IFSH-Direktorin Prof. Dr. Ursula Schröder (links) und HADLEY'S Inhaberin Tina Heine sprachen im Abendsalon über den Bevölkerungsschutz in Deutschland. (c) IFSH

Bevölkerungsschutz neu denken: ein Abend mit Ursula Schröder

Stromausfälle, Überschwemmungen und die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine: Die deutsche Bevölkerung ist seit Jahren mit einer historisch beispiellosen Häufung von Krisen, Kriegen und Konflikten konfrontiert. Wer kann uns vor all diesen Bedrohungen schützen? Kann im Katastrophenfall überhaupt alles geschützt werden, was uns wichtig ist? Und inwieweit kann und muss der einzelne Mensch für sich individuell vorsorgen?

Mit diesen und anderen zentralen Fragen zum Bevölkerungsschutz in Deutschland befasst sich Prof. Dr. Ursula Schröder in ihrem Sachbuch mit dem Titel „Schutz in Krisenzeiten. Sicherheit und Verteidigung für unsere Zukunft“. Am 2. November stellte sie einige Ausschnitte daraus im voll besetzten Abendsalon in der Hamburger Bar HADLEY’S vor. In dem von Tina Heine moderierten Gespräch ging es zunächst darum, was Bevölkerungsschutz alles umfasst, wer verantwortlich ist und vor welchen Herausforderungen die aktuellen staatlichen und ehrenamtlichen Strukturen angesichts neuer Krisenszenarien stehen. Schröder verwies bei Letzterem insbesondere darauf, dass die staatliche Kommunikation in Deutschland deutlich verbessert werden müsste. Wichtige Informationen zum Bevölkerungsschutz und auch die Beteiligungsmöglichkeiten würden viele Bevölkerungsgruppen nicht erreichen. 

In der anschließenden Austauschrunde mit den rund 60 Gästen des Abendsalons gab Ursula Schröder ihre Einschätzung zu konkreten Krisenszenarien. Besonders häufig kamen dabei neben Umweltkatastrophen wie Hitzewellen oder Überschwemmungen die vor allem von Russland ausgehenden Desinformationskampagnen, Sabotageakte oder kriegerische Handlungen zur Sprache. 

Sie möchten mehr über die Forschung zu diesem Thema erfahren?

Fast zeitgleich mit der Buchveröffentlichung startete im April die DFG-Forschungsgruppe 5870: Das Sicherheitsversprechen in katastrophischen Zeiten (PROMISE). In der Forschungsgruppe arbeiten Wissenschaftler:innen der Universität Hamburg (UHH), der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU) und des IFSH interdisziplinär zusammen. Ursula Schröder ist Sprecherin des Verbundprojekts, das aus acht Teilprojekten besteht. Weitere Informationen zu den Inhalten und Teilprojekten finden Sie hier. 

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