Die Hochschulgruppe der Konrad-Adenauer-Stiftung tauschte sich mit IFSH-Experten über die Herausforderungen der europäischen Verteidigungspolitik Ende Februar am IFSH aus. (c) IFSH

Die Zukunft der europäischen Verteidigungspolitik

In Europa nimmt die Unsicherheit zu. Dies liegt vor allem an Russlands Revisionismus. Dieser bedeutet vor allem für die Ukraine eine existentielle Bedrohung. Russland führt aber auch einen hybriden Krieg gegen den Rest Europas, um die europäische Sicherheitsordnungen nach Vorstellungen des Kreml zu verändern. Doch auch die Trump-Administration schafft Unsicherheit in Europa, indem sie die transatlantische Partnerschaft durch Worte und Taten in Frage stellt. 

Am 25. Februar besuchte die Hamburger Hochschulgruppe der Konrad-Adenauer-Stiftung das IFSH, um die Zukunft europäischer Sicherheit zu diskutieren. Dr. habil. Cornelius Friesendorf, Leiter des Zentrums für OSZE-Forschung am IFSH, skizzierte Gründe, warum europäische Staaten trotz der akuten Bedrohung durch Russland und der Großmachtpolitik der USA kaum damit vorankommen, ihre Verteidigung gemeinsam zu organisieren. Oberstleutnant i.G. Thilo Geiger, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am IFSH, erläuterte die militärische Lage in der Ukraine und die Lücken in der europäischen Verteidigung. 

Bei der Diskussion mit den Studierenden stand die Frage im Vordergrund, wie Politikerinnen und Politiker die Fähigkeiten Europas stärken können, sich selbst zu verteidigen. Zentral hierfür seien ein politisch-gesellschaftlicher Dialog, warum europäische Verteidigung nötig ist. Auch müssten Bekenntnisse zur Europäisierung der Rüstungsindustrie endlich umgesetzt werden. Nur so könne der missliche Zustand vermieden werden, riesige Summen für Rüstung auszugeben, aber aufgrund von Problemen wie unterschiedlicher nationaler Standards zu wenig Kampfkraft dafür zu bekommen. 

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