Vita
Julia Leser ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsbereich Gesellschaftlicher Frieden und Innere Sicherheit am IFSH. Zuvor war sie Research Fellow am Sonderforschungsbereich „Dynamiken der Sicherheit" an der Philipps-Universität Marburg und Postdoctoral Researcher an der Humboldt-Universität zu Berlin, wo sie das von der VolkswagenStiftung geförderte Forschungsprojekt „Challenging Populist Truth-Making in Europe“ koordinierte. Sie promovierte 2019 am Institut für Politikwissenschaft der Universität Leipzig mit einer staatstheoretischen und ethnografisch fundierten Arbeit über polizeiliche Praktiken im Bereich Menschenhandel und Migrationskontrolle. Weitere Stationen ihrer wissenschaftlichen Laufbahn waren das BMBF-Projekt „Fremde im eigenen Land?”, das BMBF-Projekt „Jenseits der Gläsernen Decke” sowie das DFG/ANR-Verbundprojekt „Menschenhandel im Lichte institutioneller Praktiken”. Forschungsaufenthalte führten sie an die Jagiellonen-Universität in Krakau, das Hannah-Arendt-Institut in Dresden und die Universität St. Andrews in Schottland.
Forschungsprofil
Julia Leser erforscht rechte Politik, innere Sicherheit und demokratische Transformationsprozesse in Deutschland und Europa. Ein zentraler Schwerpunkt gilt rechtsextremen und rechtspopulistischen Akteuren in den Bereichen Sicherheits-, Kultur- und Umweltpolitik, ihren Narrativen und emotionalen Dynamiken sowie ihren Wechselwirkungen mit staatlichen Institutionen. Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf Institutionen der inneren Sicherheit – insbesondere der Polizei – und ihrer Bedeutung in Macht- und Gewaltordnungen. Als Mitbegründerin und Co-Sprecherin des DVPW-Arbeitskreises „Ethnografische Methoden in der Politikwissenschaft" engagiert sie sich für die methodologische Weiterentwicklung interpretativer Ansätze in den Sozialwissenschaften.
- Extreme Rechte und Rechtspopulismus in Deutschland und Europa
- Innere Sicherheit, Polizei und staatliche Institutionen
- Demokratische Transformationsprozesse und gesellschaftliche Polarisierung
- Narrative und emotionale Dynamiken der extremen Rechten
- Interpretative, ethnografische und kollaborative Methoden
Mitgliedschaften & Aktivitäten
- Co-Sprecherin des DVPW-Arbeitskreises „Ethnografische Methoden in der Politikwissenschaft"
- Mitglied im DFG-Netzwerk „Qualitative Studies of Public Opinion: Understanding the Crises of Democratic Politics"
Ausgewählte Veröffentlichungen
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Leser, Julia,
Hrsg.
2025.
Nationale Narrative in Zeiten gesellschaftlicher Spaltung. Empirische Einsichten und Perspektiven für die Politische Bildung.
Wiesbaden: Springer VS.
DOI: 10.1007/978-3-658-48064-6.
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Johais, Eva,
Julia Leser,
Katarina Kušić,
Kristin Anabel Eggeling,
André Weißenfels,
Andreas Streinzer,
Ryan Davey,
Johanna Kocks,
Felix Anderl,
Lena Merkle,
Anna Leander. 2024.
Forum: Critical Ethnography.
Public Anthropologist 6 (1): 125-199. Leiden: Brill.
DOI: 10.1163/25891715-06010003.
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Ahmann, Chloe,
Mona Bhan,
Alexandra Coțofană,
Radhika Govindrajan,
Julia Leser,
Zeynep Oguz,
Yuka Suzuki,
Noah Theriault. 2025.
Weaponizing Nature, Naturalizing Violence: Anthropologies of Ecofascism.
American Anthropologist
128 (1): 224-236.
DOI: 10.1111/aman.70043.
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Leser, Julia,
Alice Millar,
Marlena Nikody,
Pia Schramm. 2025.
Right-Wing Populism and Museums: Findings from an Interview Study in the UK, Poland and Germany.
Museum & Society
23 (2): 109-125.
DOI: 10.29311/mas.v23i2.4526.
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Pates, Rebecca,
Julia Leser. 2021.
The Wolves are Coming Back. The Politics of Fear in Eastern Germany..
Manchester: Manchester University Press.