Mitglieder des europäischen Wissenschaftsnetzwerks PEACE trafen sich am 21. und 22. Mai 2026 im litauischen Kaunas, um mit Praktiker:innen über die veränderte europäische Sicherheitsarchitektur zu diskutieren. Vor dem Hintergrund des anhaltenden Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine, zunehmenden Drucks auf zentrale europäische Sicherheitsinstitutionen wie NATO und OSZE sowie einer angespannten transatlantischen Beziehung diskutierte die PEACE-Arbeitsgruppe „Europe, Peace and Security“ die Auswirkungen der aktuellen Entwicklungen auf die europäische Sicherheitsarchitektur. Geleitet wird die Arbeitsgruppe von IFSH-Direktorin Prof. Dr. Ursula Schröder und IFSH-Wissenschaftler Dr. Holger Niemann. Der Workshop wurde von Prof. Dr. Ainius Lašas von der Kaunas University of Technology, gemeinsam mit dem Co-Vorsitzenden der Arbeitsgruppe, Dr. Holger Niemann, organisiert.
Zu den Vortragenden zählten die ehemalige litauische Verteidigungsministerin Dovilė Šakalienė, Vertreter:innen der Europäischen Kommission sowie Praktier:innen von NGOs und litauischen Freiwilligenorganisationen. Der Workshop bot den Wissenschaftler:innen eine besondere Gelegenheit, mehr über die alltägliche Praxis der europäischen Sicherheitsarchitektur zu erfahren. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen insbesondere die Bedeutung evidenzbasierter Entscheidungsfindung, die Rolle hybrider Bedrohungen, zunehmend miteinander verknüpfte Unsicherheiten sowie die weitreichenden Folgen der russischen Aggression. Darüber hinaus wurde betont, wie wichtig vorausschauende und konzeptionell ambitionierte Ansätze seien, um Frieden und Sicherheit in Europa nachhaltig zu sichern.