Russlands Krieg gegen die Ukraine erschüttert weiterhin auch die europäische Sicherheitsordnung. Neben der sichtbaren militärischen Gewalt entfaltet sich dabei eine zweite Konfliktebene: In der Grauzone zwischen Krieg und Frieden nutzt Russland hybride Mittel wie Cyberangriffe und Desinformation gegen europäische Staaten.
Vor diesem Hintergrund luden die Point Alpha Stiftung zusammen mit der Konrad-Adenauer-Stiftung am 26. Februar zu einer Diskussionsveranstaltung unter dem Titel „Russlands Krieg gegen Europa: Vom Land- zum Cyberkrieg“ in die Gedenkstätte nach Geisa (Thüringen) ein. Über 100 Gäste aus unterschiedlichen Altersgruppen folgten der Einladung, um über aktuelle sicherheitspolitische Herausforderungen zu diskutieren.
Johannes Steger, Experte für Krisenmanagement und Autor des Buches „Deutschland im Ernstfall“, zeigte mittels eines fiktiven Szenarios auf, wie Russland in Deutschland hybride Effekte erzielt. Oberstleutnant i.G. Thilo Geiger, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am IFSH, stellte demgegenüber das militärische Rational in den Mittelpunkt und zeigte die kognitive Ebene der hybriden Angriffe auf.
In der anschließenden Diskussion standen Fragen zur Resilienz demokratischer Gesellschaften sowie zur Rolle von Staat und Zivilgesellschaft im Umgang mit hybriden Bedrohungen im Vordergrund. Die Beiträge aus dem Publikum zeugten von großem Interesse an den sicherheitspolitischen Herausforderungen der Gegenwart.