Anne Menzel war Gastrednerin bei der Ausstellungseröffnung "Studieren im Krieg". (c) IFSH

Studieren in Krisenregionen: IFSH-Forscherin hält Gastvortrag bei Fotoausstellung

Wie lernt und studiert man, wenn Krieg, Konflikte oder humanitäre Katastrophen den Alltag prägen? Die Fotoausstellung „Studieren in Krisenregionen“ an der Technischen Universität Hamburg gab im Juni Einblicke in die Lebensrealität von Studierenden aus Afghanistan, Libyen, der Ukraine und Peru. Im Mittelpunkt standen die individuellen Erfahrungen der jungen Menschen mit ihren Hoffnungen, Ängsten und ihrem Studienalltag unter Krisen-, Kriegs- oder Konfliktbedingungen. Texte und Fotos zeigten, welchen Herausforderungen sie gegenüberstehen.

Zur Ausstellungseröffnung am 8. Juni war auch die IFSH-Wissenschaftlerin Dr. Anne Menzel eingeladen. Die Friedensforscherin betrachtete die Ausstellung aus wissenschaftlicher Perspektive. Sie erläuterte in ihrer Rede, warum Ausstellungen dieser Art auch für die Friedensforschung von Bedeutung sind und wie Verbindungen zwischen Bildung, Krieg und Gewalt in der Friedens- und Sicherheitsforschung thematisiert und untersucht werden: beispielsweise anhand von Fragen nach statistischen Korrelationen zwischen Bildung und Kriegswahrscheinlichkeit, aber auch mit Blick auf die zuweilen systematische Zerstörung von Bildungseinrichtungen und lokalen Bemühungen, Universitäten und Schulbetrieb aufrechtzuerhalten. Zudem sei auch die ethnographische Forschung zum Alltag junger Menschen in Krisenregionen ein wichtiger Bestandteil der Forschung, so Menzel. 

Die Ausstellung wurde organisiert vom Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Technischen Universität Hamburg. Ziel war es, Einblicke in die Lebensrealitäten von Studierenden zu geben, deren Bildungswege von politischen, sozialen oder militärischen Konflikten geprägt sind, um so für andere Lebensrealitäten zu sensibilisieren. Die Fotos und Texte wurden im Hauptgebäude der Technischen Universität Hamburg ausgestellt.

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