Das internationale Netzwerk der Missing Peace Initiative kam Ende Juni 2026 in Oxford zusammen, um aktuelle Forschung zu konfliktbezogener sexualisierter Gewalt zu diskutieren. (c) Samuel Ritholtz, University of Oxford

Netzwerktreffen der „Missing Peace“-Initiative

Vom 29. Juni bis 2. Juli 2026 fand am All Souls College der Universität Oxford das diesjährige Treffen der Missing Peace Initiative (MPI) statt. Mitorganisiert wurde die Veranstaltung von Dr. Philipp Schulz, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am IFSH, gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen der Universität Oxford, der Yale University, der Washington University, der Harvard Kennedy School sowie des Peace Research Institute Oslo (PRIO).

Die Missing Peace Initiative (MPI) setzt sich seit ihrer Gründung im Jahr 2012 für die wissenschaftliche Erforschung konfliktbezogener sexualisierter Gewalt (Conflict-Related Sexual Violence, CRSV) ein. Das internationale Netzwerk bringt Forschende, politische Entscheidungsträgerinnen und -träger, Praktikerinnen und Praktiker sowie Überlebende zusammen, um Forschung, Politik und Praxis besser miteinander zu verknüpfen. Ziel ist es, Forschungslücken zu identifizieren, wissenschaftliche Erkenntnisse für die Politik nutzbar zu machen und wirksame Strategien zur Prävention und Bekämpfung konfliktbezogener sexualisierter Gewalt weiterzuentwickeln.

Zum Programm des diesjährigen Netzwerktreffens gehörte zudem eine Veranstaltung mit hochrangigen Gästen aus Politik und Diplomatie. Zu den Teilnehmenden zählten S.E. Tore Hattrem, norwegischer Botschafter im Vereinigten Königreich, sowie Lord Hague of Richmond, Kanzler der Universität Oxford und ehemaliger britischer Außenminister.

Ein besonderer Schwerpunkt der Initiative liegt auf der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Über das Missing Peace Scholars Network unterstützt die MPI Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die zu konfliktbezogener sexualisierter Gewalt forschen, und stärkt die Sichtbarkeit ihrer Arbeiten in Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft.

Weitere Informationen zur “Missing Peace”-Initiative finden Sie hier.

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