Zusammenarbeit des Zentrums für OSZE-Forschung mit der OSZE-Akademie in Bischkek
Im Auftrag des Auswärtigen Amtes nimmt das Zentrum für OSZE-Forschung
(CORE) am institutionellen Aufbau und dem Lehrbetrieb der OSZE-Akademie
in Bischkek teil.
Im Dezember des Jahres 2002 war die OSZE-Akademie in Bischkek offiziell
eröffnet worden. Ihre Gründung basierte auf einer gemeinsam
Absichtserklärung des Ministeriums für Bildung und Kultur der Republik
Kirgistan und des OSZE-Zentrums in Bischkek. CORE war noch vor der
Eröffnung der Akademie an dem entsprechenden politischen
Vorbereitungsprozess beteiligt. Namentlich war durch die
CORE-Mitarbeiterin Anna Kreikemeyer ein erster Entwurf für die
Konzeption der Akademie entwickelt und der OSZE unterbreitet worden.
Dieser Entwurf fungierte auf kirgisischer Seite sowie auch auf Seiten
der OSZE als ein wesentlicher Referenzpunkt im bezug auf die ersten
konzeptionellen Entscheidungen und die sich anschließenden Pläne für die
Einweihung der Akademie. An der weiteren Erarbeitung von
Grundsatzpapieren der Akademie war CORE durch Frank Evers, Andrea Berg
und Wolfgang Zellner beteiligt.
Im Jahr 2003 wurde CORE von der OSZE-Akademie, von dem in Bischkek
ansässigen OSZE-Zentrum und dem Wiener OSZE-Konfliktverhütungszentrum
dazu eingeladen, sich auch weiterhin am Aufbau der Akademie zu
beteiligen. CORE wurde zusammen mit drei anderen europäischen
Wissenschaftseinrichtungen zu einem wichtigen ausländischen
Kooperationspartner der Akademie. Neben CORE beteiligen sich das
Österreichische Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung am
Schlaininger Friedenszentrum, das Genfer Zentrum für Sicherheitspolitik
und das Niederländische Institut für Internationale Beziehungen
Clingendael an der Beratung der Akademie.
CORE konnte enge Beratungskontakte mit der ersten Koordinatorin und
späteren Präsidentin der Akademie Anara Nasirowa, der damaligen
kirgisischen Kultusministerin Ischengul Boljurwa und dem vormaligen
Leiter des OSZE-Zentrums in Bischkek, Botschafter Aydin Idil, aufbauen.
Erste intensive Beratungen sowie Vorlesungen von CORE-Mitarbeitern
fanden vor Ort im Februar 2003 statt. CORE hat seither eng mit der
ersten Direktorin der Akademie Annette Krämer, mit ihrem Nachfolger Tim
Epkenhans, mit dem jetzigen Leiter des OSZE-Zentrums in Bischkek,
Botschafter Markus Müller, mit verantwortlichen Kollegen vom Wiener
Konfliktverhütungszentrum sowie Vertretern maßgeblicher nationaler
Delegationen zusammengearbeitet.
CORE war beratend am strukturellen Aufbau der Akademie und an ihrer
konzeptionellen Ausrichtung beteiligt. Durch eigene Erfahrungen
hinsichtlich der Einrichtung von Lehrprogrammen im Bereich der
europäischen Sicherheitspolitik ausgerüstet, hat sich CORE an der
Konzipierung des postgraduierten Masterstudiengangs "Political Science
(Central Asia)" beteiligt. CORE ist in die Arbeit des Advisory Board,
der Curriculum Development Group und des Admission Committee der
Akademie involviert. Drei Senior Lecturers von CORE sind am erwähnten
Masterstudiengang beteiligt.
Die Zusammenarbeit von CORE und der OSZE-Akademie wird von Frank Evers
unter Mitarbeit von Andrea Berg, Anna Kreikemeyer, Dildora
Rachmonova-Schwarz und Wolfgang Zellner betreut.
Weiterführende Links:
OSCE Academy in Bishkek: http://www.osce-academy.net/en
Austrian Study Center for Peace and Conflict Resolution at the Peace Centre Burg Schlaining: http://www.aspr.ac.at/
Geneva Centre for Security Policy: http://www.gcsp.ch/
Netherlands Institute of International Relations Clingendael: http://www.clingendael.nl/


