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Friedensgutachten 2008

herausgegeben von Bruno Schoch, Andreas Heinemann-Grüder, Jochen Hippler, Markus Weingardt, Reinhard Mutz
LIT Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-8258-0429-9, € 12,90.




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Das Friedensgutachten 2008 befasst sich mit der neuen Hochrüstung und den friedenspolitischen Alternativen. Die USA sind als militärische Supermacht unangefochten, doch China, Russland und Indien widersetzen sich dem Unilateralismus. Die Verfügung über militärische Droh- und Zwangsmittel als Ausweis von Macht findet auch in Wachstumsländern Nachahmer. Die Atommächte modernisieren und optimieren ihre Arsenale, die Militarisierung des Weltraums schreitet voran. Die geplante Raketenabwehr in Polen und Tschechien belastet die Beziehungen zwischen Washington und Moskau sowie innerhalb der EU. Wie werden die gigantischen neuen Rüstungsschübe legitimiert, wie lassen sie sich erklären? Spiegeln sie die globalen ökonomischen und machtpolitischen Verschiebungen wider? Sind die militärisch-industriellen Komplexe als Agenten der Hochrüstung zurückgekehrt? Das über Jahrzehnte entwickelte System von Rüstungsbegrenzung und sicherheitspolitischer Kooperation steht vor dem Zusammenbruch. Welche internationalen Rüstungskontrollregimes taugen weiterhin, welche neuen sind erforderlich? Offeriert die EU Alternativen für die friedliche Konfliktbeilegung, nukleare Nichtverbreitung und Rüstungskontrolle? Diese rüstungspolitischen Fragen bilden den Schwerpunkt des Friedensgutachtens 2008. Des Weiteren untersucht das Friedensgutachten den Klimawandel als Sicherheitsproblem: Staatszerfall und Destabilisierung drohen, Risiken für die Weltwirtschaft und Spannungen im Verhältnis der Industrie- und Schwellenländer zu Entwicklungsländern sind absehbar. Schließlich analysieren wir instabile autoritäre Regime wie Pakistan, Ägypten, Simbabwe und Kolumbien, die unter manifesten inneren Konflikten leiden und damit auch die regionale Sicherheit gefährden. Wie kann ihre Transformation gefördert werden?

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