REFUGEES CARE!

Fürsorge und Care in Kontexten von Flucht und Migration

Wie sorgen Menschen auf und nach der Flucht füreinander? Wie unterstützen sie sich gegenseitig, und welche Bedeutung haben diese fürsorglichen Praktiken und Beziehungen für ihr Leben? Während geflüchtete Menschen häufig vor allem als hilfsbedürftig wahrgenommen werden, richtet das Forschungsprojekt „REFUGEES CARE!“ den Blick auf sie als aktive Akteur:innen von Fürsorge (Care). 

Das von der Gerda Henkel Stiftung geförderte Projekt untersucht, wie geflüchtete Menschen unterschiedliche Formen von Care praktizieren und erfahren und welche Rolle diese für Sicherheit, Frieden und den Aufbau eines neuen Lebens spielen. Dabei berücksichtigt es insbesondere geschlechtsspezifische und andere gesellschaftliche Unterschiede. Die Forschung findet in Deutschland und Italien – in Hamburg, Bremen und auf Sizilien – statt und beleuchtet Erfahrungen während der Flucht sowie nach der Ankunft. 

Ein Schwerpunkt liegt auf partizipativen und ko-kreativen Methoden. In gemeinsamen, partizipativen Workshops, durch kreative „Care Journals“ oder künstlerische Methoden werden die Erfahrungen und Perspektiven geflüchteter Menschen aktiv in den Forschungsprozess einbezogen. Ziel ist es, etablierte Vorstellungen von Flucht zu hinterfragen und neue Erkenntnisse für eine bedürfnisorientierte Flüchtlingspolitik und -praxis zu gewinnen, sowie gesellschaftliche Diskussionen zu und Wahrnehmungen von Migration und Sicherheit zu beeinflussen.  

Laufzeit: Oktober 2026 - Oktober 2028 

Neuigkeiten

Projektbeteiligte

Dr. Philipp Schulz
Associate Researcher
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