Nuklearisierung in Europa und dem Vorderen Orient – Von Bedrohung zur präventivem Handeln", veranstaltet von der Schweizer Sektion der Ärztinnen und Ärzte für soziale Verantwortung (PSR) / Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) vom 22. bis 25. März 2007 in Monte Verità, Schweiz, hielt Dr. Margret Johannsen einen Vortrag über "Mutual Distrust and threats: Is there a chance for dialogue?". In ihrer Präsentation stellte Johannsen fest, dass zweierlei Maß und die Geringschätzung völkerrechtlicher Standards einem verantwortungsvollen und produktiven Umgang mit der nuklearen Proliferationsgefahr im Vorderen Orient im Wege stehen. Sie plädierte für einen umfassenden Ansatz, um die Blockaden aufzubrechen. Danach sollten Verhandlungen über die Errichtung einer nuklearwaffenfreien Zone im Vorderen Orient und Verhandlungen über eine Lösung des regionalen Kernkonflikts zwischen Israel und den Palästinensern parallel geführt werden, um das vorherrschende Denken in Kategorien des schlimmsten Falls zu überwinden.


26. März 2007

Perspektiven einer Koalitionsregierung in den Palästinensischen Gebieten

Die Friedrich-Ebert-Stiftung/Internationale Entwicklungszusammenarbeit – Referat Naher/Mittlerer Osten und Nordafrika veranstaltete am 26. März 2007 in Berlin eine Podiumsdiskussion mit hochrangigen Mitgliedern der Fatah zu den Perspektiven einer Koalitionsregierung in den Palästinensischen Gebieten. Azzam Al-Ahmad (Stellvertretender Ministerpräsident), Dr. Sahar Al-Qawasmy aus der Westbank (Mitglied im Palästinensischen Legislativrat) und Majed Abu Schammalah (Generalsekretär der Fatah-Führung im Gazastreifen und Mitglied im Palästinensischen Legislativrat) referierten über die Chance, die sich durch die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit für die Normalisierung in den Palästinensischen Gebieten und die Wiederaufnahme des seit sechs Jahren ruhenden Friedensprozesses ergibt. Die Redner appellierten an die EU bzw. die Bundesregierung, die Sanktionen gegen die palästinensische Regierung aufzuheben. Sie betonten, dass die Einheitsregierung in ihrer Plattform de facto die Forderungen erfüllt habe, die das Nahost-Quartett zur Bedingung für die Wiederaufnahme des Dialogs und der Finanzhilfen für die palästinensische Regierung gemacht habe. Die Podiumsdiskussion wurde von Dr. Margret Johannsen moderiert.


15. März 2007

Botschafter a.D. Dr. Hans-Georg Wieck am IFSH

Am 14. März 2007 weilte Botschafter a.D. Dr. Hans-Georg Wieck am IFSH. Am Vormittag traf er mit Prof. Dr. Michael Brzoska (Direktor), Dr. Frank Evers (stellv. Leiter CORE), Dr. Hans-Georg Ehrhart (stellv. Leiter ZEUS), Dr. Anna Kreikemeyer (CORE) und OTL Dr. Armin Wagner (ZEUS) zu einem Gedankenaustausch zusammen. Am Nachmittag hielt er im Rahmen des Forschungskolloquiums einen Vortrag zum Thema „Der Transformationsprozess in Belarus und die westliche Demokratieförderung“. Dr. Wieck war Leiter Planungsstab im Verteidigungsministerium, Botschafter in Teheran, Moskau und Neu Dehli, Vertreter der Bundesrepublik bei der NATO, Präsident des Bundesnachrichtendienstes sowie Leiter der OSZE-Beratergruppe in Minsk.


9. März 2007

16. Forum Globale Fragen in Berlin

Das Auswärtige Amt und die Deutsche Stiftung Friedensforschung veranstalteten am 5. und 6. März 2007 in Berlin das 16. Forum Globale Fragen. Das IFSH war durch den wissenschaftlichen Direktor Prof. Dr. Michael Brzoska und Dr. Götz Neuneck vertreten.. Michael Brzoska moderierte das Eröffnungspanel zum Thema „Scheitert das Regime zur Nichtweiterverbreitung?“ mit Hans Blix (Stockholm), Patricia Lewis (UNIDIR/Genf), Harald Müller (Frankfurt), Douglas Roche (Kanada) und William Walker (St. Andrews). Götz Neuneck referierte auf dem Panel „Droht ein Rüstungswettlauf im All?“.

Vortrag G. Neuneck


28. Februar 2007

Vortrag über Chinas Interessen bei CIOR

Am 13. Februar 2007 war Bernt Berger (ZEUS/IFSH) von der Konrad Adenauer Stiftung als Referent zu einer Tagung der Interallied Confederation of Reserve Officers (CIOR/NATO) im Schloss Eichholz, Wesseling geladen. Er hielt einen Vortrag über Chinesische Interessen und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Außen-, Sicherheits- und Wirtschaftspolitik. In der anschließenden Diskussion beantwortete er Fragen zu einem breiten Themenspektrum wie Chinas Afrika- und Zentralasienpolitik, Menschenrechte, Taiwan, Chinas militärische Ambitionen und die innere politische Entwicklung.


26. Februar 2007

Internationaler Expertenworkshop des IFSH und des ithf

Am Samstag, den 24. Februar 2007 veranstalteten das IFSH und das Institut für Theologie und Frieden (ithf) einen international besetzten Expertenworkshop zum Thema “Befriedung von außen? Ethische Reflexionen eines strittigen politisch-militärischen Konzeptes am Beispiel des Kongo“. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob das Interventionskonzept von UNO und EU in der Demokratischen Republik Kongo ethisch gerechtfertigt ist. Waren die handelnden Akteure dazu legitimiert? Waren ihre Ziele und die eingesetzten Mittel gerechtfertigt? Diesen Fragen wurde in vier Schritten nachgegangen.
Zunächst stand die Konfliktanalyse im Zentrum des Interesses. Welchen Ursprung hat der Konflikt? Welche kongolesischen Konfliktparteien sind involviert? Welche Ziele verfolgen sie? Wie sind die Interessen und Ziele der Nachbarstaaten? Wie ist die Akteurskonstellation vor Ort einzuschätzen? Wie die Konfliktdynamik? Diese Fragen wurden im ersten, vom Direktor des ithf, Dr. Heinz-Gerhard Justenhoven geleiteten Panel behandelt. Panelisten waren der Afrikaexperte der taz, Dominic Johnson, und Quentin Laurent, Experte für die Region der Großen Seen im französischen Außenministerium und Politischer Berater des Force Commanders der EUFOR RD Congo.
Im zweiten Schritt wurden die Befriedungskonzepte von UNO und EU bzw. die Rolle der UN-Blauhelmtruppen MONUC sowie der EUFOR RD Congo analysiert. Warum engagieren sich EU und UNO? Welche Ziele verfolgen diese Kollektivakteure mit welchen Mitteln? Wie sind die offenen und verdeckten Interessenlagen der Individualakteure? In welcher Weise sind die unmittelbar am Konflikt militärisch Beteiligten in diesen Befriedungsprozess einbezogen? Welche Ethik der Befriedung von außen trägt das Konzept ex- und implizit? Diese Fragen behandelte das vom Direktor des IFSH, Prof. Dr. Michael Brzoska, geleitete nächste Panel. Das Befriedungskonzept der EU untersuchte Dr. Hans-Georg Ehrhart, stellv. Leiter des Zentrum für EUropäische Friedens- und Sicherheitsstudien am IFSH, während die MONUC-Aktivitäten von Ingo Badoreck LL.M., Leiter des Referats für West- und Zentralafrika beim Afrika-Verein und vorher Vertreter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Kinshasa sowie Mitarbeiter in der politischen Abteilung der Friedensmission MONUC, beleuchtet wurden.
Im dritten Schritt wurde das nun erschlossene Befriedungskonzept einer ethischen Kritik ausgesetzt. Wie ist das Engagement rechtsethisch zu beurteilen? Welche Kriterien können angelegt werden? Stehen nicht wieder die nationalen Interessen der Staaten im Vordergrund? Welchen Stellenwert haben die unter dem Konflikt unmittelbar leidenden Menschen? Diese Problematik wurde während des dritten, vom stellv. Direktor des ithf, Prof. Dr. Gerhard Beestermöller, moderierten Panels erörtert. Dr. Wolfgang Lienemann, Professor für Ethik an der Christkatholischen und Evangelischen Theologischen Fakultät der Universität Bern, referierte über die rechtsethische Problematik, während der kongolesische Prof. Dr. Paulin Manwelo von der Katholischen Universität Ostafrikas und Direktor des Instituts für Friedensforschung und Internationale Beziehungen, Nairobi, über den Zusammenhang von jus ad interventum, jus in intervento und jus post interventum vortrug.
In einem letzten Schritt erfolgte eine realpolitische Hinterfragung des Befriedungskonzeptes. Ist das Konzept nicht zu stark ethisch unterlegt? Wird nicht eine der Realität unangemessene Interessenfreiheit unterstellt? Erfasst das Konzept überhaupt angemessen die Realitäten Afrikas und die wahren Motive der externen Akteure? Diese Realpolitische Analyse wurde geleistet durch Prof. Dr. Peter Schmidt von der Stiftung Wissenschaft und Politik und von Botschafter Dr. Albrecht Conze, ehemaliger stellv. Direktor der UNO-Mission MONUC. Das Panel wurde geleitet von Prof. Dr. Stefan Brüne von der Universität Hamburg.
Weitere Teilnehmer der Expertentagung waren Prof. Dr. Franz-Josef Bormann (Universität Paderborn), Dr. Matthias Gillner (Führungsakademie der Bundeswehr), Prof. Dr. Rolf Hofmeier (ehem. Direktor des Afrika-Instituts und Wahlbeobachter im Kongo), Oberst a.D. Ludwig Jacob (ithf), Prof. Dr. Daniel Philpott (Wissenschaftskolleg Berlin/University of Notre Dame), OTL i.G. Johannes Rudolf (Berater des stellv. Force Commanders EUFOR RD Congo), Prof. Dr. Hajo Schmidt (Universität Hagen), Frauke Seidensticker (stellv. Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte) und Prof. Dr. Michael Staack (Helmut Schmidt Universität der Bundeswehr).
Verantwortlich für das Veranstaltungskonzept und die fachliche Durchführung waren PD Dr. Heinz-Gerhard Justenhoven (ithf), Dr. Hans-Georg Ehrhart (IFSH) und Prof. Dr. Stephan Brüne (Universität Hamburg). Die Ergebnisse der Tagung werden in der Vierteljahresschrift Sicherheit und Frieden (S+F) in Heft 3/2007 und in einem Tagungsband publiziert.


26. Februar 2007

EU-Migrationspolitik

Am 21. Februar 2007 weilte Frau Dr. Ulrike Borchardt vom Seminar für Politische Wissenschaften der Universität Hamburg am IFSH. Sie stellte im Forschungskolloquium ein Projekt zum Thema "Migrations- und Flüchtlingspolitik der EU im Spannungsfeld von Sicherheit, ökonomischer Notwendigkeit und Menschenrechten - (Mögliche) Konsequenzen der Bildung eines Cordon Sanitaire an den Außengrenzen der EU am Beispiel Marokkos" zur Diskussion.


21. Februar 2007

Am 19. Februar erhielt das IFSH Besuch von einer Gruppe von Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 21 Ländern an einem Kursus der Friedrich-Naumann-Stifung zum Thema Konflitprävention und Konfliktmanagement. Michael Brzoska berichtete über die Arbeit des Institutes und Bernhard Rinke hielt ein Referat zu Thema Europäische Union als Konfliktmanager.


19. Februar 2007

IFSH-Aktuell Nr. 65 erschienen

IFSH-Aktuell


5. Februar 2007

Fünfter Shanghai Workshop on Global Governance

Vom 23. bis 24. Januar 2007 nahmen Prof. Hans J. Gießmann (ZEUS/IFSH) und Bernt Berger (ZEUS/IFSH) am fünften Shanghaier Workshop on Global Governance mit dem Titel "Current Situation and Future Prospects of Asia-Europe Security Cooperation" teil. Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom Shanghai Institute for International Studies (SIIS) und der Friedrich-Ebert-Stiftung veranstaltet. Bernt Berger hatte im Vorfelde an der inhaltlichen Gestaltung mitgewirkt. Prof. Gießmann referierte über die Rolle der NATO in der regionalen Sicherheitsarchitektur Europas. Bernt Berger hielt einen Vortrag über Aspekte und Grenzen chinesisch-europäischer Sicherheitskooperation. Der Workshop deckte ein weites Spektrum an Themen und Perspektiven ab, die Grundlage für eine offene und intensive Diskussion waren. Am 25. Januar leitete Bernt Berger zusammen mit Dr. Zhang Tiejun (SIIS) im Kontext eines gemeinsamen Buchprojektes einen Workshop. Die Veranstaltung bot Raum für Diskussionen über die einzelnen Beiträge und diente aufgrund ihres informellen Charakters zur Intensivierung von Kontakten unter den Autoren. Am 26. Januar traf Bernt Berger Vertreter des Shanghai Institute for European Studies (SIES). Bei dem Treffen wurden gegenwärtige Themen der EU-chinesischen Beziehungen diskutiert und die künftige Zusammenarbeit geplant.


31. Januar 2007

7. Rahmenforschungsprogramm

Am 31. Januar 2007 besuchte Frau Angela Schindler-Daniels vom German Aerospace Center das IFSH. Sie ist verantwortlich für den Bereich „Citizens and Governance in the Knowledge-based Society“. Frau Schindler-Daniels stellte im Forschungskolloquium die Fördermöglichkeiten für Sozialwissenschaftler im 7. Rahmenforschungsprogramm der Europäischen Union vor und beantwortete anschließend Fragen der Zuhörer.


30. Januar 2007

Das Zentrum für OSZE-Forschung am IFSH (CORE) veranstaltet vom 9.-11. Februar 2007 einen transatlantischen Workshop zum Thema "Dilemmata der Demokratieförderung in Zentralasien."

"Europäische und US-amerikanische Erfahrungen und Perspektiven"

Seit Mitte der 1990er Jahre, insbesondere aber seit dem 11. September 2001 bemühen sich staatli­che und nichtstaatliche Akteure aus den USA und europäischen Ländern um Demokratieförderung in den fünf zentralasiatischen Staaten Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekis­tan.

Zentralasien ist eine besonders schwierige Region hinsichtlich der Förderung von Demokratie und Menschenrechten. In den zentralasiatischen Staaten, die nicht auf eine demokratische Geschichte zu­rückblicken, sind traditionelle Herrschaftsformen mit dem Erbe von 70 Jahren Sowjetherrschaft zu bestenfalls semi-autoritären und schlimmstenfalls diktatorischen Regimen verschmolzen.

Hinzu kommt eine hochkomplizierte außenpolitische Lage, in der Macht-, Stabilitäts- und Rohstoff­interessen Russlands, Chinas, Japans und westlicher Staaten z.T. miteinander konkurrieren.

Die Mittel für die Demokratieförderung in Zentralasien kommen etwa zur Hälfte aus den USA, wobei sich öffentliche und private Geber die Waage halten, die andere Hälfte stammt aus – vorwiegend öf­fentlichen – europäischen Quellen.

Der Workshop wird sich mit der Demokratieförderung vor dem Hintergrund der komplexen inneren Strukturen und Außenbeziehungen der Region, den Lehren aus zehn Jahren Demokratieförderung und den unterschiedlichen US-amerikanischen und europäischen Ansätzen gegenüber den fünf zentralasia­tischen Ländern befassen und versuchen, einen gemeinsamen Standpunkt für eine tragfähige und um­setzbare Demokratisierungsstrategie für Zentralasien zu finden. Der Arbeit der Organisation für Si­cherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) als führende Organisation für Wahlunterstützung und -beobachtung in der euro-atlantischen und zentralasiatischen Region gilt dabei besondere Beachtung.

Unter den rund 25 hochrangigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wissenschaft und Praxis sind sowohl Fachleute für Demokratie­förderung als auch Regionalexpertinnen und -experten vertreten. Knapp die Hälfte der Gäste kommt aus den USA, die anderen Teilnehmer aus Deutschland, Großbritannien und Russland.


24. Januar 2007

China führt einen Anti-Satellitentest durch

Am 11. Januar 2007 hat China mit einer ballistischen Rakete vom Boden
aus einen ausgedienten chinesischen Wettersatelliten abgeschossen. Damit
gehört das Reich der Mitte neben den Vereinigten Staaten und Russland zu
den Raumfahrtnationen, die in der Lage sind, Satelliten im All zu
zerstören.

Wenn keine völkerrechtlichen Regelungen vereinbart werden, droht ein
kostenintensiver und gefährlicher Rüstungswettlauf auch im Weltraum.

Die Studie von André Rothkirch und Götz Neuneck "Weltraumbewaffnung und präventive Rüstungskontrolle", die im letzten Jahr im Rahmen der
Forschungsberichte der DSF erschienen ist, beschreibt den Hintergrund
der augenblicklichen Entwicklungen im Weltraum und macht konkrete
Rüstungskontrollvorschläge.
http://www.ifsh.de/pdf/aktuelles/DSF_Space%20final_Endfassung_acro5.pdf


Das IFAR-Workingpaper aus dem Jahr 2005 schildert den technischen Hintergrund
http://www.ifsh.de/IFAR/pdf/wp10.pdf


22. Januar 2007

Afghanistan

Am 17. Januar 2007 hielt Florian Kühn, M.A., MPS, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Helmut Schmidt Universität der Bundeswehr, im Rahmen Forschungskolloquiums des IFSH einen Vortrag über „Afghanistan als internationale Herausforderung“. Anschließend diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Thesen des Referenten und die aktuelle Lage in Afghanistan. Die Sitzung wurde von Dr. Hans-Georg Ehrhart moderiert.


22. Januar 2007

Europaschule Hamm am IFSH

Am 16. Januar 2007 besuchten Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse des Gymnasiums Hamm – Die Europaschule in Hamburg – das IFSH. Sie diskutierten mit Dr. Hans-Georg Ehrhart im Rahmen ihrer Projektwoche „Die EU im Jahr 2020“ außen- und sicherheitspolitische Probleme und Perspektiven der Europäischen Union.


07. Januar 2007

Frühwarnung und Human Security

Am 4. Januar 2007 weilt Dr. Albrecht Schnabel, Senior Research Fellow an der schweizerischen Friedensstiftung Swisspeace am IFSH. Er informierte zunächst die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der AG Wirkungsforschung über das Frühwarnsystem FAST. Am Nachmittag hielt er einen Vortrag im Forschungskolloquium zum Thema „Operationalizing Human Security“.