Zentrum für
   EUropäische Friedens- und
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Abgeschlossene Projekte




Multi Stakeholder Partnership in Post-Conflict Peace-reconstruction
Das von einem internationalen Konsortium innerhalb des 7. Forschungsrahmenprogramms der EU durchgeführt Projekt hat die Frage beantwortet, wie, in welchem Ausmaß und unter welchen Bedingungen Multi-stakeholder Partnerschaften dergestalt zu Politikansätzen und Programmen im Bereich der Friedenskonsolidierung beitragen, dass die menschliche Sicherheit positiv beeinflusst wird. Dies soll durch die Konsolidierung und Förderung von Wissen über Faktoren erreicht werden, die Frieden und menschliche Sicherheit fördern. Erfolgreiche Partnerschaften fördern Gewaltfreiheit und langfristigen Frieden. Sie liefern einen produktiven Rahmen für die Gestaltung der Beziehungen zwischen lokalen und externen Akteuren, einschließlich Mediatoren und Internationalen Organisationen. Die EU hat sich zur Förderung eines umfassenden friedens- und sicherheitspolitischen Ansatzes in Nachkriegsgesellschaften verpflichtet. Die spezifischen Modelle und Leitlinien, welche die EU in die Lage versetzen diese Ziele zu erreichen, müssen allerdings noch gefunden werden.
Das Projekt wurde 2012 abgeschlossen.

Projektmitarbeiter: Dr. Michael Brzoska, Dr. Hans-Georg Ehrhart


Die Transformation substaatlicher Gewaltakteure zwischen Befreiungskampf und Staatsaufbau als Herausforderung für die Nahostpolitik der EU
In ihrem Beitrag zum israelisch-palästinensischen Friedensprozess bewegt sich die EU als externer Akteur in einem Spannungsfeld von Statebuilding support, Terrorismusbekämpfung und transatlantischer Zusammenarbeit. Diese allgemeine Feststellung schließt ihre Rolle im Nahost-Quartett ein und erstreckt sich auf ihre Zusammenarbeit mit der Palästinensischen Autorität (PA), insbesondere bei der Bereitstellung von Expertise im Sicherheitsbereich, der Finanzierung von Entwicklungsprojekten, direkter Budgethilfe und humanitären Hilfsmaßnahmen. Keine offiziellen Kontakte gibt es hingegen zu der mit der PA/Fatah rivalisierenden Islamischen Widerstandsbewegung (Hamas). Vielmehr hat sich die EU dem Boykott und der Isolierung der bedeutendsten unter den palästinensischen Organisationen, die an ihrer Agenda des bewaffneten Widerstandes festhalten, angeschlossen.
Die zentrale Fragestellung ist, wie sich die Intervention eines externen Akteurs in Form von Boykott und Isolierung auf die Agenda der Hamas und der sich auf sie stützenden De-facto-Regierung im Gazastreifen auswirkt. Die Grundannahme lautet, dass im Spannungsfeld zwischen der Unterstützung von Staatsaufbau, Terrorismusbekämpfung und transatlantischer Zusammenarbeit widerstreitende Teilziele bewirken, dass die erwünschte Transformation des palästinensischen Gewaltakteurs erschwert wird.
Die Untersuchung zeigt, dass die Politik von Boykott und Isolierung die in sie gesetzten Erwartungen in Form einer hidden agenda nicht erfüllt hat. Sie hat im Gegenteil zur Eskalation des Konflikts zwischen Israel und Hamas sowie zur Vertiefung der innerpalästinensischen Spaltung beigetragen, und statt einer Erosion der Hamas-Herrschaft im Gazastreifen ist eine Konsolidierung zu verzeichnen. Dem friedenspolitischen Engagement der EU war ihre Politik in zweierlei Hinsicht abträglich. Zum einen kam es im Zuge der Konflikteskalation zur Stärkung des bewaffneten Flügels, zum anderen untergräbt die innerpalästinensische Spaltung die ohnehin gefährdete Zwei-Staaten-Lösung zur Beendigung des israelisch-palästinensischen Konflikts. Insofern ist die EU-Politik gegenüber der Hamas ein prägnantes Beispiel für nicht-intendierte Wirkungen politischen Handelns.
Das Projekt wurde 2012 abgeschlossen.

Bearbeiterin: Dr. Margret Johannsen


Projekt Handbuch Frieden
Entsprechend wird der „Frieden“ im Rahmen dieses Handbuchs begrifflich-thematisch in unterschiedlichsten politischen und gesellschaftlich-sozialen Kontexten erfasst und diskutiert.
Das Handbuch ist im Jahr 2011 beim VS Verlag, Wiesbaden, erschienen.

Bearbeiter: Dr. Bernhard Rinke, Prof. Dr. Hans J. Gießmann (Berghof-Institut für konstruktive Konfliktbearbeitung)


Between threat perception and enemy images: Construction of security policy on terrorism in Germany and the United States
Das drittmittelgeförderte Promotionsprojekt untersucht die Bedrohungswahrnehmungen in der aktuellen deutschen und amerikanischen Sicherheitspolitik, speziell in der Bekämpfung des internationalen Terrorismus. Dabei ist das Hauptaugenmerk auf die sicherheitspolitischen Konstruktionen der politischen Eliten beider Länder gerichtet. Von besonderem Interesse ist, wie diese Konstruktionen Entscheidungsprozesse beeinflussen. Da die sicherheitspolitischen Ansätze in Deutschland und den USA teils unterschiedlich geprägt sind, sollen darüber hinaus die Chancen für eine effektivere deutsch-amerikanische wie auch transatlantische Sicherheitskooperation ausgelotet werden. Gleichermaßen sollen aber auch Möglichkeiten eines besseren Umgangs mit Bedrohungswahrnehmungen erörtert werden.

Dissertationsprojekt Sybille Reinke de Buitrago


Aufbau, Reform und Zerfall des Sicherheitssektors in den palästinensischen Autonomiegebieten als Herausforderung für die Nahostpolitik der EU
Die Politik der EU als externer Akteur im nahöstlichen Friedensprozess bewegt sich in einem Spannungsfeld von State-building support, Terrorismusbekämpfung und transatlantischer Zusammenarbeit. Diese allgemeine Feststellung schließt die Rolle der EU beim Aufbau des palästinensischen Sicherheitssektors ein, der sich unter den Bedingungen von Besatzung, Widerstand und internen Machtkämpfen vollzieht. Aus dieser doppelt komplexen Konstellation resultieren nicht hinreichend verstandene Widersprüche mit negativen Folgen für das friedenspolitische Engagement der EU. Gegenstand der Projektuntersuchungen war der Beitrag der EU zum Aufbau des palästinensischen Sicherheitssektors unter den Bedingungen von Besatzung und Widerstand. Drei Phasen wurden hierbei unterschieden: die des Oslo-Prozesses bis zu dessen Zusammenbruch, die der zweiten Intifada bis zum israelischen Abzug aus dem Gazastreifen und die des Zerfalls der vorstaatlichen palästinensischen Einheit durch die Bildung von zwei konkurrierenden Regierungen in den Autonomiegebieten. In einer kritischen Bilanz wurden konstruktive und kontraproduktive Merkmale des europäischen Engagements für das palästinensische Staatsprojekt herausgearbeitet. Das Projekt wurde im Juni 2010 abgeschlossen.
Projektleitung: Dr. Margret Johannsen

Analysing EU Institutions’ and Member States Approaches to Promote Policy Coherence of Development and Security
Das Projekt widmete sich den sensiblen Schnittstellen von Entwicklung und Sicherheit in den Außenbeziehungen der Europäischen Union. Den Kern des Projekts bildeten neben der EU-Ebene die sogenannten Joint-up-government-Ansätze ausgewählter Pionierstaaten. Die Länderstudien schlossen das verzahnte Regieren in Großbritannien, Schweden, den Niederlanden und die Bundesrepublik Deutschland ein.
Eingebettet in die Mehrebenenforschung wurden die vergleichenden Länderstudien auf der Basis eines zu diesem Zweck entwickelten Analyserasters durchgeführt. Abschließend wurden die Ergebnisse mittels der Methode des Process-tracing auf der Zeitachse zugeordnet und die Wechselwirkungen zwischen den nationalen und der europäischen Ebene identifiziert. Das Projekt wurde 2009 abgeschlossen.
Post-doc Stipendium VolkswagenStiftung und im Rahmen des EFSPS-Programms: Isabelle Tannous

Der Schutz nationaler Minderheiten in der Republik Kroatien als Instrument zur Prävention ethnopolitischer Konflikte
Das drittmittelgeförderte Promotionsprojekt hatte die politische und rechtliche Implementierung nationaler und internationaler Instrumente des Menschenrechtsschutzes vor dem Hintergrund der angestrebten Aufnahme Kroatiens in die Europäische Union zum Gegenstand, unter besonderer Berücksichtigung des Bildungsbereiches, der Kulturpolitik und des Medienzugangs. Das Projekt wurde 2009 abgeschlossen.
Promotionsprojekt: Goran Bandov

Ethnic Cleansing as a Political Instrument in the Context of State-Buildung
Die Doktorarbeit hatte zwei mit einander verknüpfte Ziele: Sie unterschied erstens ethnische Säuberung als politisches Konzept analytisch von Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit als rechtlich kodifizierte Verbrechen, und erfasste zweitens ethnische Säuberung als staatsbildende Politik. Die Arbeit richtete sich auf ethnische Säuberung als Prozess, der eng mit dem Prozess von Staatsaufbau, Staatsentwicklung und/oder Staatskonsolidierung verknüpft ist. Überdies untersuchte sie die Interaktion zwischen mörderischen Regimen und den Gesellschaften bzw. Gemeinschaften, in denen sie operieren. Zur Untersuchung der serbischen Politik ethnischer Säuberung im früheren Jugoslawien zwischen 1991 und 1999 stützte sich die Arbeit auf Beweismaterial und Zeugenaussagen in den Archiven des Internationalen Tribunals für das frühere Jugoslawien – die mit Abstand umfangreichste Sammlung von Beweismaterial zum Charakter der Gewalt im jüngsten Jugoslawienkonflikt. Ziel der Untersuchung war es zu zeigen, dass hinter der ethnischen Säuberungspolitik der Serben eine nationalistische Bewegung stand, deren Politik das Streben nach einem eigenen Staat der Serben auf dem Territorium des früheren Jugoslawien war. Das Projekt wurde 2009 abgeschlossen.
Promotionsprojekt: Emir Suljagic

Armee im Einsatz. Ziele, Grundlagen, Strategien, Ergebnisse der Mitwirkung der Bundeswehr an internationalen Friedenseinsätzen
Nach anderthalb Jahrzehnten, in denen sich die Bundeswehr zunehmend in Auslandseinsätzen engagiert, wurde eine Zwischenbilanz gezogen: Welche Ziele hat das sicherheitspolitische Engagement Deutschlands in weltweiten Krisenherden? Gibt es eine kohärente Strategie für die Entsendung deutscher Soldaten in Friedensmissionen? Rechtliche Grundlagen wurden ebenso analysiert wie die das Design einer „neuen“ Bundeswehr, die sich diesen Herausforderungen zu stellen hat. Die Erfahrungen bisheriger Missionen sind auf mögliche Lehren für die Zukunft und Perspektiven einer „Armee im Einsatz“ hinterfragt worden. Das Projekt wurde 2009 abgeschlossen.
Projektleitung: Dr. Armin Wagner mit Prof. Dr. Hans J. Gießmann (Berghof-Institut für konstruktive Konfliktbearbeitung)

Fernlehrgang Internationale Politik: Krieg und Frieden am Beispiel des Nahost-Konflikts
Der Fernlehrgang präsentiert den Nahost-Konflikt als Problem internationaler Politik. Neben der Analyse der historischen und zeitgeschichtlichen sowie aktuellen Dimensionen des Nahost-Konflikts enthält er Aufgaben zur Selbstüberprüfung und die dazu gehörigen Lösungen sowie Hausaufgaben. Das friedenspädagogische Projekt richtet sich an Absolventen und Absolventinnen des zweiten Bildungsweges, die im Fernstudium am Hamburger Institut für Lernsysteme die Hochschulreife erwerben. Die Lernziele orientieren sich am Lehrplan der Freien und Hansestadt Hamburg. Das Projekt wurde 2008 abgeschlossen.
Projekleitung: Dr. Margret Johannsen

Die EU und der Kampf gegen den Terrorismus
Analysiert wurden die Strategien und Instrumente, die Institutionen, strafprozessrechtlichen Verfahren und Informationssysteme, die die EU zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus entwickelt hat. Auf den Binnenbereich der EU bezogen wurden Fragen nach dem Vorrang von „Freiheit“ und „Sicherheit“ bearbeitet, bezogen auf die Politik gegenüber Drittstaaten Fragen nach der Vereinbarkeit von Strategien zur Ursachenbeseitigung mit kurzfristigen Abwehrstrategien. Besondere Aufmerksamkeit galt dem Problem der Wirksamkeit der Anti-Terrorismuspolitik der EU angesichts des spezifischen Profils und der spezifischen Strategien islamistischer Terroristen. Das Projekt wurde 2008 abgeschlossen.
Projektleitung: Dr. Martin Kahl

Die "Polizeilich-justizielle Zusammenarbeit" (PJZ) als Instrument der Terrorismusbekämpfung in der Europäischen Union
Das Projekt befasste sich mit den Zielen und Mitteln der Terrorbekämpfung durch PJZ. Gefragt wurde nach den Ergebnissen der PJZ für das Ziel, die Sicherheit im "Europäischen Rechtsraum“ zu stärken und zugleich nach der erwartbaren künftigen Wirkung infolge absehbarer Kompetenzzuweisungen. Effizienzdefizite dieser Politik und Möglichkeiten ihrer Überwindung wurden aufgezeigt. Die Schlüsselfrage des Projekts drehte sich um die kritische Balance von "Sicherheit und Freiheit", d.h. die Implementierung einer effizienten Sicherheitspolitik, bei der die Freiheitsrechte der Unionsbürger gewahrt werden. Das Projekt wurde 2008 abgeschlossen.
Projektleitung: Dr. Erwin Müller / Dr. Patricia Schneider

Risikoanalyse Terrorismus. Terrorismus als Bedrohung für Hafenmetropolen. Modellfälle Hamburg und Shanghai
Das Projekt untersuchte das Vorhandensein spezifischer Gefährdungspotenziale durch Terroranschläge für moderne Seehafenmetropolen. Empfehlungen zur Prävention und Risikovorsorge wurden erarbeitet. Das Projekt wurde 2008 abgeschlossen.
Projektleitung: Dr. Erwin Müller
Projektbearbeiterin: Dr. Patricia Schneider

Security Governance als Herausforderung für die EU
Das Projekt befasste sich mit der Frage, wie sich die Europäische Union als internationaler Akteur im Bereich der Konfliktprävention und des Krisenmanagements einbringt. Ausgehend von der Überlegung, dass einerseits die heutigen Konflikte von komplexer Natur sind und einer entsprechend differenzierten Bearbeitung im internationalen Kontext bedürfen und andererseits die EU über ein breitgefächertes, aber noch zu vernetzendes institutionelle und materielles Instrumentarium zur Konfliktvorbeugung und Krisenbearbeitung verfügt, wurden Ziele, Rolle und Funktionsweise der Union als postmodernem Krisenmanager untersucht und das Konzept der „Security Governance“ näher bestimmt. Das Projekt wurde 2008 abgeschlossen.
Projektleitung: Dr. Hans-Georg Ehrhart

Nationale Debatten zur gemeinsamen europäischen Außenpolitik in Polen, Rumänien und Ungarn
Das von der Deutschen Stiftung Friedensforschung (DSF) geförderte Promotionsvorhaben steht im Kontext der Erweiterung der Europäischen Union um die genannten Staaten. Ziel war es, deren konzeptionelle Vorstellungen von europäischer Außen- und Sicherheitspolitik, mit denen sie GASP und ESVP zu prägen versuchen, herauszuarbeiten. Schwerpunkte der Analyse bilden sowohl die außenpolitischen Grundsatzdiskurse seit dem Systemwechsel wie auch ihre Beiträge zur weiteren Entwicklung von GASP und ESVP. Das Projekt wurde 2007 abgeschlossen.
Promotionsprojekt: Dr. Heiko Fürst

Elitozid in Bosnien-Herzegowina 1992 – 1995
Das Projekt war ein drittmittelgefördertes Promotionsvorhaben. Untersucht wurde die Eliminierung der politischen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und geistig-kulturellen Eliten während des Krieges und ihre Folgen für die Friedenskonsolidierung nach dessen Ende. Die Fallstudie untersucht mögliche elitozidale Verbrechen in Bosnien-Herzegowina im Zeitraum von 1992 bis 1995 anhand Zeugenaussagen, Dokumenten und anderen Quellen, die dem Internationalen Gerichtshof für das ehemalige Jugoslawien und dem Institut für Kriegsverbrechen in Sarajevo zur Verfügung stehen. Das Ziel der Arbeit war es, Elitozid als ein bisher wenig untersuchtes Phänomen im Rahmen der Kriegsstrategie der ethnischen Homogenisierung („ethnic cleansing“) zu untersuchen und als soziologisch-strafrechtlichen Begriff wissenschaftlich herauszuarbeiten. Das Projekt wurde 2007 abgeschlossen.
Promotionsprojekt: Dennis Gratz, M.A.

Aspekte chinesisch-europäischer Sicherheitszusammenarbeit
Das Vorhaben befasste sich mit den Sicherheitsbeziehungen zwischen China und der EU vor dem Hintergrund des strategischen Dialogs zwischen beiden Akteuren. Aufbauend auf einer Analyse des jeweiligen Sicherheitsverständnisses und der daraus abgeleiteten Strategien und Aktivitäten wurden konkrete Kooperationsmöglichkeiten auf interregionaler und globaler Ebene sowie Möglichkeiten im Bereich des gemeinsamen „capacity building“ untersucht. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der East China Normal University (ECNU) durchgeführt und 2007 abgeschlossen.
Projektleitung: Prof. Dr. Hans J. Gießmann / Dr. Hans-Georg Ehrhart
Projektbearbeiter: Bernt Berger, MSc. Phil.

Privatisierung des Sicherheitssektors in peripheren postsozialistischen Staaten
Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanzierte Projekt untersuchte Formen der Privatisierung staatlicher Sicherheit in postsozialistischen Gesellschaften. Anknüpfend an das Paradigma der Modernisierungstheorie verband das Projekt Hypothesen über die Herrschaftslogik hybrider Staaten mit methodisch einheitlich angelegten Fallstudien. Die empirischen Forschungen konzentrierten sich auf die Polizei in Albanien und Georgien. Das Projekt wurde 2006 abgeschlossen.
Projektleitung: Dr. Hans-Georg Ehrhart
Projektbearbeiter: Dipl. Pol. Stephan Hensell

Normensozialisation in Russland – Chancen und Grenzen europäischer Menschenrechtspolitik gegenüber der Russländischen Föderation
Der „Export“, das heißt die Übertragung internationaler und europäischer Menschenrechtsnormen nach Russland und ihre Internalisierung ist Teil der außenpolitischen Strategie der Europäischen Union gegenüber der RF. Für die EU stellt Russland ein Raum mit besonderer sicherheitspolitischer Bedeutung dar. Eine erfolgreiche Demokratisierung wird als Mittel zur langfristigen Stabilisierung des Landes und Beitrag zur europäischen Sicherheit verstanden. Die Arbeit untersucht die Wirkungsmechanismen von und Erfolgsbedingungen für europäische Menschenrechtspolitik gegenüber Russland. Dabei stellte sich die Frage nach den möglichen externen und internen Einflussstrukturen und deren Wechselwirkung als Bedingung für den erfolgreichen Transfer internationaler Menschenrechtsnormen von der EU nach Russland. Das Projekt wurde 2006 abgeschlossen.
Promotionsprojekt: Dr. Regina Heller

Demokratie in der Armee. Demokratisierung von Streitkräften im Kontext europäischer Sicherheit I (DemoS I)
Das Projekt untersuchte vergleichend die zentralen Demokratiedefizite innerhalb der Streitkräfte Deutschlands und anderer EU-Staaten. Untersuchungsgegenstände waren die Wehrverfassung, militärische Strukturen sowie das Prinzip von Befehl und Gehorsam. Ziel war die Erarbeitung eines umfassenden Reformkonzepts im Rahmen einer künftigen ESVP. Das Projekt wurde 2005 abgeschlossen.
Projektleitung: Dr. Jürgen Groß

Armee in der Demokratie. Demokratisierung von Streitkräften im Kontext europäischer Sicherheit II (DemoS II)
Das Projekt befasste sich mit der Ausgestaltung der demokratischen Kontrolle über die Streitkräfte Deutschlands und anderer EU-Staaten. Besondere Bedeutung wurde der Parlamentsbeteiligung im Einsatzfall zugemessen. Ziel war die Erarbeitung eines Gesamtkonzepts zentraler Kontrollmechanismen im Rahmen einer künftigen ESVP. Das Projekt wurde 2005 abgeschlossen.
Projektleitung: Dr. Jürgen Groß

Innere Führung als europäisches Friedenskonzept (DemoS V)
Das Projekt, das in Zusammenarbeit mit dem Baudissin-Dokumentationszentrum an der Führungsakademie der Bundeswehr durchgeführt wurde, untersuchte die europa- und friedenspolitischen Elemente von Baudissins Konzeption der Inneren Führung und Möglichkeiten ihrer Einbettung in eine künftige gemeinsame Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU. Das Projekt wurde 2005 abgeschlossen.
Projektleitung: OTL i.G. Dr. Jürgen Groß / Dr. Claus Frhr. v. Rosen, FüAk BW (verantw.)

Sicherheit 'im Broader Middle East’: Herausforderungen für EU und NATO
Das empirisch-analytisch und komparativ angelegte Projekt hatte die Untersuchung der sicherheitspolitischen Dynamik im so genannten „Broader Middle East“ zum Gegenstand. Ausgehend von einer internationalen Konferenz zum o.a. Thema, an der regional- und sicherheitspolitische Experten sowie Vertreter der EU, der NATO, des Auswärtigen Amtes, des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie des Bundesministeriums der Verteidigung teilnahmen, wurden Studien erstellt, die in gemeinsame Publikationen mündeten. Das Projekt wurde 2005 abgeschlossen.
Projektleitung: Dr. Hans-Georg Ehrhart / Dr. Margret Johannsen
Die beiden großen deutschen Volksparteien und das "Friedensprojekt Europa". Zivilmacht, Weltmacht, Friedensmacht?
Im Rahmen des von der Deutschen Stiftung Friedensforschung (DSF) geförderten Promotionsprojekts wurde die für die künftige Europa- bzw. Außen- und Sicherheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland zentrale Fragestellung untersucht, welche Positionen CDU und SPD zur Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) der Europäischen Union bzw. der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) vertreten. Das vorrangige Erkenntnisinteresse galt der Frage, welches Leitbild beide Parteien für die Rolle der EU als Akteur im internationalen System formulieren. Den theoretischen Hintergrund der Studie bildete die Auseinandersetzung mit der Diskussion über diese Leitbilder: Dabei wurden die Leitbilder "Weltmacht", "Zivilmacht" und "Friedensmacht" in Theorien der Internationalen Beziehungen verortet. Das Projekt wurde 2005 abgeschlossen.
Projektleitung: Dr. Bernhard Rinke

Die Rolle der palästinensischen Diaspora in der Konfliktentwicklung und Konflikttransformation
Untersucht wurde die Bedeutung palästinensischer Exilanten und Migranten in Westeuropa für die Dynamik des israelisch-palästinensischen Konflikts und ihrer Möglichkeiten und Grenzen, zu dessen Transformation durch Einbindung in Prozesse ziviler Konfliktbearbeitung beizutragen. Während die Empirie lehrt, dass nicht wenige Diasporagemeinschaften eine verschärfende und -verlängernde Rolle bei Konflikten in der alten Heimat spielen und dies auch im israelisch-palästinensischen Konflikts nicht ignoriert werden kann, richtete sich das Erkenntnisinteresse des Projektes auf die palästinensischen Exilgemeinschaften als potenzielle Ressource in Prozessen des Gewaltabbaus, des Dialogs und der Konfliktbeilegung. Das Projekt wurde 2005 abgeschlossen.
Projektleitung: Dr. Margret Johannsen

CD-ROM: Warum baut Israel eine Mauer im Heiligen Land?
Das friedenspädagogische Projekt leistet einen Beitrag für die Multimediaprojektreihe des Südwestrundfunk „Warum?... Ereignisse, die Schlagzeilen machten". Der in der Leitfrage thematisierte umstrittene Bau der Sperranlage im Westjordanland diente als Schlüssel zur Darstellung des Jahrhundertkonflikts um Palästina. Texte, Fotos, Dokumente, Filme, Grafiken und Originaltöne bieten dem Nutzer eine Vielzahl von Zugängen zu dem Ereignis, seiner Vorgeschichte, seinen Folgen und möglichen Lösungswegen. Die CD-ROM wird vom Südwestrundfunk/Schulfernsehen Multimedial produziert und von den Kultusministerien der Länder Baden-Württembergs, des Saarlandes und von Rheinland-Pfalz gesponsert. Das Projekt wurde 2005 abgeschlossen.
Bezug über:
Warum?... Internationale Krisen. Hrsg. vom SWR-Schulfernsehen. Unter Mitarbeit von Stephan Hensell (Jugoslawien), Margret Johannsen (Nahost) u.a. Baden-Baden 2006. CD-ROM.
http://www.wissen.swr.de/sf/04_mul01.php
Projektleitung: Dr. Margret Johannsen

EU-Sicherheitspolitik im 21. Jahrhundert
Das Forschungsprojekt "EU-Sicherheitspolitik im 21. Jahrhundert" befasste sich mit den jüngsten Entwicklungen und Herausforderungen im Bereich der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik sowie der Gemeinsamen Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Ziel des internationalen Kooperationsprojektes, an dem Teilnehmer aus acht Ländern und zwölf Forschungseinrichtungen beteiligt waren, war die Anfertigung einer Studie, die vier Themenfelder umfasste: Herausforderungen und Bedrohungen, EU im Wandel, EU als internationaler Akteur und Fähigkeiten. Das Projekt wurde 2005 abgeschlossen.
Projektleitung: Dr. Hans-Georg Ehrhart / Dr. Burkard Schmitt (EU Institute for Security Studies, Paris)