Sicherheit und Verteidigung
Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine und die angespannten transatlantischen Beziehungen unter der Trump-Regierung zwingen Deutschland und Europa zu tiefgreifenden Veränderungen in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Einerseits muss sich Europa von den USA unabhängiger machen, indem beispielsweise die Europäische Union und andere Institutionen wie die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) gestärkt werden. Andererseits muss das NATO-Bündnis zusammengehalten werden. Angesichts des imperialistischen Machtstrebens der Putin-Regierung wird in Deutschland darüber debattiert, ob eine neue Wehrpflicht eingeführt werden muss. Hinzu kommt, dass Großmächte wie die USA die regelbasierte, internationale Ordnung bewusst missachten und so für chaotische Verhältnisse nicht nur im Nahen Osten sorgen. Und schließlich muss Europa einen gemeinsamen Umgang mit China als aufstrebende Großmacht und größten Rivalen der USA finden. In dieser prekären Gemengelage analysieren die Wissenschaftler:innen am IFSH die Bedingungen für Frieden und Sicherheit durch Abschreckung, Rüstungskontrolle und Abrüstung und eruieren neue Wege für eine tragfähige europäische Friedens- und Sicherheitsordnung.
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