Wissenschaftsfeindlichkeit und Repressalien gegen Universitäten nehmen weltweit zu. Wie kann sich die Wissenschaft gegen Übergriffe von außen zur Wehr setzen? Expertinnen aus den USA, Großbritannien und Deutschland diskutierten über diese Frage am 25. Februar in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin.
„Resilient research: governance, funding, and freedom in an era of political change” lautete die Überschrift des Abends. Auf dem Podium saßen die Mathematikerin Christina Pagel (UCL, London), die Politikwissenschaftlerin Louise Davidson-Schmich (University of Miami, Florida) und Hanna Pfeifer, Leiterin des Forschungsbereichs Gesellschaftlicher Frieden und Innere Sicherheit am IFSH. Die Wissenschaftlerinnen diskutierten jüngste Übergriffe durch Akteure der extremen Rechten in ihren Ländern und insbesondere die drastischen Einschnitte im amerikanischen Wissenschaftssystem. Mit Blick auf die für die AfD aussichtsreichen Landtagswahlen im Jahr 2026 wurden auch die strukturellen Schwachpunkte der akademischen Landschaft in Deutschland in den Blick genommen. Zudem sprachen sie über die Lage in Großbritannien, wo schon jetzt Einschränkungen freier Wissenschaft etwa im Namen der Sicherheit erfolgen.
Zu dem Abend geladen hatten die Alexander von Humboldt-Stiftung und der British Council. Der Wissenschaftsjournalist Jan-Martin Wiarda moderierte.