Europa sieht sich mit vielfältigen Krisen konfrontiert: von konventionellen militärischen Bedrohungen bis hin zu planetarischen und existentiellen Risiken. Prof. Dr. Ursula Schröder, Direktorin des IFSH, und Dr. Holger Niemann, Senior Researcher im Forschungsbereich „Europäische Friedens- und Sicherheitsordnungen“, luden internationale Wissenschaftler:innen zu einem Workshop am 17. und 18. September ins IFSH ein, um über mögliche Zukünfte der europäischen Sicherheit zu diskutieren. Im Mittelpunkt des Workshops stand die Frage, welche Implikationen sich aus dieser Krisenkonstellation ableiten lassen und welche Zukünfte für Sicherheit und Frieden in Europa denkbar sind. Die Teilnehmenden stellten Ergebnisse aus laufenden Forschungsprojekten vor und tauschten sich über mögliche Faktoren für einen friedlichen Wandel in Europa aus.
Im Rahmen des Workshops wurden unter anderem theoretische Perspektiven auf Zukunftskonzepte und Sicherheitsverständnisse diskutiert und gefragt, wie sich die Vielfalt an existierenden und einander überlappenden Friedens- und Sicherheitsordnungen in Europa analytisch erfassen lassen. Panels befassten sich auch mit Themen wie vertrauens- und sicherheitsbildenden Maßnahmen oder dem Wandel der etablierten Sicherheitsarchitektur. Dabei wurden auch regionale Perspektiven – beispielsweise aus dem Westbalkan und dem Kaukasus – sowie die zukünftige Rolle Chinas oder der Arktis einbezogen. Der Workshop rückte zudem die internen Dimensionen von Frieden und Sicherheit in Europa in den Mittelpunkt, etwa mit Blick auf die Konstitution und Resilienz demokratischer Gesellschaften in Europa. Den Abschluss bildete ein Panel, in dessen Mittelpunkt Wege zum nachhaltigen Frieden standen, etwa durch Veränderungen im Beschaffungswesen, durch Friedensbildung und demokratische Resilienz sowie durch eine Wiederbelebung inter- und multilateraler Kooperation.
Der Workshop wurde in Zusammenarbeit mit der COST Action PEACE organisiert.