IFSH-Wissenschaftler Dr. Tobias Fella (links), Leiter des Forschungsprojekts "Deep Cuts", moderierte ein Panel auf dem Warschauer Sicherheitsforum. (c) privat

Kaliningrads Zukunft und nukleare Signale

Wie sind Russlands nukleare Signale rund um Kaliningrad zu lesen, und was bedeuten sie für die Sicherheit im Ostseeraum? Darüber diskutierte am 13. Oktober 2026 ein hochrangig besetztes Panel beim Warsaw Security Forum. Moderiert wurde es von Dr. Tobias Fella, Senior Researcher im Berliner Büro des IFSH.

Kaliningrad zählt zu den komplexesten Sicherheitsproblemen im Ostseeraum. Die stark militarisierte Exklave ist von NATO- und EU-Gebiet umgeben, wirtschaftlich wie politisch zunehmend isoliert und dennoch für Moskau von großer strategischer Bedeutung. Eingeschränkter Zugang und begrenzte internationale Aufsicht machen Entwicklungen dort schwer einschätzbar. Jüngste Warnungen aus Moskau haben die Exklave zusätzlich in den Fokus gerückt.

Im Mittelpunkt des Panels „Kaliningrad’s Future: Nuclear Signalling and the Baltic Security Order“ standen Russlands nukleare Signale und die sich abzeichnende militärische Aufstellung in der Exklave. Erörtert wurde zudem, wie eine künftige Sicherheitsordnung im Ostseeraum aussehen kann und welche Rolle Risikoreduzierung und Rüstungskontrolle dabei spielen können.

Auf dem Podium waren:

  • Ben Hodges, Kommandeur der US Army Europe von 2014 bis 2017
  • Dovilė Šakalienė, Abgeordnete des litauischen Seimas und Verteidigungsministerin Litauens von 2024 bis 2025
  • Jacek Siewiera, Leiter des polnischen Nationalen Sicherheitsbüros (BBN) von 2022 bis 2025
  • Kurt Volker, US-Botschafter bei der NATO von 2008 bis 2009 und US-Sonderbeauftragter für die Ukraine-Verhandlungen von 2017 bis 2019

Das Warsaw Security Forum zählt zu den führenden internationalen Konferenzen zur europäischen und transatlantischen Sicherheit.

Die gesamte Diskussion auf YouTube anschauen: https://youtube.com/live/gjZGQtv-PiY

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