Peace Report 2006
herausgegeben von Reinhard Mutz,
Bruno Schoch, Corinna Hauswedell, Jochen Hippler und
Ulrich Ratsch.
LIT Verlag, Münster-Hamburg 2005, ISBN 3-8258-9511-4,
€ 12,90.

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Das Friedensgutachten 2006 befasst
sich mit zentralen Herausforderungen für Frieden
und Sicherheit: den Machtasymmetrien im internationalen
System, ökonomischer und sozialer Ungerechtigkeit,
Zerfallsprozessen in Staaten und Gesellschaften sowie
der internationalen Waffen- und Rüstungskonkurrenz.
In den meisten Gewaltkonflikten wirken mehrere dieser
Faktoren zusammen. Mit veränderten Erklärungs-
und Handlungsmustern reagieren Wissenschaft und Politik:
der Erweiterung des Sicherheitsbegriffs, der robusten
Ausbreitung von Demokratie und Menschenrechten, neuen
Einsatzdoktrinen für militärische Mittel.
Was leisten die Konzepte, was leisten sie nicht? Wichtige
friedenspolitische Reformprojekte haben ihre Erwartungen
verfehlt. Die Erneuerung der Vereinten Nationen ist
im Ansatz stecken geblieben, die ehrgeizigen Millenniumsentwicklungsziele
harren der Verwirklichung, die internationale Rüstungskontrolle
tritt auf der Stelle, die europäische Integration
stagniert. Die Gefahr terroristischer Gewalt und der
Griff suspekter Regierungen nach Massenvernichtungswaffen
beherrschen die Sicherheitssorgen westlicher Gesellschaften.
Wie begründet sind sie? Die EU bemüht sich,
die ganze Palette nötiger Strategien und Instrumente
zur Krisenbewältigung und Friedenssicherung vorzuhalten.
Sind es die richtigen? Zeigen sie Wirkung?
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