Vom 25. bis 29. August 2025 fand an der Universität Bologna die 18. Pan-European Conference on International Relations (PEC) der European International Studies Association (EISA) statt. Mit über 1.500 Teilnehmenden, 57 thematischen Sektionen und insgesamt 450 Panels und Roundtables war die PEC 2025 die größte Konferenz der Fachrichtung Internationale Beziehungen (IB) in Europa und ein zentraler Treffpunkt der internationalen IB-Community.
Die Konferenz stand unter dem Leitthema „Politics for a Broken World“, das von den beiden Program Chairs – darunter Dr. Delf Rothe, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am IFSH – entwickelt wurde. Ausgangspunkt war die Diagnose, dass internationale Politik nicht länger angemessen als Abfolge einzelner Krisen verstanden werden kann, sondern als Ausdruck tiefgreifender und anhaltender struktureller Brüche in den Bereichen globale Sicherheit, internationale Ordnung, Umwelt- und Klimapolitik, technologische Transformationen und politische Gewalt.
Besondere inhaltliche Akzente setzten die Plenarveranstaltungen am Eröffnungstag, die unter Verantwortung der Program Chairs konzipiert und organisiert wurden. Sie brachten international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen und ermöglichten einen Raum für grundlegende Debatten über den Zustand der Weltpolitik, über Möglichkeiten des Umgangs mit politischen, gesellschaftlichen und institutionellen Bruchlinien sowie über die Rolle von Verantwortung, Kritik und wissenschaftlicher Einordnung in Zeiten anhaltender globaler Konflikte. Ergänzt wurden diese Formate durch weitere von den Program Chairs verantwortete Special Events, darunter Meet-the-Editors-Roundtables, die den Austausch zwischen Forschung, Publikationspraxis und Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern förderten.
Das breite Konferenzprogramm spiegelte diese Ausrichtung wider. Zahlreiche Sektionen griffen das Leitthema direkt auf, andere widmeten sich zentralen Fragen der Internationalen Beziehungen: internationale Sicherheit, geopolitische Machtverschiebungen, globale Wirtschafts- und Finanzpolitik, Digitalisierung, Umwelt- und Klimapolitik sowie Fragen globaler Gerechtigkeit. In ihrer thematischen Ausrichtung und außergewöhnlichen Größe unterstrich die PEC 2025 die Bedeutung der Internationalen Beziehungen als Disziplin, die eng mit den politischen Herausforderungen der Gegenwart verbunden ist.
Dr. Delf Rothe trug als Program Chair maßgeblich dazu bei, die Konferenz inhaltlich zu prägen und als Ort pluraler, international vernetzter Forschung zu gestalten.