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Laufende Projekte

Weitere Informationen über die Projektarbeit von ZEUS finden sich auch im ZEUS-Forschungsplan.



Piraterie und maritimer Terrorismus als Herausforderungen für die Seehandelssicherheit: Indikatoren, Perzeptionen und Handlungsoptionen (PiraT)
Das vom BMBF finanzierte Verbundprojekt mit einer Laufzeit von 33 Monaten (April 2010 - Dezember 2012) und einem Gesamtbudget von knapp einer Million Euro, will Austauschprozesse für das Problemfeld Seehandelssicherheit initiieren und Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft eine hierfür geeignete Diskussionsplattform sowie wissenschaftliche Expertise zur Verfügung zu stellen. Darauf aufbauend soll das Konzept der „Security Governance“ überprüft und weiterentwickelt werden. Es werden Indikatoren für die Erfassung sowohl der partikularen Risikoperzeptionen als auch der Abläufe und Mechanismen der Aushandlung und Entwicklung einer gemeinsamen Risikodeutung erarbeitet. Desweiteren soll ein Katalog mit zivilen Handlungsoptionen für ein koordiniertes und vernetztes Vorgehen entwickelt werden. Der Projektverbund strebt ein Gesamtkonzept an, bei dem politikwissenschaftliche Risikoanalysen und technologische Sicherheitslösungen mit rechtlichen und wirtschaftlichen Lösungsvorschlägen verknüpft werden mit dem Ziel, ressortübergreifende staatliche Handlungsoptionen unter Berücksichtigung von zukünftigen Trends, zur zivilen Stärkung der Seehandelssicherheit zu entwickeln.

Projektmitarbeiter/innen: Dr. Hans-Georg Ehrhart, Dr. Patricia Schneider, Kerstin Petretto
Projektwebsite


Das palästinensische Staatsprojekt im Lichte der Machtverschiebungen im Nahen Osten
Die Revolten und Machtkämpfe im Nahen Osten seit 2011 haben auch Einfluss auf die Mächtekonstellationen und Allianzen in der Region. Die regionale Ordnung unterliegt im Zuge der genannten Umbrüche Veränderungen, die nicht folgenlos für das palästinensische Staatsprojekt sein werden. Zum einen hat der israelisch-palästinensische Konflikt und mit ihm das Bemühen um palästinensische Souveränität nicht mehr die gewohnte Prominenz. Zum anderen tangieren die regionalpolitischen Veränderungen auch die Kalküle der palästinensischen Fraktionen. Fatah und Hamas müssen sich nach dem (vollzogenen oder bevorstehenden) Verlust ihrer vertrauten Partner in der Region umorientieren und es ist zu erwarten, dass ihre Programmatik, Strategie und Taktik in der nationalen Frage davon nicht unberührt bleibt.
Die Untersuchung geht der Frage nach, wie sich regime change in Schlüsselstaaten der Region über die damit verbundenen außenpolitischen Umorientierungen und neuen Allianzbildungen auf die Dynamik im israelisch-palästinensischen Konflikt auswirkt. In dem komplexen Akteursgefüge ist sowohl das Verhältnis der beiden tonangebenden palästinensischen Fraktionen Hamas und Fatah zueinander als auch die Positionierung Israels zu berücksichtigen. Zudem steht zu erwarten, dass die relevanten extra-regionalen Akteure ihren Input in das Konfliktmanagement neu justieren werden, so dass zu fragen ist, welche Chancen aus dem regime change für eine konstruktive Rolle der USA und der EU bei der Konfliktlösung erwachsen.

Projektbearbeiterin: Dr. Margret Johannsen



Rechtfertigung nach gleichem Muster? Eine Untersuchung von Argumenten für die Einschränkung von Menschen- und Bürgerrechten bei der Terrorismusbekämpfung in den USA, der EU und Russland
Das Projekt untersucht die Überzeugungs- und Rechtfertigungsargumente für die Einschränkung von Menschen- und Bürgerrechten bei der Terrorismusbekämpfung auf nationaler und internationaler Ebene in den USA, der EU und in Russland. Geprüft wird, ob sich die Argumente, die von gouvernementalen Akteuren für eine Durchführung „außerordentlicher“ (exzeptioneller) Maßnahmen ins Feld geführt werden, ähnlich sind, sich gleichen bzw. ob sie sich zwischen den Rechtsräumen im Zeitverlauf angenähert haben. Ziel ist es herauszufinden, ob in Bezug auf Begründungen außerordenticher Maßnahmen bei der Bekämpfung des islamistisch motivierten Terrorismus eine Koalition gouvernementaler „norm challengers“ ent-standen ist. Die Existenz einer solchen Koalition könnte eine erodierende Wirkung auf die weltweite Geltung von Menschen- und Bürgerrechten haben. Das Projekt wird von der DFG gefördert.


Projektmitarbeiter/innen: Dr. Regina Heller, Dr. Martin Kahl, Dr. Daniela Pisoiu
Projektwebsite


TERAS-INDEX - Terrorismus und Radikalisierung – Indikatoren für externe Einflussfaktoren
Das vom BMBF finanzierte Verbundprojekt TERAS-INDEX (Terrorismus und Radikalisierung – Indikatoren für externe Einflussfaktoren) befasst sich vergleichend mit Folgewirkungen außen-und sicherheitspolitischen Handelns europäischer Länder auf islamistische Radikalisierungsprozesse. Im Vordergrund steht dabei die Frage, ob und inwieweit interne und internationalisierte Konflikte in der muslimischen Welt und darin das außenpolitische Handeln der Bundesrepublik Deutschland und fünf europäischer Vergleichsländer Rückwirkungen auf jihadistische, islamistische und vulnerable Milieus in Deutschland und den anderen europäischen Ländern haben.Hierzu setzt das Projekt TERAS-INDEX mit unterschiedlichen Methoden an. Diese reichen von der vergleichenden Analyse außen- und sicherheitspolitischen Handelns, das sich auf das Radikalisierungspotenzial für jihadistisch-islamistischen Terrorismus in Deutschland und den fünf weiteren europäischen Ländern auswirken kann, über die Erarbeitung eines Instrumentariums zur Erfassung von Rückwirkungseffekten bis hin zu empirischen Untersuchungen des Einflusses externer Konflikte auf jihadistische, islamistische und vulnerable Milieus. Aus diesen Analysen werden Indikatoren erarbeitet, die frühzeitig auf islamistische Radikalisierungsprozesse hinweisen können und Gelegenheitsfenster eröffnen, um diesem nicht-deterministischen Prozess entgegenzuwirken.

Projektmitarbeiter/innen: Dr. Matenia Sirseloudi, Dr. Martin Kahl, Nico Prucha


Analysis of Civil Security Systems in Europe (ANVIL)
In Anbetracht der wachsenden Bedeutung transnationaler Risiken stößt die Einrichtung effektiver, effizienter und legitimer Systeme ziviler Sicherheit auf vermehrtes politisches Interesse. Staaten errichten und verwenden Kapazitäten, um Risiken zu vermeiden, sich auf Krisen und Unglücksfälle vorzubereiten, gesellschaftliche Werte und Infrastrukturen zu schützen und im Krisenfall effektiv und zügig zu reagieren. Die Europäische Union spielt eine immer stärkere Rolle bei der Koordinierung nationalstaatlicher Aktivitäten, die sich hinsichtlich Struktur, Inhalt, rechtlichem Rahmen und praktischer Umsetzung deutlich unterscheiden. Die Qualität unterschiedlicher Systeme ziviler Sicherheit sowie ihre rechtlichen, politischen und kulturellen Determinanten sind bisher nicht umfassend wissenschaftlich untersucht worden. ANVIL führt Fallstudien zu verschiedenen Staaten und regionalen Foren durch und legt dabei besonderes Augenmerk auf die Lasten- und Aufgabenverteilung zwischen öffentlichen und privaten Einrichtungen. Zudem entwickelt das Projekt Indikatoren zur Beurteilung der Effizienz, Effektivität und Legitimität von Systemen ziviler Sicherheit. Daraus resultierende Empfehlungen bezüglich möglicher Veränderungen und Weiterentwicklungen werden im Verlauf des Projekts mit Entscheidungsträgern auf nationaler und europäischer Ebene diskutiert.
Das IFSH ist vor allem mit einer ausführlichen Fallstudie zu Deutschland sowie zwei kleineren Studien zu Österreich und der Schweiz beteiligt. Zudem ist das IFSH zuständig für die Erstellung eines vergleichenden Abschlussberichts für die Länderstudien des Projekts.

ZEUS Projektmitarbeiter: Raphael Bossong, Hendrik Hegemann


EUSECON. Eine neue Agenda für Europäische Sicherheitsökonomie
Das auf vier Jahre angelegte Forschungsprojekt untersucht die Ursachen, Wirkungsfaktoren und langfristigen Effekte von Unsicherheit und Sicherheitspolitik in Europa. Ziel der EUSECON-Initiative ist es, die ökonomischen und sozialen Kosten von Terroranschlägen und Maßnahmen gegen den Terrorismus zu benennen und auf Grundlage dieses Wissens eine effektivere und effizientere Sicherheitspolitik zu ermöglichen. Das Projekt wird von der Euro-päischen Kommission im Rahmen des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms gefördert und von einem Konsortium herausragender Ökonomen und Sozialwissenschaftler in Europa bearbeitet.

ZEUS Projektmitarbeiter/innen: Rafael Bossong, Dr. Regina Heller, Dr. Martin Kahl, Eric van Um

Lexikon EUropäische Sicherheitspolitik
Das Lexikon EUropäische Sicherheitspolitik erläutert in kurzen Beiträgen einschlägige und weniger bekannte Begriffe aus dem Bereich der europäischen Sicherheitspolitik.
Ihm liegt ein erweiterter Sicherheitsbegriff zugrunde. Im Mittelpunkt stehen Termini aus der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) sowie der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) der Europäischen Union. Fast 600 Stichwörter ermöglichen einen gezielten Zugriff auf zahlreiche Aspekte europäischer Sicherheit. Sie reichen von A wie A 400M bis Z wie Zyklenmodell der Konfliktprävention. Ein ausführlicher Anhang enthält vertiefende Informationen in Form von Schaubildern, Tabellen und Ablaufskizzen.

Projektmitarbeiter: Dr. Hans-Georg Ehrhart, Dr. Bernhard Rinke


Die NATO und die internationale Gemeinschaft in Afghanistan: Auf verlorenem Posten oder langfristiges Engagement?
Nach sechs Jahren internationalen Engagements in Afghanistan ist es an der Zeit den Einsatz der NATO und der internationalen Gemeinschaft zu bewerten. Das Jahr 2007 wurde vielfach als entscheidend für die Zukunft dieses zerrütteten Landes und für das weitere Engagement der NATO angesehen. Vor diesem Hintergrund zielt das Projekt, das mit einem deutsch-kanadischen Workshop am 13./14. Dezember 2007 in der Führungsakademie der Bundeswehr startete, darauf ab eine Bilanz zu ziehen. Es steht unter der Überschrift: „Die NATO und die internationale Gemeinschaft in Afghanistan: Auf verlorenem Posten oder langfristiges Engagement?“ Das Engagement der Nato und der internationalen Gemeinschaft beim staatlichen Wiederaufbau in Afghanistan wird einer kritischen Analyse unterzogen. Besondere Berücksichtigung finden die Strategien und Aktivitäten Deutschlands und Kanadas. Die Ergebnisse dieses internationalen, von der NATO geförderten Projekts sollen in Aufsätzen und einer Buchpublikation veröffentlicht werden.

Bearbeiter: Dr. Hans-Georg Ehrhart


Security Governance als Herausforderung für die Bewältigung transnationaler Konflikte
Das Projekt geht von der Annahme aus, dass transnationale Konflikte komplexer Natur sind, sie im internationalen Kontext einer differenzierten Bearbeitung bedürfen und die EU über ein breitgefächertes, aber noch zu vernetzendes institutionelles und materielles Instrumentarium zur Konfliktvorbeugung und Krisenbearbeitung verfügt. Vor diesem Hintergrund werden Ziele, Rolle und Funktionsweise der EU als postmoderner Krisenmanager untersucht. Sowohl im Binnen- als auch im Außenverhältnis treten zahlreiche Koordinations- und Kooperationsprobleme auf, die eine verbesserte „Security Governance“ erfordern. Das Projekt vereint empirische Analysen zu einzelnen Aspekten der Security Governance der EU wie etwa die zivil-militärischen Beziehungen, die Sicherheitssektorreform, der Nexus zwischen Sicherheit und Entwicklung oder dessen Rolle bei der Aufstandsbekämpfung. Es soll empirisch erforscht werden, welche (internen und externen) Koordinations- und Kooperationsprobleme bei der Bearbeitung von transnationalen Gewaltkonflikten auftreten und ob bzw. wie diese überwunden werden können. Theoretisch angeleitet wird die Untersuchung durch Annahmen des Governance-Ansatzes, wobei angestrebt wird, das Konzept der Security Governance zu verfeinern.

Bearbeiter: Dr. Hans-Georg Ehrhart


Russland und der Westen. Neue Ansätze zur Erklärung russischer Außenpolitik
Das Projekt will mit Hilfe neuer Erklärungsansätze das Wesen russischer Außenpolitik in Bezug auf den Westen erklären. Bisherige Versuche, die Triebfedern einer vielfach widersprüchlichen und manchmal sogar irrational anmutenden russischen Außenpolitik zu identifizieren, waren nur begrenzt erfolgreich. Das Projekt will theoretische Blindstellen identifizieren und neue Wege finden, diese Blindstellen zu füllen.

Bearbeiterin: Dr. Regina Heller


Die „Europäisierung“ der EU-Russlandpolitik
Das Projekt untersucht die Möglichkeiten und Grenzen einer "Europäisierung" der EU-Russlandpolitik als Voraussetzung für kohärentes Außenhandeln der Union. Unter "Europäisierung" wird die EU-interne Abstimmung und Harmonisierung nationalstaatlicher Positionen und Präferenzen im Sinne kollektiver europäischer Ziele verstanden. Ausgangspunkt des Projekts ist die Beobachtung, dass die Standpunkte und Präferenzen der 27 EU-Mitgliedstaaten in Bezug auf Russland stark variieren und sich bisweilen sogar widersprechen. Unstimmigkeiten existieren nicht nur zwischen "alten" und "neuen" Mitgliedstaaten, sondern auch zwischen "großen" und "kleinen". In der Vergangenheit haben die EU-Mitgliedstaaten häufig das der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) inhärente Koordinierungsgebot missachtet und durch nationale Alleingänge unterlaufen. In der Folge war die europäische Russlandpolitik vielfach von unilateralem Handeln geprägt, wodurch kollektive Sicherheitsinteressen unterminiert wurden. Dieser Zustand schwächt die EU als einheitlichen und glaubwürdigen Akteur und stellt ihre Fähigkeit, außen- und sicherheitspolitisch zu handeln und ihre kol-lektiven (Sicherheits-)Interessen gegenüber Russland durchzusetzen, grundlegend in Frage.

Bearbeiterin: Dr. Regina Heller


Prä-radikale Subkulturen, Radikalisierung und Gewalt
Das Projekt befasst sich mit der Erarbeitung eines Drittmittelantrags zu dem Thema: Die Rolle von prä-radikalen Subkulturen in den Islamistischen, rechtsextremistischen und linksextremistischen Radikalisierungsprozessen. Der theoretische Ansatz des Projekts ist interdisziplinär und stützt sich auf drei Forschungsbereiche: Terrorismusforschung, Kriminologie und Forschungen zu sozialen Bewegungen. Radikalisierung wird als Entwicklungsprozess aufgefasst, wobei eine Beteiligung schrittweise und in Interaktion mit dem nahen und fernen sozialen Umfeld erfolgt. Motivationsvariablen sind hierbei von entscheidender Bedeutung. Das Projekt wird durch das Dekanat der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg finanziert.

Projektmitarbeiterin: Dr. Daniela I. Pisoiu


Theorie und Praxis von Gewaltkonflikten
Problembeschreibung: Gewaltkonflikte und Krieg sind Bestandteile der Menschheitsgeschichte. Alle bisherigen Versuche zu ihrer dauerhaften Überwindung sind bisher gescheitert. Die Beilegung spezifischer, in der Vergangenheit dominierender Konfliktmuster scheint die Welt nicht grundsätzlich friedlicher oder sicherer gemacht zu haben. Die Vorbeugung und Vermeidung, Einhegung und Begrenzung wie auch die Fähigkeit bestehende Gewaltkonflikte erfolgreich und möglichst rasch zu einem humanen langfristig friedenskompatiblen Ende führen zu können, sind daher heute als Bedingungen des Friedens so wichtig wie eh und je.
Fragestellung/Hypothesen: Das Projekt geht von der Prämisse aus, dass eine systematische Förderung der oben genannten Bedingungen des Friedens ohne ein zutreffendes und tiefgreifendes Kriegs- und Konfliktverständnis und ein entsprechend geschultes Urteil der handelnden Akteure nicht möglich ist. Basierend auf der Arbeitshypothese „Wer den Frieden will, muss Krieg und Gewaltkonflikt verstehen“ verfolgt das Projekt daher die Zielsetzung, zu einer systematischen, Theorie und Praxis vereinigenden Entwicklung eines ganzheitlichen Verständnisses des Phänomens Krieg, auch in seiner Abgrenzung zu anderen Formen organisierter Gewalt, beizutragen.
Zwecksetzung: Damit soll dem wachsenden Bedarf hinsichtlich einer zutreffenden Bewertung der verschiedensten, sich permanent wandelnden Erscheinungsformen von Krieg und Gewaltkonflikt im globalen Rahmen Rechnung getragen und hierfür ein Beitrag zur grundlegenden theoretischen Einordnung und Abgrenzung des vielgestaltigen Phänomens Krieg geleisteten werden. Damit sind nicht nur analytische sondern auch politik-relevante Fragen verbunden. Gerade vor dem Hintergrund der Bündnisorientierung Deutschlands ist es entscheidend, zu einem eigenständigen und fundierten Urteil hinsichtlich der Bewertung des aktuellen und künftig zu erwartenden Kriegs- und Konfliktgeschehens fähig zu sein, um damit Bündnispolitik auf der Grundlage des Sinnvollen und Machbaren mitgestalten und die dafür erforderlichen Mittel und Instrumente zielgerichtet ausbilden zu können.

Projektmitarbeiter: Dr. Johann Schmid


Krieg und Frieden verstehen auf der Basis Clausewitzschen Denkens
„Wer den Frieden will muss Krieg verstehen!“ Ausgehend von dieser Prämisse verfolgt das Projekt die Zielsetzung zur Schulung von Denken und Urteil hinsichtlich der Entwicklung eines ganzheitlichen Verständnisses über das Wesen des Phänomens Krieg/Konflikt beizutragen. Die Nutzungsmöglichkeiten der Clausewitzschen Theorie/Philosophie „Vom Kriege“ zur Entwicklung eines zutreffenden Verständnisses der aktuellen Kriegs- und Konfliktwirklichkeit bildet hierbei das zentrale Erkenntnisinteresse.

Projektmitarbeiter: Dr. Johann Schmid


Die Dialektik von Angriff und Verteidigung – Clausewitz und die stärkere Form des Kriegführens
Die Dialektik von Angriff und Verteidigung beschäftigt politisch-militärische Denker und Entscheidungsträger zu nahezu allen Zeiten und ist eine der grundlegenden Fragestellungen in Krieg und Konflikt. In der Erkenntnis, dass ein mangelndes auch theoretisches Verständnis des Phänomens Krieg zur Eskalation von Gewalt beitragen und damit auch zur Kriegsursache werden kann, befasst sich das Projekt mit dem Stärkeverhältnis der beiden Hauptformen des Kriegführens und Kämpfens: Angriff und Verteidigung. Zentraler Untersuchungsgegenstand ist die These des preußischen Generals und Kriegsphilosophen Carl von Clausewitz, wonach die Verteidigung die an sich „stärkere Form des Kriegführens“ sei. Erste Ergebnisse des Projektes verdeutlichen die Notwendigkeit zur Revision beziehungsweise zur Weiterentwicklung einer der zentralen inhaltlichen Botschaften des Clausewitzschen Werkes „Vom Kriege“.

Projektmitarbeiter: Dr. Johann Schmid


Akademisches Netzwerk Südosteuropa
Ziele des Projektes sind vor allem eine vertiefte Auseinandersetzung von Nachwuchseliten in den Staaten Südosteuropas mit friedenspolitisch relevanten Themen, die Förderung des wissenschaftlichen und akademischen Austauschs, die Entwicklung einer nachhaltigen wissenschaftlichen und studentischen Kooperation zwischen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern in der Region bzw. in der Diaspora sowie zwischen akademischen Partnereinrichtungen in Südosteuropa und dem IFSH sowie den im Kooperationsverbund Friedensforschung und Sicherheitspolitik zusammenarbeitenden friedenswissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland. Für Programme und Ergebnisse vgl. ww.akademischesnetzwerk-soe.net. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert das Projekt aus seinen Mitteln des Sonderprogramms „Stabilitätspakt für Südosteuropa“.

Bearbeiterinnen: Naida Mehmedbegovic, Dr. Patricia Schneider



Dissertationen


Die Internationalisierung terroristischer Gewalt – Ursachen und Bedingungen
Die Internationalisierung terroristischer Gewalt – Ursachen und Bedingungen
Das Promotionsvorhaben beschäftigt sich mit den Ursachen für die Internationalisierung terroristischer Gewalt. Es soll untersucht werden, welche Bedingungen terroristische Organisationen dazu veranlassen, terroristische Gewalt über die Grenzen des ursprünglichen Konfliktlandes hinaus zu tragen bzw. welche Einflussfaktoren dazu beitragen, dass der Fokus terroristischer Anschläge auf Bürger prinzipiell unbeteiligter Drittstaaten gelegt wird. In diesem Zusammenhang soll in der Untersuchung auch auf die Frage eingegangen werden, warum – abhängig von der zugrundegelegten Definition – lediglich jeder achte Terroranschlag ein internationaler Anschlag ist. Besondere Beachtung sollen dabei die Faktoren mediale Aufmerksamkeit, staatliche Antiterrormaßnahmen und die Machtasymmetrie zwischen Staat und Terrororganisation finden.

Dissertationsprojekt Dennis Bangert


Governing Counterterrorism: The Fight Against Transnational Terrorism and the Role of International Institutions
Terroranschläge wie die in New York 2001, Madrid 2004 und London 2005 haben die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit in der Bekämpfung des transnationalen Terrorismus verdeutlicht und zur Entwicklung einer komplexen internationalen Kooperationsstruktur geführt. Die Forschung hat sich bisher entweder auf die Staaten und deren Interessen und Wahrnehmungen konzentriert oder sich lediglich mit den Strategien und Arbeitsweisen internationaler Institutionen beschäftigt. Die Rolle internationaler Institutionen als Akteure innerhalb des Kooperationsprozesses wurde bisher jedoch kaum genauer untersucht. Zudem fehlt es in der Literatur an theoriegestützten Analysen, die eine systematischere Behandlung des Themas ermöglichen könnten. Das Dissertationsprojekt fragt daher, wie und inwieweit internationale Institutionen die zwischenstaatliche Kooperation in der Terrorismusbekämpfung seit dem 11. September 2001 ermöglicht, implementiert und weiter entwickelt haben. Dazu wird ein Modell auf der Grundlage verschiedener Theorien der internationalen Beziehungen und deren Annahmen zur Rolle internationaler Institutionen entwickelt. Als Untersuchungsfälle dienen die Europäische Union und die Vereinten Nationen.

Dissertationsprojekt Hendrik Hegemann


International Administration in Kosova and its Way to Peace
Der Entscheidung, Kosovo unter eine internationale Verwaltung zu stellen, lag der Gedanke zugrunde, auf diese Weise die Bedingungen für eine friedliche Lösung des Konflikts zu verbessern. 1999 konnten sich die Großmächte nicht auf eine Lösung verständigen und froren den Konflikt stattdessen in der Hoffnung ein, dass die Zeit für eine endgültige Konfliktlösung arbeiten würde. Die Dissertation untersucht auf mehreren Ebenen, ob der Konflikt seit 1999 mehr oder weniger „lösungsreif“ wurde. Zu diesem Zweck wird die Situation bei der Rambouillet-Konferenz 1999 und der unmittelbaren Zeit danach mit der Situation 2007 verglichen. Darüber hinaus werden die Maßnahmen und Aktivitäten der internationalen Akteure unter der Fragestellung analysiert, ob sie einer Verbesserung der Lage förderlich oder hinderlich waren. Zu den theoretischen Ansätzen, die in der Dissertation verarbeitet werden, gehören solche der Konflikttransformation, Konfliktlösung und Konfliktlösungsreife.

Dissertationsprojekt Afrim Hoti


Policy versus Practice: The European Union and Civil-Military Cooperation and Coordination. An Analysis of the EU Crisis Management Engagement in the Democratic Republic of Congo in the framework of the European Security and Defence Policy
In Bezug auf Krisenmanagement verfolgt die EU laut eigener Programmatik einen umfassenden Sicherheitsansatz, der zum Ziel hat, die verschiedenen militärischen und zivilen Instrumente in effektiver und kohärenter Weise zum Einsatz zu bringen. "Civil-Military Coordination" (CMCO) sowie "Civil-Military Cooperation" (CIMIC) spielen hierbei eine entscheidende Rolle, wenn es um die Planung und Implementierung von komplexen Krisenmanagement-Operationen geht. Das von der Friedrich-Ebert-Stiftung geförderte Promotionsvorhaben untersucht die Strukturen und Prozesse von CMCO und CIMIC und analysiert am Beispiel des EU-Krisenmanagement-Engagements in der Demokratischen Republik Kongo (DRK), wie der umfassende Sicherheitsansatz institutionell umgesetzt und implementiert wurde. Die empirischen Forschungen beziehen sich auf die beiden militärischen und die beiden zivilen Missionen in der DRK im Rahmen der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik sowie auf das EU-Engagement im Rahmen der Europäischen Gemeinschaft.

Dissertationsprojekt Janina Johannsen


Eine vergleichende Bewertung der Polizeimissionen im Rahmen der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) (Bosnien-Herzegowina, Demokratische Republik Kongo und Palästina). Befindet sich eine Europäische Polizeireform im Aufbau?
Das Krisenmanagement der Europäischen Union gründet auf verschiedenen Elementen der Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik, die bei der Entscheidungsfindung bezüglich der Europäische Verteidigungs- und Sicherheitspolitik (ESVP) zu berücksichtigen sind: insbesondere die zivile Komponente der Polizeimissionen nimmt hierbei eine Sonderstellung ein.
Trotz der bisherigen strategischen und taktischen Entwicklung der Polizeireform fehlt weiterhin ein systematischer und komparativer Vergleich von Ergebnissen der im Rahmen der ESVP durchgeführten Polizeimissionen. Dies führt zur Infragestellung der Existenz einer „EU Polizeireform“.
Das Forschungsvorhaben wird einen Aspekt des Engagements der Europäischen Union zur Polizeireform in Postkonfliktstaaten untersuchen, um zu bewerten, mit welcher Effektivität die ESVP Polizeimissionen implementiert wurden.
Die empirische Forschung wird sich auf die laufenden ESVP Polizeimissionen fokussieren, die in Bosnien-Herzegowina, in der Demokratischen Republik Kongo und in Palästina durchgeführt werden.
Das Projekt wird vom Cusanuswerk (bischöfliche Studienförderung) finanziert.

Dissertationsprojekt Isabelle Maras


Elitenwechsel in Bosnien-Herzegowina in der Transition
Das Projekt ist ein drittmittelgefördertes Promotionsvorhaben. Untersucht werden die Tendenzen, Herausforderungen und Probleme des durch gesellschaftspolitische Transition bedingten Elitenwechsels in Bosnien-Herzegowina.

Dissertationsprojekt Naida Mehmedbegovic


Konfliktprävention und Krisenmanagement der Europäischen Union – Schnittstellen von Entwicklung und Sicherheit der Europäischen Union
Konfliktprävention und Krisenmanagement bilden in Existenzberechtigung und Zielsetzung den Kern europäischer Außen- und Sicherheitspolitik. Besser aufeinander abgestimmt werden sollen die vielfältigen Instrumente, die im Rahmen der Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik, aber auch der Außenwirtschafts- und Entwicklungspolitik zur Verfügung stehen. Dabei stellt das europäische Mehrebenensystem eine besondere Herausforderung dar für den in der Theorie formulierten und von der Praxis geforderten Imperativ einer integrierten Sicherheitspolitik. Gleichzeitig weisen die strukturellen wie auch die identitären Eigenheiten des europäischen Systems der EU eine maßgebende und richtungsweisende Koordinierungsrolle zu. Dieses Projekt unterzieht die Forderung nach einem kohärenten Vorgehen auf europäischer Ebene einer kritischen Analyse, identifiziert Grenzen und Voraussetzungen für gemeinsames, koordiniertes europäisches Handeln und erarbeitet konkrete Politikempfehlungen zur Stärkung dieses Politikfeldes.

Dissertationsprojekt Isabelle Tannous





















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