Peace Report 2005
herausgegeben von Ulrich Ratsch,
Reinhard Mutz, Bruno Schoch, Corinna Hauswedell und
Christoph Weller.
LIT Verlag, Münster-Hamburg 2004, ISBN 3-8258-8592-5,
€ 12,90.

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Das Friedensgutachten 2005 widmet
sich der drängenden Frage nach einer Deeskalation
des internationalen Konfliktgeschehens unter drei
verschiedenen Perspektiven. Im ersten Kapitel wird
nach der Eindämmung spezifischer Konfliktherde
gefragt. Welche Rolle spielen die beteiligten Akteure
in so verschiedenen Konfliktregionen und -staaten
wie z.B. dem Nahen und Mittleren Osten, Afghanistan,
Liberia, dem Balkan, Tschetschenien und im Sudan.
Welche Deeskalationspotenziale gibt es? Was macht
Erfolge und Misserfolge externer und interner Krisenintervention
aus? Wie vertragen sich lokale, regionale und internationale
Konzepte?
Im zweiten Themenfeld fragen die Autoren nach dem
künftigen Umgang mit Massenvernichtungswaffen
angesichts neuer (militär-) technischer Herausforderungen
und Bedrohungen. Die machtpolitischen Asymmetrien
in vielen internationalen und innerstaatlichen Konflikten
erfordern neue (präventive) Kontrollsysteme.
Wie kann eine weitere Ausbreitung von Massenvernichtungswaffen
verhindert werden? Besteht ein realistisches Bedrohungspotenzial
durch Massenvernichtungswaffen in den Händen
von Terroristen? Wie sollen sich die USA und Europa
gegenüber Iran und Nordkorea verhalten? Das letzte
Kapitel geht von der Beobachtung aus, dass sich die
Balance zwischen militärischer und ziviler Konfliktbearbeitung
verschiebt. Gibt es ein neues Selbstverständnis
von Streitkräften? Welche Handlungsoptionen und
Strategien sind für die UN angemessen? Welche
Chancen eröffnet die Reformdiskussion? Wenn innergesellschaftliche,
ökonomische und ökologische Konfliktursachen
an Bedeutung gewinnen: Wächst die Rolle der Zivilgesellschaft
als Friedensakteur?
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