Die Foto-Ausstellung "Climate no Future?" entstand aus dem Forschungsprojekt SECIMA heraus. (c) IFSH

Start der digitalen Ausstellung „Climate no Future?"

Schmelzende Gletscher, überflutete Städte, Menschen auf der Flucht: Bilder katastrophaler Zukünfte prägen unsere Vorstellungswelt in Zeiten der Klimakrise. Für Aktivistinnen und Aktivisten von Fridays for Future und anderen Klimabewegungen können solche Zukunftsbilder zum Antrieb für den Protest werden. Doch die Bildsprache der Klimabewegung ist weitaus vielschichtiger, wie die Ausstellung „Climate no Future?" zeigt. Ab sofort ist sie als digitale Ausstellung dauerhaft online zugänglich unter climatenofuture.de.

Die Ausstellung versammelt 34 Fotografien, die von Mitgliedern der Klimabewegungen Extinction Rebellion, Fridays for Future und die Letzte Generation aufgenommen wurden. Gemeinsam mit Zitaten der Aktivist:innen dokumentieren die Bilder die Ängste, Hoffnungen und Forderungen einer Generation, deren Zukunft zunehmend durch die planetare Krise bedroht ist. In fünf thematischen Kapiteln – Violence, Loss / Extinction, Fear, Hope and Care sowie (Lack of) Agency – erkundet die Ausstellung, wie Aktivist:innen die Klimakrise sichtbar machen und bricht dabei bewusst mit deren etablierten Ästhetiken.

Die Ausstellung ist Teil des Forschungsprojektes Security Imaginaries of Climate Movements (SECIMA), das von der Universität Groningen und der Universität Hamburg finanziert und von Dr. Delf Rothe (IFSH) und Dr. David Shim (Universität Groningen) geleitet wird. In SECIMA wurden neue methodische Wege erprobt, indem Klimaaktivist:innen als ‚Citizen Scientists' an der Sammlung und Auswertung der visuellen Daten beteiligt wurden. Dadurch ergaben sich neue Perspektiven auf die Klimabewegung und ihre Zukunftsbilder. 

Zuvor war „Climate no Future" im Mai 2024 bereits in der Galerie Lichtzone in Groningen sowie von September bis Oktober 2025 im Rahmen der Gruppenausstellung „Macht" in der Kunstklinik Hamburg-Eppendorf zu sehen. Die digitale Ausstellung macht die Fotografien nun ortsunabhängig und dauerhaft zugänglich. Sie ist eine Zusammenarbeit des IFSH mit der Universität Groningen und NonFiction Photo (NL).

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