Vertrag über den Offenen Himmel (Open Skies)

Der Vertrag über den Offenen Himmel (Open Skies Treaty) ist eines der wenigen verbliebenen Instrumente der Rüstungskontrolle im Gebiet zwischen Vancouver und Wladiwostok. Das weltweit einzigartige Abkommen ermöglicht seit 2002 34 Staaten, unbewaffnete Beobachtungsflüge über das gesamte Staatsgebiet der Teilnehmerstaaten durchzuführen. Ziel ist es vor allem, militärische Veränderungen beobachten zu können.
Der Vertrag fördert in besonderem Maße die zwischenstaatliche militärische Transparenz und Vertrauensbildung. Vertreter*innen von überflogenen Staaten haben die Möglichkeit, bei den Überflügen mit an Bord zu sein. Aufnahmen von Überflügen können von allen Parteien angefordert werden. Während die europäischen Mitgliedstaaten am Erhalt des Vertrages festhalten, erwägt die US-Regierung seit Herbst 2019 einen Ausstieg aus dem Abkommen.

Am IFSH arbeiten derzeit Alexander Graef und Moritz Kütt zum Vertrag über den Offenen Himmel. Die Mitglieder der amerikanisch-deutsch-russischen Deep Cuts- Kommission analysieren das Abkommen ebenfalls.

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