EU Projekte
A New Agenda for European Security Economics (EUSECON)
Im Bereich der Bekämpfung des internationalen Terrorismus und der organisierten Kriminalität durch die Europäische Union haben ökonomische Fragestellungen bisher kaum eine Rolle gespielt. Das IFSH ist Mitglied eines vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) geleiteten Konsortiums innerhalb des 7. Forschungs-Rahmenprogramms der Europäischen Union in dem verschiedene ökonomische Aspekte von Sicherheit und Sicherheitsvorsorge beleuchtet werden sollen.
Das IFSH ist innerhalb des Konsortiums vor allem für die Frage der politischen Relevanz ökonomischer Fragestellungen für die Bearbeitung von Terrorismus und organisiertem Verbrechen durch die Europäische Union zuständig. Geklärt werden soll unter anderem, welche Rolle solche Fragestellungen bisher gespielt haben und wie deren Stellenwert erhöht werden kann.
Neben Arbeitspapieren und Veröffentlichungen ist das IFSH dafür verantwortlich, im Gesamtprojekt die Relevanz der Untersuchungen für die Europäische Union sicherzustellen. Erwartet werden deshalb neben spezifischen Antworten zu den oben ausgeführten Fragen auch Kooperationen mit einer Reihe der am Konsortium beteiligten Partner.
Die Projektverantwortung am IFSH hat bei Michael Brzoska, die Projektbearbeitung liegt darüber hinaus bei Martin Kahl und Regina Heller, Eric van Um und Raphael Bossong.
Multi-Stakeholder Partnership in Post-Conflict Reconstruction: The Role of the EU (Mulitpart)
In den internationalen Beziehungen nimmt die Bedeutung der Zusammenarbeit von substaatlichen, nationalen und internationalen (multi-level) staatlichen und privaten (multi-actor) Akteuren für die Regelung komplexer Probleme (governance) zu. Derartigen Multi-Stakeholder-Partnerschaften (MSP) wird eine potenziell wichtige Rolle für Konfliktregelung, Sicherheitsgestaltung und Wiederaufbau in Nachkriegsgesellschaften beigemessen. Diese MSP und ihre Unterstützung durch die EU gilt es theoretisch, konzeptionell und empirisch zu untersuchen.
Das Projekt befasst sich mit der übergreifenden Frage, wie, in welchem Ausmaß und unter welchen Bedingungen Multi-Stakeholder-Partnerschaften zum Wiederaufbau in Nachkriegsgesellschaften beitragen können und welche Rolle die EU dabei spielt. Das Projekt konzentriert sich auf organisatorische Aspekte der Bildung und die spezifischen Rahmenbedingungen von MSP bei der Formulierung und Umsetzung von Politikansätzen in Nachkriegsgesellschaften. In der ersten Forschungsphase werden, angeleitet durch die Konzepte Menschlicher Sicherheit und der Governance-Theorie, ein theoretischer und methodischer Rahmen entworfen, der eine systematische Erforschung und eine Wirkungsanalyse des Gegenstandes erlaubt.
Drei Ergebnisse werden erwartet: 1. Beitrag zur Konfliktnachsorge durch die Entwicklung eines integrativen Modells der Multi-Stakeholder-Partnerschaft, welches die drei Bereiche Konfliktmanagement, humanitäre Hilfe und Entwicklung überbrückt. 2. Beitrag zur Operationalisierung des Konzepts der Human Security. 3. Erkenntnisse im Bereich der Evaluierung und der Wirkung von MSP. Die Ergebnisse werden in Konferenzen und Working papers zur Diskussion gestellt und veröffentlicht.
Projektverantwortliche sind Michael Brzoska und Hans-Georg Ehrhart, das Team wird von Jens Narten verstärkt.


