Eine Bundeswehrgruppe aus Köln tauschte sich während eines Besuchs in Hamburg mit IFSH-Wissenschaftlern über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse rund um die Thematik Abschreckung und Verteidigung gegen Russland aus. (c) IFSH

Wie steht es um die "Zeitenwende"?

Deutschland und seine Bündnispartner investieren in Abschreckung und Verteidigung gegen Russland. Angesichts der revisionistischen Motive und Praktiken der russischen Regierung – auch verstärkter hybrider Angriffe gegen Deutschland – wirkt Abschreckung und Verteidigung alternativlos. Allerdings wirft die Zeitenwende viele Fragen auf. Wird sie richtig umgesetzt? Was sind die politischen Kosten (etwa die Instrumentalisierung von Verteidigungsausgaben durch Populist:innen)? Gibt es wirtschaftliche Gelegenheitskosten, die es Europa erschweren, mit den USA und China zu konkurrieren? Wie sind die Risiken einer ungewollten militärischen Eskalation zwischen Russland und der NATO zu bewerten?

Am 26. August 2026 besuchten Soldatinnen und Soldaten einer Staffel der Flugbereitschaft aus Köln das IFSH, um gemeinsam mit Dr. habil. Cornelius Friesendorf, Leiter des Zentrums für OSZE-Forschung am IFSH, und Oberstleutnant i.G. Thilo Geiger, Forscher am IFSH, diese Fragen zu diskutieren. Das Interesse der Bundeswehrangehörigen reichte von Details militärischer Innovation bis hin zu Fragen politischer Ordnung, etwa den Möglichkeiten, das aktuell instabile Abschreckungsverhältnis zwischen Russland und der NATO zu stabilisieren.

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