Die internationale Cyberdiplomatie steht vor einer doppelten Herausforderung: Wachsende Bedrohungen aus dem Cyberraum erfordern mehr globale Zusammenarbeit, während geopolitische Spannungen diese zunehmend erschweren. Die Cyberdiplomatie der Vereinten Nationen (VN) gerät dadurch unter Druck: Polarisierung, Politisierung und Fragmentierung beeinträchtigen ihre Handlungsfähigkeit.
Wie kann das multilaterale System der Vereinten Nationen (VN) im Bereich Cybersicherheit handlungsfähig bleiben? Wie lässt sich die Cyberdiplomatie stärken und weiterentwickeln? Im neuen IFSH Policy Brief identifiziert die Autorin Dr. Lena Herbst Schwachstellen im VN-System und zeigt Wege auf, diesen zu begegnen. Erstens plädiert sie dafür, Gesprächs- und Verhandlungsformate dauerhaft zu etablieren, um den Dialog auch bei anhaltenden politischen Gegensätzen aufrechtzuerhalten. Zweitens sollte technische Expertise stärker in die Verhandlungen einbezogen werden, um diese sachlich zu fundieren und die Politisierung abzufedern. Drittens gilt es, die verschiedenen Verhandlungsformate besser aufeinander abzustimmen und so der Fragmentierung entgegenzuwirken.
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